Grundlagenwissen

Devisen: Währungsderivate als Depotbereicherung
Grundlagen Forex

[Derivate Magazin 01I2012 - Marc Nitzsche] - Für aktive Trader ist der Devisenbereich ein echtes Eldorado. Denn während die Handelbarkeit anderer Asset-Klassen auf einige Stunden pro Tag begrenzt ist, lassen sich Währungen - zumindest von Montag bis Freitag - rund um die Uhr handeln. Dies ist allerdings nur ein Aspekt, die Spekulation auf steigende oder fallende Wechselkurse zu einer echten Depot-Bereicherung zu machen.

Professionelle Investoren, wie beispielsweise die Spekulanten-Legende George Sorros, haben das Potenzial von Devisen-Engagements bereits vor vielen Jahren erkannt. Bei Privatanlegern erfreuen sich Währungstrades bislang nur einer vergleichsweise überschaubaren Beliebtheit. Dies dürfte vornehmlich auf Verständnisprobleme zurückzuführen sein, denn der Devisenhandel gilt nicht umsonst als Königsdisziplin. Er hat sich diesen Ruf erarbeitet, weil er in der Tat alles andere als einfach ist. Aus diversen Leserzuschriften wird deutlich, dass unser Magazin mittlerweile verstärkt auch von Privatanlegern gelesen wird. Jenen soll mit diesem Beitrag ein Grundwissen im Bereich Devisen vermittelt werden.

Cross Rates verstehen

Für Verwirrung im Devisenbereich sorgt oftmals der häufig anzutreffende Begriff der Cross Ratings. Definitionsgemäß versteht man darunter den errechneten Wechselkurs zwischen zwei Währungen, der sich aus der Verkettung zweier anderer Wechselkursrelationen ergibt. Cross Rates werden dann benötigt, wenn es zwischen zwei Währungen keinen amtlichen Wechselkurs gibt.

Aber die Cross Rates haben auch noch eine andere Dimension: Im Regelfall denken Anleger aus bestimmten Währungsräumen stets in ihrer Heimatwährung. Für Investoren, die ihren Wohnsitz in der Euro-Zone haben, ist daher die Gemeinschaftswährung Dreh- und Angelpunkt ihres Denken und Handelns. Spekuliert ein europäischer Anleger zum Beispiel auf eine Aufwertung des Greenbacks gegen den Japanischen Yen, muss er immer auch die Kursentwicklung der beiden Währungspaare Euro/US-Dollar und Euro/Japanischer Yen im Blick behalten. Denn selbst wenn er in dem USD/JPY-Trade nominal 20 Prozent Gewinn (quasi auf US-Dollar-Basis) macht, ist es vorstellbar, dass durch eine ungünstige Entwicklung des Wechselkurses zwischen US-Dollar und Euro in Euro gerechnet weniger Gewinn als die angesprochenen 20 Prozent entsteht. Im ungünstigsten Fall sind auf Euro-Basis sogar Verluste vorstellbar. Für Anfänger im Devisensegment bietet es sich daher an, vornehmlich auf die Entwicklung von Währungspaaren zu spekulieren, wobei der eine Teil des Währungspaars die Heimatwährung sein sollte. Auf diese Weise lassen sich die Tücken der Cross Rates relativ einfach umschiffen.

Gewaltige Volumina verhindern Manipulationen

Einer der größten Vorteile der Devisenmärkte überhaupt sind die gewaltigen Handelsvolumina. Im Jahr 2007 wurden täglich Währungstransaktionen im Gegenwert von über 3,2 Billionen US-Dollar getätigt. Zu Beginn der 80er Jahre waren es gerade einmal 120 Millionen Dollar, so dass die Umsätze innerhalb von 27 Jahren um über 2500 Prozent explodiert sind.

Gewaltige Volumina verhindern Manipulationen

Einer der größten Vorteile der Devisenmärkte überhaupt sind die gewaltigen Handelsvolumina. Im Jahr 2007 wurden täglich Währungstransaktionen im Gegenwert von über 3,2 Billionen US-Dollar getätigt. Zu Beginn der 80er Jahre waren es gerade einmal 120 Millionen Dollar, so dass die Umsätze innerhalb von 27 Jahren um über 2500 Prozent explodiert sind.

So richtig erschließt sich die schiere Größe der Devisenmärkte allerdings erst, wenn man einen Vergleich zu den Umsätzen anderer Asset-Klassen vornimmt. Aktuell werden allein FOREX-Transaktionen von täglich 2,8 Billionen US-Dollar vorgenommen. Demgegenüber muten die 510 Millionen der US-Dollar-Anleihemärkte bescheiden an – von dem lediglich 75 Millionen Dollar umfassenden täglichen Handelsvolumen in US-Aktien ganz zu schweigen.

