Kolumnen & Analysen Devisen

Tagesausblick Renten/Devisen: USA: Zinserwartungen abhängig von Personen?
Helaba Floor Research - Forex - 05.10.2017

Die spanische Zerreißprobe bleibt ein Thema an den Finanzmärkten, auch wenn sich bisher keine generelle Risikoaversion bei den Marktteilnehmern herausbildet. So konnte der DAX ein neues Allzeithoch markieren und auch der Euro hat sich von der Schwäche zu Wochenbeginn wieder erholt. Hier spielt möglicherweise das Personalkarussell bezüglich der US-Notenbank eine Rolle. Anscheinend befinden sich amtierende und ehemalige Mitglieder des Board of Governors in der engeren Auswahl, darunter auch Fed-Chefin Yellen, deren Wiederernennung aber fraglich erscheint. Daneben wurde am Wochenende Kevin Warsh genannt, während aktuell Jerome Powell hoch gehandelt wird. Powell ist seit 2012 Mitglied des Boards und seine Amtszeit endet planmäßig im Januar 2028. Schwerpunkt seiner Tätigkeit ist die Finanzmarktregulation. Marktteilnehmer spekulierten daher zur Wochenmitte auf eine insgesamt weniger „hawkishe“ Zinspolitik der Fed unter seinem Vorsitz. Als Außenseiter wird unter anderem John Taylor, bekannt durch die nach ihm benannte Taylor Rule, ins Spiel gebracht und auch Gary Cohn, der Wirtschaftsberater des Präsidenten ist noch immer im Rennen, allerdings ist er kein ausgewiesener Geldtheoretiker. Letztlich muss ein Kandidat für den Vorsitz durch den Senat bestätigt werden. Donald Trump muss daher genau abwägen, welchen Vorschlag er unterbreitet, denn bisher hat der Senat dem Präsidenten nicht allzu viele Erfolgserlebnisse beschert. Vor dem Hintergrund dieser Personaldiskussionen die zuletzt sehr starken Konjunkturdaten zu ignorieren, erscheint uns fragwürdig. Zur Erinnerung: Der ISM-Index des Verarbeitenden Gewerbes steht bei 60,8 Punkten und damit auf dem höchsten Niveau seit 2004, sein Pendant im Servicesektor und der Pkw-Absatz erreichten die besten Werte seit 2005. Rabattaktionen der Hersteller und die Ersatzbeschaffungen wegen der Hurrikanschäden haben bei den Pkw-Verkäufen vermutlich eine Rolle gespielt.

Bund-Future: Erholung ja, Entwarnung nein



Der deutsche Rentenmarkt steht im Einfluss der Zinserwartungen in den USA, die wiederum von Spekulationen über den zukünftigen Fed-Chef abhängig gemacht werden (siehe Seite 1). Im Hoch notierte der Future bei 161,82. Von technischer Seite kann aber noch keine Entwarnung gegeben werden. Widerstände lokalisieren wir um 162,00. Unterstützungen sind bei 160,65 und 160,24 zu finden. Trading-Range: 160,65 – 161,82.

Euro profitiert von Fed-Spekulationen



Der Euro hat sich gut behauptet, wofür unter anderem Spekulationen verantwortlich gemacht werden, wonach FOMC-Mitglied Powell Chancen auf das Amt des Fed-Chefs hat. Zwar ist es schwierig, Powell einem geldpolitischen Lager zuzuordnen, er gilt aber als weniger „hawkish“ als sein ehemaliger Amtskollege Warsh, der ebenfalls als möglicher Yellen-Nachfolger gehandelt wird. Das technische Bild des Euros bleibt aber getrübt. Zwar dreht der Stochastic im überverkauften Bereich nach oben, Kaufsignale stehen aber noch aus. Entscheidend auf der Unterseite sind der Bereich um 1,17 und das markante Augusttief bei 1,1661. Widerstände lokalisieren wir bei 1,1832/35 (Hoch- und Tiefpunkte von Mitte/Ende September). Trading-Range: 1,1700 – 1,1815.

Autor:>/strong> Helaba Floor Research, www.helaba.de

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Aktuelle Kolumnen & Analysen

Börsen-Kolumne: Gilt das immer noch?
Stephan Feuerstein - Indizes - 17.10.2017
Vor vielen Jahren hat der bekannte Investor André Kostolany einmal gesagt, dass man das Gehirn ausschalten soll, wenn die Zinsen nahe Null gehen, und Aktien kaufen soll. Obwohl dieser Satz lange vor dem Ausbruch der Finanzkrise gefallen war, hätte man in den letzten Jahren gut daran getan, sich daran zu halten. Manche Mechanismen funktionieren eben doch auf Dauer, auch wenn sie hier und da gerne als veraltet abgetan werden. Dennoch stellt sich momentan die Frage, ob sich diese Regel immer noch anwenden lässt. ... mehr

Ein Tanz auf dem Vulkan – Wie die Bürger von Pompeji...
CMC Markets - Marktberichte - 17.10.2017
Die Rally im Deutschen Aktienindex bleibt ein Tanz auf dem Vulkan. Tiefe Volatilität, intakte Trends, Verkäufer an der Seitenlinie – technisch betrachtet ist die Rally an der Frankfurter Börse intakt. Aber fundamental gibt es schon einige Risiken, die für den Moment zwar ausgeblendet werden, aber nicht in Vergessenheit geraten sollten. Da ist der Konflikt in Spanien um die Zukunft Kataloniens und da ist auch noch die im Hintergrund weiter schwelende Krise um das kommunistische Nordkorea. ... mehr

