Kolumnen & Analysen Devisen

EUR/USD Analyse: Jamaika hin oder her, die Aussichten bleiben unklar
Admiral Markets - Forex - 22.11.2017

Die Regierungsbildung in Deutschland erweist sich als ein zu schwieriges Unterfangen. Die gute Nachricht besteht scheinbar darin, dass die Märkte es bis jetzt kaum beeinflussen konnte. Ob es das unerschütterliche Vertrauen in Angela Merkel und Große Koalition ist oder andere Themen die Investoren beschäftigen, in jedem Fall blieb der Euro standhaft. Dies könnte sich jedoch schnell ändern, sollten andere Krisen den Euro-Raum heimsuchen. Wäre die Frage der Regierungsbildung in Deutschland bis dahin ungeklärt, entstünde ein zusätzlicher Unsicherheitsfaktor, der die Auswirkungen der erwähnten Krisen im Handumdrehen hochskalieren könnte.

Nun aber zu unserer Technischen Analyse:





Rückblick (15.11.2017 - 22.11.2017)



Der EUR bewegte sich zu Beginn unseres Betrachtungszeitraums, am Mittwoch der letzten Handelswoche, im Bereich der 1,1792 und damit deutlich über dem Niveau fünf Handelstage zuvor. Gleich am Mittwochmorgen konnte sich der EUR mit einigen Aufwärtsimpulsen über die 1,1800 schieben und bis zum Nachmittag bis an die 1,1861 laufen. Diese Bewegung wurde im Nachgang dessen aber wieder vollständig ab verkauft. Der EUR setzte bis an die Ausbruchsstelle zurück und kam am Donnerstag nicht mehr über die 1,1800. Die erneute Bewegung an die 1,1800 stellte sich im Rahmen der Frühbörse zu Freitag ein. Der EUR konnte sich bis in den Bereich der 1,1820 schieben, kam hier aber nicht weiter. Die Notierungen bröckelten dann im Handelsverlauf wieder etwas ab und es ging erneut unter die 1,1800. Der EUR ging bei 1,1789 aus dem Wochenhandel. Die neue Woche begann, im Rahmen der Frühbörse, mit einem dynamischen Rücksetzer bis an die 1,1720. Hier konnte sich der EUR dann stabilisieren und dynamisch an die 1,18000 laufen, die knapp überschritten wurden. Von hier aus ging es dann wieder abwärts. Das Währungspaar lief am Dienstag den Bereich der 1,1712 an und konnte sich von diesem Level wieder etwa erholen, kam aber nicht über die 1,1750.

Das Wochenhoch liegt im Betrachtungszeitraum deutlich über dem Level der Vorperiode. Der EUR konnte erneut ein Hoch über der 1,1800 formatieren und bestätigt damit den bullischen Ausbruch vor einigen Handelstagen. Das Tief lag über der 1,1700 und damit ebenfalls deutlich über dem Level der Vorperiode. Der Range in den letzten fünf Handelstagen lag mit 149 Pips wieder im Durchschnitt, aber deutlich unter dem des letzten Betrachtungszeitraums.

Wir hatten in unserem Setup auf der Oberseite erwartet, dass der EUR mit dem Überschreiten der 1,1850/52 weiter bis in den Bereich der 1,1861/63 laufen könnte. Diese Bewegung hat sich eingestellt, das Anlaufziel wurde exakt getroffen. Wir hatten vermutet, dass der EUR in diesem Bereich (1,1850/60) übergeordnet Probleme haben könnte weiter zu kommen. Dies hat sich so eingestellt. Das Setup auf der Oberseite ist damit perfekt aufgegangen. Die Rücksetzer gingen mit dem Unterschreiten der 1,1727/25 knapp unter unsere nächste Anlaufmarke bei 1,1717/15.

Wochenhoch*: 1,1861 Vorwoche 1,1804
Wochentief*: 1,1712 Vorwoche 1,1578
Wochen-Range*: 149 Pips Vorwoche 226 Pips

Wie könnte es weitergehen?