Dass bei derartigen Volumina, wie sie an den Devisenmärkten zu finden sind, Manipulationen faktisch ausgeschlossen sind, dürfte auf der Hand liegen. Bereits in Märkten wie Gold oder Öl, die sich gegenüber dem Devisensegment zwergenhaft ausnehmen, lassen sich die Notierungen durch den Kauf oder Verkauf von ein paar hundert Kontrakten nicht nennenswert beeinflussen. Und auch bei Aktien, die eine Marktkapitalisierung im Milliarden-Bereich aufweisen, müssten schwarze Schafe mehr Geld aufwenden, um die Notierungen in eine bestimmte Richtung zu lenken, als ihnen in der Regel zur Verfügung steht. Wirkliche Erfolge kann man mit Front Running und/oder Pushen nur bei recht marktengen und kleinen Aktientiteln erzielen. Am Devisenmarkt ist Derartiges allerdings nahezu völlig ausgeschlossen und deshalb wird der Bereich oft und zu Recht als fairster Markt der Welt bezeichnet.


Geringe Allokation zu anderen Märkten

Ein weiterer Punkt, der Devisen zu einer hochinteressanten Anlageklasse macht, ist die relativ geringe Allokation zu den Aktien-, Rohstoff- und Anleihemärkten. Zugegeben: In der Grundtendenz besteht ein gewisser Zusammenhang zwischen steigenden Aktienmärkten und einer festen Währung, da beides in der Regel das Resultat einer robusten und wettbewerbsfähigen Wirtschaft eines Landes ist. Soweit die Theorie. In der Praxis stellt es sich allerdings häufig anders dar. Aktuell ist der Japanische Yen in US-Dollar nur unweit von seinen Höchstständen entfernt. Völlig anders stellt sich die Lage bei den Aktienindizes dar: Der Dow Jones ist gerade einmal 1500 Zähler von seinem Allzeithoch entfernt, während der Nikkei seit seinen Höchstständen im Bereich um 40 000 Punkte in den 80er Jahren kontinuierlich von einem Tief zum nächsten taumelt und im tristen Verlauf gen Süden mittlerweile schon erkennbar im vierstelligen Bereich angekommen ist. Wer also im Vertrauen darauf, dass die amerikanische Volkswirtschaft langfristig erfolgreicher agiert als die japanische, auf einen steigenden US-Dollar gegenüber dem Yen gesetzt hat statt auf steigende Aktienkurse, hat in den letzten Dekaden wohl eine der bittersten Enttäuschungen seines ganzes Lebens erlebt. Die Devisenmärkte werden teilweise durch ganz besondere Faktoren geprägt, wie im vorliegenden USA-Japan-Beispiel unter anderem durch den bekannten Drang der Japaner, im Falle von Katastrophen im Inland die in anderen Währungen angelegten Reserven in Yen zu tauschen. Dadurch wird die japanische Valuta so stark gestützt, dass selbst die Notenbank letztlich machtlos ist.

Devisenspekulanten sollten die Besonderheiten dieser Märkte (auf die hier aus Platzgründen nicht detailliert eingegangen werden kann) unbedingt kennen. Andernfalls kann man sich – wie gezeigt – sehr schnell die Finger verbrennen. Und auf jeden Fall ist es ratsam, sich hinsichtlich der volkswirtschaftlichen Daten aus den Staaten, in dessen Währungen man investiert ist, auf dem Laufenden zu halten.

Trends oft über viele Jahre

Ein weiteres Phänomen an den Devisenmärkten ist die Tatsache, dass Trends oftmals erheblich länger dauern als in anderen Börsensegmenten. Zwar gibt es selbstverständlich auch Aktien-Bullenmärkte, die über viele Jahre (teilweise sogar über eine ganze Dekade) intakt sind. Doch während solche sehr langfristigen Trends bei Aktien eher die Ausnahme als die Regel darstellen, ist es im Devisenbereich genau umgekehrt. Dort sind Trends über zehn Jahre oder noch länger keine Seltenheit. Zur Veranschaulichung genügt ein Blick auf die längerfristige Entwicklung des Wechselkurses zwischen Euro und US-Dollar. Das ganz große Bild ab 1953 (die DM-Kurse bis 1999, umgerechnet in Euro) belegt, dass sich die Gemeinschaftswährung in einem langjährigen und intakten Aufwärtstrend gegenüber dem US-Dollar bewegt. Die letzten Jahrzehnte ging es regelmäßig zehn Jahre aufwärts und dann fünf Jahre abwärts. Der letzte Aufwärtstrend dauerte nur acht Jahre. Seit 2008 geht es wieder abwärts – und zwar in einem bilderbuchmäßigen Trendkanal.



Das längere Zeitfenster bei Devisentrends hat für eher passive Anleger den entscheidenden Vorteil, dass sie ihr Investment nicht so intensiv beobachten müssen wie bei anderen Anlageklassen und am Ende trotzdem in den meisten Fällen gutes Geld verdienen. Aber auch aktive Trader können sich die Langfristigkeit von Devisentrends zunutze machen. Ist man in ein entsprechendes Hebelprodukt eingestiegen, warten kluge Anleger ab, bis ein genügend hoher Gewinn entstanden ist, der dazu führt, dass die Hebelwirkung nachlässt, stellen die Position glatt und eröffnen zeitnah eine neue Position ohne verwässerte Hebelwirkung. Treibt man dieses Spiel über viele Jahre, sollte ein mehr als netter Ertrag herauskommen, selbst wenn man bei zwischenzeitlichen Korrekturen ab und zu auch einmal auf dem falschen Fuß erwischt werden kann und mit einzelnen Transaktionen Verluste einfährt.

