Kolumnen & Analysen Devisen

Tagesausblick Renten/Devisen: Inflation setzt Fed nicht unter Druck
Helaba Floor Research - Forex - 13.07.2017

Auf Interesse stoßen heute die Erzeugerpreise in den USA, denn sie liefern Hinweise auf die morgen zur Veröffentlichung anstehenden Verbraucherpreise. Der Inflationsentwicklung kommt vor dem Hintergrund des zu erwartenden Zinserhöhungspfads eine hohe Bedeutung zu. Für die heutigen Daten aus dem Monat Juni wird mit einem kleinen Vormonatsanstieg des Gesamtindexes gerechnet, weshalb die Jahresveränderungsrate stagnieren dürfte. Die Ölpreise waren Anfang Juni höher als Anfang Mai, sie sind aber im weiteren Monatsverlauf deutlich gesunken. Vor diesem Hintergrund sollte auch im laufenden Monat eine tendenziell schwache Preisentwicklung einkalkuliert werden. Ohne Nahrungsmittel- und Energiepreise bleibt das Umfeld sowohl im Monats- als auch im Jahresvergleich moderat. Aufgrund des geringen Preisdrucks steht die US-Notenbank nicht unter Druck, die Leitzinsen schnell zu erhöhen. Fed-Chefin Yellen hat gestern zwar davon gesprochen, dass die Wirtschaftserholung weitere graduelle Zinserhöhungen erlaube, wegen des recht niedrigen neutralen Zinssatzes müsse der Leitzins aber nicht allzu deutlich steigen, um zu einer neutralen Haltung zu kommen. Zudem hat Yellen die Unsicherheit der Inflationsentwicklung hervorgehoben. Vor diesem Hintergrund haben sich die Leitzinserwartungen wenig verändert. Bis Ende 2018 wird weiterhin nur eine einzige Erhöhung vollständig eskomptiert. Am zweiten Tag der Yellen-Anhörung – heute vor dem Bankenausschuss des US-Senats – wird es voraussichtlich keine neuen Informationen geben, die Einfluss auf die Zinserwartungen haben.

Widerstände im Blick



Die Anhörung der Fed-Chefin hat wenig neue Erkenntnisse und keinen nennenswerten Anstieg der US-Zinserwartungen mit sich gebracht. Somit konnte sich der Future gut behaupten und hat inzwischen einen Großteil seiner Vorwochenverluste wettgemacht. Die Widerstände bei 161,68 und 162,23 sind derweil noch intakt. Erst ein Anstieg hierüber würde das uneinheitliche technische Bild verbessern. Sollten allerdings mittelfristig wieder Störfeuer in Form von EZB-Zinsspekulationen aufflammen, dürfte die Unterstützung um 160,30 erneut in Fokus geraten.

Yellen verleiht Dollar keine Flügel



Der Euro konsolidierte im Vorfeld der Yellen-Anhörung unterhalb von 1,15 USD. Obwohl es die Notenbankchefin vermieden hat, die gering ausgeprägten Zinserwartungen zu beflügeln, hat der Euro sein erhöhtes Niveau über 1,14 nur knapp halten können. Sollte die Hürde bei 1,1500 überwunden werden, entstünde Potenzial bis zum 2016er Hoch bei 1,1614. Unterstützungen sind bei 1,1380 und im Bereich 1,1285/1,1310 zu finden.

Autor:>/strong> Helaba Floor Research, www.helaba.de

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