Kolumnen & Analysen Devisen

Tagesausblick Renten/Devisen: US-Daten im Blick
Helaba Floor Research - Forex - 12.10.2017

Die heute in den USA anstehenden Datenveröffentlichungen haben unseres Erachtens wieder mehr Gewicht als die jüngsten Zahlen und so richtet sich der Blick zunächst auf die Erzeugerpreise des Monats September. Ein kräftiger Anstieg ist zu erwarten, denn wegen der hurrikanbedingten Produktionsunterbrechungen am Golf von Mexiko sind die Benzinpreise von Ende August und bis Mitte September stark gestiegen. Zwar hat sich inzwischen gut die Hälfte des Zuwachses zurückgebildet, die Erhebung der Erzeugerpreise fällt aber jeweils in die erste Monatshälfte. Die Güterpreise werden daher vermutlich einen Anstieg um mehr als 1,0 % VM aufweisen. Die im Zentrum der Aufmerksamkeit stehenden Daten zur gesamten Endnachfrage werden jedoch durch die Service-Preisentwicklungen gedämpft. Dennoch ist ein stärkeres Plus als vom Konsens erwartet möglich. Spannend ist dabei auch die Frage nach der Kernpreisentwicklung. Diese wird weiterhin moderat erwartet. Das Überraschungspotenzial liegt aber wohl auf der Oberseite.

Bund-Future im Seitwärtsgang



Der Bund-Future zeigte gestern keine klare Tendenz und setzte die Konsolidierung in der Handelsspanne zwischen 160,50-162,00 fort. Der niedrige Wert des ADX sowie das neutrale Kursmomentum bestätigen die trendlose Marktverfassung. Der MACD steht weiterhin im Verkauf, wobei eine positive Entwicklung zu erkennen ist. Der Stochastic wirkt unterstützend. Sollte der Bund-Future den Ausbruch nach oben aus der Seitwärtsbewegung versuchen, sehen wir erste Widerstände bei 161,82 und um 162,00. Auf der Unterseite erhält der Bund-Future Unterstützung im Bereich von 161,16/09 und bei 160,74.

Euro tendiert fest



Der Euro konnte im Hoch bis auf 1,1878 zulegen und profitierte auch von weniger ambitionierten Fed-Äußerungen (Evans) bezüglich der Zinsen. Das technische Umfeld verbessert sich somit weiter. Indikatoren im Tageschart wie MACD und Stochastic steigen an, das übergeordnete Bild auf Wochenbasis bleibt aber zunächst von Risiken geprägt. Entscheidend für ein Stabilisierungs- und Erholungsszenario ist unseres Erachtens die Marke von 1,1661. Sollte diese doch noch gebrochen werden, wonach es derzeit aber nicht aussieht, sehen wir das Risiko einer beschleunigten Abwärtsbewegung. Erste Widerstände finden sich bei 1,1910. Darüber ist die Marke von 1,20 zu nennen.

Autor: Helaba Floor Research, www.helaba.de

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