Abwertungswettkampf bei Leitwährungen

Währungen sind nicht gleich Währungen, so dass es sinnvoll erscheint, eine Klassifizierung vorzunehmen. Unter Bedeutungsgesichtspunkten ganz vorn stehen dabei die oft als Weltleitwährungen bezeichneten Währungen, zu denen neben dem US-Dollar auch der Euro, das Britische Pfund, der Japanische Yen sowie der Schweizer Franken gehören. Mit leichten Abstrichen können zudem der Kanadische, der Australische und der Neuseeländische Dollar hinzugezählt werden. Die beiden erstgenannten Währungen werden noch unter dem Punkt Rohstoffwährungen näher betrachtet.

So unterschiedlich die Länder mit den klassischen Leitwährungen in gewissen Punkten auch sein mögen, in Sachen Zahlungsmittel haben sie eines gemeinsam: Allen Ländern ist an einer Abwertung der eigenen Valuta gegenüber den anderen Währungen sowie an einer steigenden Inflation gelegen. Eine Abwertung sorgt dafür, dass die im Inland produzierten Waren in anderen Währungsräumen günstiger werden und sich somit besser verkaufen. Wie sehr exportorientierte Länder wie Japan oder die Schweiz unter der Stärke der heimischen Währung leiden, konnte man in den letzten Jahren immer wieder gut beobachten. Die Notenbanken haben nahezu alles versucht, um die eigene Valuta zu schwächen. Wirklich von Erfolg gekrönt waren sämtliche Maßnahmen jedoch nicht, da die beiden Währungen als typische sichere Häfen gelten, die vor allem in den zurückliegenden Monaten überdurchschnittlich gefragt waren. In allerletzter Konsequenz besteht für die Notenbanken jedoch immer noch die Option, zusätzliches Geld zu drucken. Dadurch wird längerfristig zwar die Inflation angeheizt und der Wohlstand der Bürger schrittweise terminiert, aber das nehmen die Verantwortlichen in Kauf. Genau genommen ist die schleichende Geldentwertung sogar das, worauf man es abgesehen hat. Die Inflation ist bekanntlich der Feind des Gläubigers und der Freund des Schuldners. Und derzeit gibt es auf der Erde wohl kaum jemanden, der mehr Schulden hat als die Länder, in denen mit den Weltleitwährungen bezahlt wird. Richtet man sein Augenmerk beispielsweise auf den Schuldenstand der großen Euro-Nationen, fällt auf, dass mittlerweile kein einziges Land mehr die 60-Prozent-Höchstmarke aus dem Maastricht-Vertrag einhält. Laut den jüngsten Zahlen liegt die spanische Staatsverschuldung aktuell ebenfalls bei rund 70 Prozent. Auch Großbritannien, mit einer Staatsverschuldung von 80 Prozent der jährlichen Wirtschaftsleistung, ist ebenfalls gedient. Das vor einigen Wochen geschnürte Konjunkturpaket wird aller Voraussicht nach nicht dazu beitragen, dass der Schuldenberg geringer wird.



In anderen wichtigen Wirtschaftsräumen sieht es sogar noch schlimmer aus. In Japan hat die Staatsverschuldung kürzlich erstmals die 200-Prozent-Marke, bezogen auf das Bruttoinlandsprodukt, erreicht und in den USA liegt sie mittlerweile um die 100 Prozent. Einzig und allein die Schweiz scheint ihre Finanzen einigermaßen im Griff zu haben. Im Alpenland liegt die Verschuldung erkennbar unter der Maastricht-Grenze.