Tagesausblick Aktien: DAX: Kaum Bewegung
Helaba Floor Research - Indizes - 17.10.2017
Die Unsicherheiten über die weitere Bewegungsrichtung des DAX halten weiterhin an. Einerseits ist es dem Index wiederholt nicht gelungen, sich von der ansteigenden Strukturprojektion zu lösen, andererseits schweben potenzielle Risikofaktoren über dem Markt. Im Katalonien-Konflikt wurde das Ultimatum für die dortige Regierung zur Klärung ob die Unabhängigkeit der Region ausgerufen wurde, bis Donnerstag verlängert. Hingegen geriet Nordkorea zuletzt aus dem Fokus. Allerdings bedeutet dies nicht, dass keine Aktivitäten mehr stattfinden würden. ... mehr

Tagesausblick Renten/Devisen: ZEW-Umfrage: Konjunkturerwartungen steigen
Jens Rabe I Pit-Trader.com - Forex - 17.10.2017
Heute steht in Deutschland die ZEW-Umfrage auf dem Programm. Der Saldo der Konjunkturerwartungen pendelt seit etwa einem Jahr zwischen 10 und 20 Indexpunkten. Im Oktober könnte die Range nach oben verlassen und der Konsens übertroffen werden. Die Vorgaben vonseiten der deutschen sentix-Investorenerwartungen sind positiv und auch die auf Rekordniveau liegenden Aktienindizes lassen auf die gute Laune der Finanzmarktteilnehmer schließen. ... mehr

Bund Future - Erwartete Trading Range: 161.90-162.90
Helaba Floor Research - Bonds - 17.10.2017
Die Lage in Katalonien bleibt weiter unübersichtlich. Puigdemont hat sich nicht klar zur Unabhängigkeit bekannt und erneut den Dialog mit Madrid gefordert. Die Zentralregierung setzt eine zweite Frist bis Donnerstag fest und ordnet die Festnahme zweier Spitzenvertreter von Organisationen ein, die sich für eine Unabhängigkeit eingesetzt hatten. Die Verunsicherung über die Lage in Spanien und die Auswirkungen auf Europa trieb Anleger in den sicheren Hafen der Staatsanleihen. ... mehr

DAX schließt oberhalb der 13.000-Punkte-Marke
IG Markets Research - Marktberichte - 17.10.2017
17.10.2017 – 07:30 Uhr (Werbemitteilung): Der deutsche Leitindex schloss gestern erstmals in seiner Geschichte oberhalb der 13.000-Punkte-Marke. Entfernt sich der DAX davon weiter nach oben, könnte es zuerst weiter aufwärts bis in den Bereich bei 13.100 Punkten gehen. Anschließend wäre die charttechnische Kursregion bei 13.620 Zählern das nächste Etappenziel. Vorbörslich zeigt sich das heimische Börsenbarometer heute mit 13.002 Punkten kaum verändert. ... mehr

Niedriger Hebel - mäßiges Risiko - So haben Sie Ihre Emotionen im Griff
Lars Erichsen - CFD-Brief - Trading Business - 16.10.2017
Liebe Leserinnen, liebe Leser, in der letzten Woche habe ich Ihnen den Einfluss unserer Verhaltensmuster und Emotionen auf das Trading erläutert. Im Fazit hieß es, dass sich beide Faktoren nicht beliebig und schon gar nicht „auf Knopfdruck“ beseitigen lassen. In dieser Woche möchte ich Ihnen aber dennoch einen Weg vorstellen, der als probates Mittel gegen Fehler durch ein Übermaß an Emotionalität angesehen werden darf. ... mehr

Sektion US-Märkte & Indizes: An der Börse wird Geduld belohnt!
Börse Frankfurt - Indizes - 16.10.2017
Wochenchart (mittelfristig): Mit einem geringfügig neuen Hoch konnte der Leitindex S&P 500 in der letzten Woche ein neues Allzeithoch erreichen. Der Aufwärtstrend setzt sich somit weiter fort und wird von den Indikatoren des Wochencharts bestätigt. Der nächste Widerstand ist aus der Perspektive des Wochencharts erst an der runden 2.600er Marke zu finden. Dort verläuft - neben der psychologischen Bedeutung dieser Marke - die obere trendbegrenzende Linie des Aufwärtstrendkanals. ... mehr

Euwax Trends: Dax stabil über 13.000 Punkten
Börse Stuttgart - Marktberichte - 16.10.2017
Der Dax hält sich knapp über der psychologisch wichtigen Marke von 13.000 Punkten. Unterstützung kommt vom Euro, der nach der Wahl in Österreich und der unklaren Situation in Spanien abgerutscht ist. Ihre Aufmerksamkeit richten Anleger unter anderem auf das Konjunkturbarometer der Federal Reserve Bank von New York. Von den Zahlen erhoffen sie sich Rückschlüsse auf Zeitpunkt und Tempo der erwarteten US-Zinserhöhungen. ... mehr

Unaufgeregt, stoisch weiter nach oben – DAX bleibt über 13.000 Punkten
CMC Markets - Marktberichte - 16.10.2017
Der Deutsche Aktienindex driftet weiter nach oben. Diese langsamen, aber stabilen Trends sind in der Lage, auch starke Widerstände zu brechen. Unaufgeregt, aber stoisch schraubt sich der Index damit weiter aufwärts und es öffnet sich kein Fenster für Leerverkäufer, die auf fallende Kurse spekulieren. Zumindest aus technischer Sicht ist am vergangenen Freitag beim DAX Potenzial bis auf über 13.400 Punkte freigesetzt worden. ... mehr

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