Addiert man die gesamten Staatsschulden der Länder, in denen eine der Weltleitwährungen offizielles Zahlungsmittel ist, kommt man schnell auf einen Betrag, der umgerechnet jenseits der Marke von 40 Billionen Dollar liegt. Dass derartige Schuldenberge auf reguläre Art und Weise faktisch eigentlich nicht mehr zurückbezahlt werden können, liegt auf der Hand. Und genau deshalb ist eine möglichst hohe Inflation für Schuldnerstaaten zwingend erforderlich. Denn durch die schleichende Geldentwertung werden die Schulden zwar nominal nicht weniger, aber unter Berücksichtigung der Kaufkraft werden die Verbindlichkeiten – relativ gesehen – geringer. Von daher besteht für die betreffenden Staaten eine fast zwingende Notwendigkeit, einen regelrechten Abwertungswettkampf zu führen, wie er gegenwärtig stattfindet. Die Frage ist nur, wer diesen Abwertungswettkampf gewinnt. In den vergangenen Jahren waren die USA in dieser Disziplin klar führend. Gegenüber nahezu allen anderen Weltleitwährungen wertete der Greenback seit Anfang des dritten Jahrtausends kontinuierlich ab. In Bezug auf den Japanischen Yen und den Schweizer Franken ist diesbezüglich auch nicht mit einer nachhaltigen Trendwende zu rechnen. Anders sieht es im Verhältnis Euro/US-Dollar aus. Bei diesem Währungspaar muss – sofern sich die recht düsteren konjunkturellen Perspektiven bewahrheiten – mit einer weiteren Aufwertung der US-Valuta gegen die Gemeinschaftswährung gerechnet werden, weil der US-Dollar aus nur schwer nachvollziehbaren Gründen unter Anlegern unverändert als sicherer Hafen gilt. Hinzu kommt, dass die Europäische Zentralbank trotz gegenteiliger Beteuerungen auch künftig Anleihen von Krisenländern erwerben muss. Bezahlt werden diese mit frisch gedrucktem Geld. Die amerikanische FED agiert bereits seit Jahren in dieser Weise, aber die EZB hat sich bislang immer vehement gegen solche Markteingriffe gewehrt. Umso allergischer reagieren die Marktteilnehmer nun natürlich auf die Kehrtwende. Dies ist der Hauptgrund, warum der Euro gegen den Greenback zuletzt derart deutlich unter die Räder geriet und Wahrscheinlichkeit besteht, dass sich diese Entwicklung fortsetzt.

Für Anleger mit einer stark unterdurchschnittlich ausgeprägten Risikoneigung, die von einem festen Dollar in Euro ausgehen, bietet sich das USD/EUR-Kapitalschutzzertifikat der Deutschen Bank an (WKN DB4BZL). Einziger Nachteil: Das Zertifikat hat nur noch eine Laufzeit bis zum 04.05.2012. Sofern der Greenback also nicht zeitnah zur ultimativen Mega-Aufwertungsrallye gegenüber der Gemeinschaftswährung ansetzt, hält sich das Gewinnpotenzial in Grenzen. Daran ändert auch die 130-prozentige Partizipationsrate nichts, die dem Grunde nach einer Hebelwirkung von 1,3 entspricht. Dennoch: Sollte der Euro seine starke Unterstützung bei 1,20 Dollar zumindest testen, entspräche dies einem Kursplus beim Währungspaar USD/EUR von etwa 6,35 Prozent. Unter Berücksichtigung der angesprochenen Partizipationsrate errechnet sich eine Gesamtrendite von knapp 8,3 Prozent. Für einen Anlagezeitraum von nur einigen Monaten und vor dem Hintergrund, dass es sich um ein Garantie-Zertifikat handelt, stellt dies zwar keine sensationelle, aber doch vernünftige Rendite dar.

Investoren mit mehr Lust auf Risiko müssten eigentlich zu einem Turbo-Long-Zertifikat auf USD/EUR greifen. Leider ist die Auswahl an solchen Zertifikaten sehr gering, so dass es sinnvoller erscheint, die Marktmeinung eines steigenden Dollars gegenüber dem Euro über ein Turbo-Short-Zertifikat auf EUR/USD zu handeln. Ein Rückgang der Gemeinschaftswährung auf 1,20 US-Dollar würde einer Bewegung im Underlying von rund sechs Prozent entsprechen. Um diese in einen anständigen monetären Gewinn umzumünzen, bietet sich unter anderem das Turbo-Short-Zertifikat auf EUR/USD von HSCB Trinkaus mit der WKN TB73E5 an. Bei einem Basispreis von 1,4086 Dollar, der gleichzeitig auch als Knock-out-Schwelle fungiert, errechnet sich bei dem Open-End-Produkt eine Hebelwirkung von knapp 9,3. Wird der Support bei 1,20 Dollar also tatsächlich in Angriff genommen, läge die Rendite bei über 50 Prozent. Der Spread ist mit nur drei Cents (knapp 0,3 Prozent) völlig akzeptabel. Wer beim Spread einen Cent sparen möchte, kann sich das Konkurrenz-Produkt der DZ Bank (WKN DZ7G28) ansehen. Diese Scheine weisen bei einem Basispreis (= Knock-out-Schwelle) bei 1,4135 Dollar einen Leverage-Effekt von ebenfalls annähernd 9,3 auf. Allerdings ist die Laufzeit bis zum 25.07.2012 begrenzt, was jedoch nicht weiter schlimm ist. Denn man kann danach gleich eine neue Short-Postion aufbauen, die dann auch wieder über eine höhere Hebelwirkung verfügt. Insofern bietet sich der DZ-Schein eher für aktive Trader an, das HSBC-Zertifikat ist eher etwas für Anleger, die sich nicht ständig um ihre Investments kümmern und diese einfach auch einmal über ein oder zwei Jahre laufen lassen möchten.

Tendenziell Abstand nehmen sollten Trader von den Währungspaaren EUR/JPY und EUR/CHF. Obwohl die japanische Valuta unter fundamentalen Aspekten maßlos überbewertet erscheint, könnten der besondere Nationalstolz und die Heimatverbundenheit der Japaner dafür sorgen, dass der Yen trotz Schuldenkrise und wirtschaftlichen Problemen in der drittgrößten Volkswirtschaft der Erde gegen den Euro nicht nennenswert abwertet. Und der Schweizer Franken ist unter den Weltleitwährungen ohnehin das Zahlungsmittel, bei dem eine Abwertung am unwahrscheinlichsten ist. In Bezug auf das Währungspaar EUR/GBP lässt sich momentan noch schwer abschätzen, welche Währung den Abwertungswettkampf gewinnt, so dass sich Investments in diesem Underlying ebenfalls nicht gerade aufdrängen.

Wer sich vor der Cross-Rate-Problematik nicht scheut, kann sein Glück auch mit einem Turbo-Long-Engagement auf den Wechselkurs zwischen CHF/GBP versuchen. Ungeachtet der jüngsten scharfen Korrektur ist der Aufwärtstrend noch intakt, so dass sich die Rücksetzer längerfristig als gute und vielversprechende Einstiegsgelegenheit entpuppen könnten. Schließlich sind die Schweizer Staatsfinanzen doch ungleich solider als die britischen. Für diese Trading-Idee bietet der Markt lediglich ein passendes Produkt an. Dabei handelt es sich um den Schein der RBS mit der WKN AA1L2H. Basispreis und Knock-out-Schwelle sind mit 0,5350 respektive 0,5460 Britische Pfund weit genug vom aktuellen Kurs entfernt, dass ein wertloser Verfall der Scheine nicht sonderlich wahrscheinlich ist. Das Produkt ohne Laufzeitbegrenzung weist eine Hebelwirkung von vergleichsweise bescheidenen 4,7 auf. Dennoch: Sollte der Schweizer Franken in Britischen Pfund sich wieder zu seinen alten Hochs aufmachen, käme ein mehr als schöner Gesamtgewinn heraus. Aber Vorsicht: Zur Stunde ist charttechnisch noch keine Bodenbildung erkennbar, so dass für diesen Trade – unabhängig von der Cross-Rate-Problematik für in Euro denkende Investoren – schon ein hohes Maß an Risikobereitschaft vonnöten ist.

Vorsicht bei Rohstoff-Währungen

Abgesehen von den Weltleitwährungen gibt es Währungen, die sich als Rohstoff-Währungen bezeichnen lassen, und speziell bei diesen sollten Anleger eher Abwertungs- als Aufwertungsrunden einkalkulieren. Hierzu gehören neben etablierten Valuten wie dem Kanadischen und Australischen Dollar vor allem Schwellenländer-Währungen wie unter anderem der Brasilianische Real, der Südafrikanische Rand oder der Russische Rubel – um nur einige zu nennen. Im Zuge der seit nunmehr rund einer Dekade laufenden Rohstoff-Hausse konnten die betreffenden Währungen zum Teil sogar sehr deutlich aufwerten. Hintergrund: Durch die steigenden Notierungen bei vielen Schätzen von Mutter Natur ließ sich mit der Förderung und/oder dem Anbau von Rohwaren gutes Geld verdienen. Die Folge waren ein überproportionales Wirtschaftswachstum sowie eine vergleichsweise solide Situation im Hinblick auf die Staatsfinanzen. Und genau das ist der Stoff, aus dem Währungsaufwertungen gemacht sind. Dummerweise kann sich die Rohstofflastigkeit einer Volkswirtschaft, die in den letzten Jahren ein Segen war, im Handumdrehen in einen Fluch verwandeln. Denn Rohstoffe gehören zu den konjunktursensitivsten Asset-Klassen überhaupt. Primär betrifft das die Bereiche Metalle und Energie, aber auch Genussmittel wie Kaffee, Kakao, Fleisch oder Orangensaft weisen eine nicht unerhebliche Abhängigkeit von einer florierenden Volkswirtschaft ab. Und zumindest in den kommenden Monaten sollten Anleger nicht von einem allzu stürmischen Wirtschaftswachstum rund um den Globus ausgehen, so dass die Nachfrage nach Metallen und Energieträgern tendenziell sinken könnte. Da in den abgelaufenen Jahren gleichzeitig zusätzliche Produktionskapazitäten aufgebaut wurden, muss damit gerechnet werden, dass das drohende Überangebot in vielen Bereichen über den Preis wieder ins Gleichgewicht gebracht wird. Volkswirtschaften wie die kanadische oder die australische können potenzielle Einnahmeeinbußen noch relativ leicht durch höhere Erträge in anderen Segmenten kompensieren, da es sich bei den beiden Staaten um wirtschaftlich vollständig entwickelte Industrienationen handelt. Dennoch kann nicht ausgeschlossen werden, dass auch die „kleinen“ Dollars (Aussie- und Kiwi-Dollar) ihre Höchststände gegenüber dem Greenback gesehen haben. Da die beiden erwähnten Staaten allerdings unter Verschuldungsaspekten unverkennbar besser dastehen als die USA, sollte sich das Abwertungspotenzial des Australischen und des Neuseeländischen Dollars gegen den US-Dollar in Grenzen halten.

Anders sieht es bei den Rohstoff-Währungen aus Schwellenländern aus. Bei diesen droht im Fall stark fallender Rohwaren-Notierungen eine ausgemachte Wirtschaftskrise, die in letzter Konsequenz die inländische Valuta belasten dürfte. In Anbetracht der Tatsache, dass die Preise für Metall- und Energie-Rohstoffe bereits seit Sommer vergangenen Jahres unter Abgabedruck stehen, ist es daher keine große Überraschung, dass die angesprochenen Rohstoff-Währungen aus Schwellenländern zuletzt erkennbar gegen den US-Dollar und im Besonderen gegen den Schweizer Franken abwerteten. Wenigstens auf Sicht von sechs bis zwölf Monaten dürfte sich dieser grundsätzliche Trend fortsetzen. Am sinnvollsten wäre es natürlich, auf eine Aufwertung des soliden Schweizer Franken gegen den Brasilianischen Real, den Südafrikanischen Rand oder den Russischen Rubel zu spekulieren. Unglücklicherweise gibt es auf diese Währungspaare keine vernünftigen Derivate. Erschwerend kommt hinzu, dass sich der Angebotsmangel am Derivate-Himmel auch auf die Währungspaare USD/RUB, USD/ZAR und USD/BRL erstreckt. Somit können Anleger eigentlich nur auf Grundlage des Euros gegen die Rohstoff-Währungen aus den rohstofforientierten Emerging Markets setzen. Das mag zwar angesichts der Probleme, mit denen die Gemeinschaftswährung derzeit zu kämpfen hat, eventuell nicht ganz optimal sein, da auch der Euro dem Grunde nach ein beträchtliches Abwärtspotenzial besitzt. Dies gilt jedoch primär im Vergleich zu anderen Weltleitwährungen. Sollten das globale Wirtschaftswachstum am Ende vielleicht sogar noch geringer ausfallen, als momentan befürchtet, und ausgewählte europäische Länder sogar zeitweilig in die Rezession fallen, werden die Rohstoffpreise derart stark einbrechen, dass die entsprechenden Schwellenländer-Währungen erkennbarer abwerten als die Gemeinschaftswährung.

Aber welche Währung der drei großen Rohstoff-Schwellenländer hat gegenüber dem Euro das größte Abwertungspotenzial? Relativ stabil halten könnte sich der Russische Rubel. Nach dem freien Fall der russischen Valuta im Zusammenhang mit der Finanz- und Wirtschaftskrise 2007/2008 von etwa 35 auf in der Spitze 45 Rubel für einen Euro, hat sich die russische Währung zuletzt wieder stabilisiert. Und dafür gibt es gute Gründe: Obgleich Russland auch über unzählige Metallvorkommen unterschiedlichster Arten verfügt, ist das Land vor allem für seine fast unvorstellbar großen Mengen an Energie-Rohstoffen bekannt, die sich selbst in den anstehenden wirtschaftlich schwierigen Zeiten besser halten sollten als viele (Industrie-) Metalle. So scheint der Ölpreis mittlerweile ein Niveau erreicht zu haben, von welchem aus sich das künftige Abwärtspotenzial in Grenzen halten dürfte. Gleiches gilt für die Erdgaspreise, obwohl die New Yorker Notierungen auf die Preise für russisches Erdgas lediglich mäßige Auswirkungen haben. Durch langfristige Lieferverträge sind die Erdgaspreise an die Entwicklung der Notierungen des schwarzen Goldes gekoppelt. Insgesamt ist daher die Annahme vertretbar, dass der Russische Rubel das geringste Abwertungspotenzial gegenüber dem Euro hat. Etwas anders stellt sich die Lage beim Brasilianischen Real dar: Zwar verfügt auch das Land am Zuckerhut über beträchtliche Ölvorkommen – insbesondere vor der Küste. Größtenteils wird der geförderte Schmierstoff der Weltwirtschaft im Land selbst verbraucht und ist nicht für den Export bestimmt. Nicht zuletzt deshalb gehört Brasilien zu den Ländern, die ihren Ölverbrauch komplett durch eigene Vorkommen decken und damit auf Einfuhren verzichten können. Dafür sitzen die Brasilianer auf gigantischen Metallvorkommen. In erster Linie finden sich in dem Land riesige Eisenerz-Lagerstätten, aber auch nahezu alle anderen Metalle schlummern im brasilianischen Erdreich. Da dieser Bereich erfahrungsgemäß in wirtschaftlichen Schwächephasen mit am heftigsten unter die Räder gerät, sollten Anleger in Bezug auf die künftige ökonomische Entwicklung im Samba-Staat nicht zu optimistisch sein. Dass auch dort nur mit Wasser gekocht wird, belegten die unlängst wenig überzeugenden volkswirtschaftlichen Daten. Auf der anderen Seite gehört Brasilien zu den bedeutendsten Agrarnationen. Genau genommen gibt es kaum gängige Nahrungs- und Genussmittel, die in dem Land nicht produziert werden. Dieser Umstand sollte die brasilianische Wirtschaft und damit schlussendlich auch den Real stabilisieren. Gegessen wird immer.

Am aussichtsreichsten erscheint mithin eine Spekulation auf eine Aufwertung des Euros gegen den Südafrikanischen Rand. Schließlich ist der Abbau von (Edel-) Metallen das traditionelle Rückgrat der südafrikanischen Wirtschaft. Und nachdem Gold und Co. jahrelang fast nur den Weg nach oben kannten, ist der Bullenmarkt unlängst erkennbar ins Stocken geraten und nicht einmal ein Ende der Super-Hausse kann gegenwärtig ausgeschlossen werden. Aber selbst wenn es dazu nicht kommen sollte, wird es für Südafrika in Zukunft immer schwieriger werden, die Rentabilität bei der Metallförderung aufrecht zu erhalten. Bereits zu den momentan immer noch ansehnlichen Kursen haben viele Minenbetreiber im Staat am Kap Schwierigkeiten, Gewinne zu erwirtschaften, da die erdnahen Vorkommen nahezu vollständig ausgebeutet sind und sich die noch vorhandenen Reserven in großer Tiefe befinden. Das verteuert den Abbau erheblich. Auch hat Südafrika – anders als andere Länder – die jahrelang sprudelnden Einnahmen aus Metallverkäufen nur eingeschränkt zum Auf- und/oder Ausbau alternativer Wirtschaftszweige genutzt, so dass die Abhängigkeit von diesem Sektor nicht nennenswert verringert werden konnte. Insgesamt könnten auf die südafrikanische Volkswirtschaft und somit auch auf den Rand schwere Zeiten zukommen.

Auch wenn sich der Euro in Südafrikanischen Rand seit Anfang letzten Jahres in einem intakten Aufwärtstrend bewegt, gehört gegenwärtig unzweifelhaft eine gewisse Portion Mut dazu, um auf eine weitere Aufwertung des Euros gegen die südafrikanische Valuta zu wetten. Denn die jüngste Schwächephase des Euros hatte auch zur Folge, dass der Südafrikanische Rand in den vergangenen Wochen von 11,50 auf aktuell knapp unter 10,50 Rand für einen Euro aufwertete. Anleger, die sich davon nicht irritieren lassen, finden eine Vielzahl von Turbo-Long-Produkten auf EUR/ZAR. Für eher aggressive Trader bietet sich beispielsweise das Zertifikat der DZ Bank mit der WKN DZ5JV9 an. Ein Basispreis sowie eine Knock-out-Schwelle bei 9,54 Südafrikanischen Rand verleiht den Scheinen ohne Laufzeitbegrenzung eine Hebelwirkung von 11,65. Angesichts dieses recht hohen Leverage lassen sich mit dem Zertifikat selbst bei einer nur überschaubaren Aufwertung der Gemeinschaftswährung gegen den Rand durchaus ansehnliche Gewinne erzielen. Wer die Angelegenheit lieber etwas defensiver angehen möchte, kann zum Turbo-Long-Zertifikat auf EUR/ZAR der Deutschen Bank (WKN DE6S7K) greifen. Auch diese Scheine haben keinen Verfallstermin und hebeln die Entwicklung des Währungspaars mit dem Faktor 6,17. Dass die Knock-out-Schwelle bei 8,77 Südafrikanischen Rand (Basispreis 8,73 Rand) unterschritten wird, erscheint bei den gegenwärtigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen im Kap-Staat nicht sonderlich wahrscheinlich.

Chinesischer Yuan mit Aufwärtspotenzial

Neben den Weltleitwährungen und den Rohstoff-Währungen kann man die weltweiten Zahlungsmittel noch in eine dritte Gruppe unterteilen. Diese umfasst Währungen aus stark wachsenden Schwellenländern, deren Wirtschaft nicht oder kaum auf die Produktion und den Verkauf von Rohwaren ausgerichtet ist. Dazu zählen neben dem Südkoreanischen Won und dem Singapur-Dollar unter anderem auch die Indische Rupie und insbesondere der chinesische Yuan (Renminbi). Während sich das Aufwertungspotenzial im Vergleich zum Euro beim Won, dem Singapur-Dollar oder dem Thailändischen Bath (um nur einige zu nennen) wegen der sich auch in diesen Ländern abzeichnenden Wachstumsschwäche in Grenzen halten sollte, könnte sich im Speziellen der Yuan langfristig zu einer neuen Weltleitwährung entwickeln. In Bezug auf die indische Rupie sollte man diesbezüglich nicht so optimistisch sein, da Indien zwar unverändert ein stark überdurchschnittliches Wirtschaftswachstum aufweist, aber gleichzeitig mit einer ausufernden Inflation zu kämpfen hat. Diese könnte die Lust ausländischer Investoren, auf die indische Valuta zu setzen, erheblich bremsen. Ganz anders stellt sich die Situation im Reich der Mitte dar. In Anbetracht der ebenfalls außergewöhnlich dynamischen wirtschaftlichen Wachstumsdynamik hat zwar auch China mit einer relativ hohen schleichenden Geldentwertung zu kämpfen, jedoch liegt sie unterhalb des Wirtschaftswachstums. Mit einer Teuerungsrate von zuletzt 5,4 Prozent war die Inflation nur gut halb so hoch wie das Wirtschaftswachstum (9,7 Prozent).

Der zweite Aspekt, der neben dem stürmischen Wachstum für eine tendenzielle Aufwertung des Yuan spricht, ist die mehr als komfortable Lage der chinesischen Staatsfinanzen. Anders als in den potenziellen Pleitestaaten sind Schulden im Reich der Mitte fast schon ein Fremdwort. Statt Verbindlichkeiten hat das kommunistische Regime in den zurückliegenden Jahren nämlich massive Devisenreserven aufgebaut. Anfang 2008 verfügten die Chinesen noch über Devisenreserven von rund 1,6 Billionen Dollar. Vor kurzem wurde schon die Drei-Billionen-Marke überschritten.



Bedenkt man in diesem Zusammenhang, dass sich die chinesischen Devisenreserven seit 1999 rund verzwanzigfacht haben, wohingehend die Devisenreserven der USA und Europas stagnierten oder sogar leicht zurückgingen, zeigt dies überdeutlich, dass das Reich der Mitte monetär fast schon in einer völlig anderen Liga spielt. Über kurz oder lang wird angesichts dieser Rahmenbedingungen kaum ein Weg an einer Aufwertung des Yuans gegenüber den heute noch als Weltleitwährungen bezeichneten Zahlungsmitteln vorbeiführen. Bisher hatte das Land seine Währung künstlich niedrig gehalten, um die eigene Export-Wirtschaft zu stärken. Nach massiver Kritik, insbesondere aus den USA, ist Peking in dieser Angelegenheit schon vor einiger Zeit zurückgerudert und hat die feste Koppelung des Yuans an den US-Dollar aufgegeben. Seither kann die chinesische Valuta frei floaten und wertete folgerichtig bereits erkennbar auf. Mussten Anfang 2008 für einen Euro noch rund elf Yuan auf den Börsentresen gelegt werden, sind es aktuell nur noch gut acht Yuan. Insgesamt befindet sich die Gemeinschaftswährung gegen die chinesische Valuta seit nunmehr rund vier Jahren in einem lupenreinen Abwärtstrend, der sich nach dem Bruch der wichtigen Unterstützung bei etwa 8,15 Yuan fortsetzen sollte.

Um an dieser recht wahrscheinlichen Entwicklung zu partizipieren, müssen Investoren zu den guten alten Optionsscheinen greifen, die nach dem Hebelzertifikate-Boom der letzten Jahre fast schon in Vergessenheit geraten sind. Geeignet sind in diesem Zusammenhang vor allem Put-Optionsscheine auf den Wechselkurs EUR/CNY. Investoren mit einem etwas längeren Anlagehorizont dürften mit dem Schein der Deutschen Bank (WKN DE6RQA) gut bedient sein. Bei einem Basispreis von 8,40 Yuan notiert der Schein mit einer Laufzeit bis zum 18.12.2012 im Geld, was bei Optionsscheinen ein nicht zu unterschätzender Vorteil ist. Ergibt sich der Preis eines Optionsscheins nämlich ausschließlich aus dem Zeitwert, sorgen die berühmt-berüchtigten Griechen (Kennzahlen wie Delta, Omega, Theta) nicht selten für Taxen, die für Anleger nur schwerlich nachvollziehbar sind. Weiterer Pluspunkt: Bei einer Hebelwirkung von über zwölf reichen bereits kleinere Abwertungsrunden zulasten des Euros, um ansehnliche Gewinne zu erzielen. Zwar hätte der Spread mit knapp 2,3 Prozent sicherlich etwas kleiner ausfallen können. Angesichts fehlender Konkurrenzprodukte und des Umstands, dass die erforderlichen Absicherungsgeschäfte nicht ganz einfach sind, ist die Differenz zwischen Kauf- und Verkaufkursen aber noch akzeptabel.

Wer es eher auf den schnellen Euro abgesehen hat, kann sich den Kauf des ebenfalls von der Deutschen Bank stammenden Put-Optionsscheins auf EUR/CNY mit der WKN DE6RNR überlegen. Bei einem identischen Basispreis wie dem oben genannten Put und einer Laufzeit bis zum 16.06.2012 errechnet sich eine Hebelwirkung von über 16. Beide Optionsscheine können an jedem Tag während der Laufzeit ausgeübt werden (amerikanische Variante).



Autor: Marc Nitzsche

Dieser Artikel ist erschienen im !DERIVATE MAGAZIN Ausgabe 01I2012. Das ! DERIVATE MAGAZIN erhalten Sie quartalsweise an ausgewählten Zeitungskiosken für 10 Euro / Ausgabe . Bequemer ist der Bezug per Abonnement. Gehen Sie hierfür auf unsere Webseite: www.derivate-online.de

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