EUR/USD-WS: 1,1771/97......1,1812/51/62....1,1937/53....1,2026/95....1,2155
EUR/USD-US: 1,1728....1,1664/38/10.....1,1590/66/31.....1,1496.....1,1364....1,1204/66/31.....1,1496.....1,1364....1,1204

Weitere Widerstände/Unterstützungen können dem Chart entnommen werden

Die wichtigen Marken auf Basis unseres Setups



Box-Bereich: 1,2303 bis 1,0504
Tagesschlusskurs-Marken: 1,1907 und 1,1505
Intraday-Marken: 1,1852 und 1,1677
Die Range: 1,3479 bis 0,9631

Ausblick für die kommenden fünf Handelstage:



Der EUR hat zwar vor einigen Tagen einen bullischen Ausbruch getriggert, ist aber nicht wesentlich weitergekommen. Wir hatten in unserem letzten Setup darauf hingewiesen, dass der EUR einen Tagesschluss über der 1,1740/50 formatieren sollte, um die Bewegung und das Potential auf weitere Kursgewinne aufrecht zu erhalten. In den letzten beiden Handelstagen hat das Kursbild eher den Eindruck vermittelt, als ob die Bewegung auch ein Fehlausbruch sein könnte. Aktuell hat sich der EUR zwischen der EMA20 und der EMA240 (4H Chart) verkeilt. Somit gilt: Solange es der EUR schafft einen Tagesschlusskurs mit Bestätigung am Folgetag über der 1,1750 zu formatieren, solange hat er die übergeordnete Chance die 1,1960/1,2020 zu erreichen. Gelingt dies aber nicht, so könnten weitere Rücksetzer folgen, die den EUR übergeordnet bis in den Bereich der 1,1500/1,1280 bringen könnten.

Fundamentale Betrachtung:



Der EUR hat am Montag als Reaktion auf die gescheiterte Regierungsbildung in Deutschland nachgegeben, konnte sich aber wieder fangen, weil sich die Meinung durchgesetzt hat, dass sich erneut eine große Koalition konstituieren könnte. Dies scheint sich vielleicht noch zu realisieren, denkbar sind aber auch Neuwahlen im März oder im April 2018. Bis dann eine Regierung steht, könnten weitere Wochen vergehen. Somit besteht die nicht unrealistische Aussicht, dass das Land in den kommenden Monaten in den Entscheidungen ausgesprochen eingeschränkt sein könnte. In den USA laufen die Vorbereitungen für die Steuerreform jetzt auf Hochdruck. Geht es nach dem US Präsidenten, soll diese als "wunderbares Weihnachtsgeschenk" den US Bürgern noch im Dezember übergeben werden. Ob das ganze so durchgeht, bleibt abzuwarten. Auf jeden Fall wird die Fed sich im Dezember noch zu den Zinsen und der kurzfristigen Geldpolitik äußern. Die mit der Materie vertrauten Personen gehen davon aus, dass es zu einem weiteren Zinsschritt kommen wird. Dies würde dann einen kurzfristigen Einfluss auf den EUR haben.



Zum Markt in den kommenden fünf Handelstagen:



Der EUR könnte zunächst versuchen, sich über der 1,1750 zu schieben und dort zu etablieren. Gelingt dies, so könnte der EUR dann versuchen, die 1,1760/62, die 1,1775/77 und dann die 1,1789/91 anzulaufen. Kann er sich über die 1,1789/91 schieben, so wären die 1,1802/04, die 1,1815/17 und die 1,1821/23 die nächsten Anlaufmarken. Kommt es bei 1,1821/23 zu keinen Rücksetzern, so könnte der EUR dann die 1,1833/35, die 1,1841/43, die 1,1850/52 bzw. die 1,1861/63 versuchen zu erreichen. Läuft der EUR bis in den Bereich der 1,1852/62 so könnten sich hier wieder Rücksetzer ausbilden, bzw. der EUR könnte Schwierigkeiten haben, dieses Level zu überwinden. Gelingt es aber, diesen Bereich zu überwinden, so könnte er dann die 1,1872/74 und dann die 1,1882/84 erreichen. Bei dynamischen Aufwärtsimpulsen könnte der EUR auch noch die 1,1888/90 erreichen, bevor sich Rücksetzer einstellen könnten.

Kann sich der EUR nicht über der 1,1750 etablieren, so wäre mit Rücksetzern zu rechnen die zunächst bis 1,1741/39, bis 1,1725/23 und dann weiter bis an die 1,1714/12 gehen könnten. Setzt der EUR bis in diesen Bereich zurück, so hätte er gute Chancen der Stabilisierung und der Erholung. Rutscht der EUR unter die 1,1714/12, insbesondere auf Tagesschlussbasis, wäre mit weiteren Abgaben zu rechnen, die 1,1705/03 und dann weiter bis 1,1694/92 gehen könnten. Unter der 1,1694/92 wären die 1,1680/78, die 1,1669/67 und die 1,1659/57 weitere mögliche Anlaufziele. Bei einer ausgeprägten Abwärtsdynamik könnte der EUR auch die 1,1648/46, die 1,1639/37 und die 1,1625/23 erreichen.

Übergeordnete erwartete Tendenz im Betrachtungszeitraum: seitwärts

Die wichtigsten Veröffentlichungen der nächsten 7 Tage:



23.11.2017 – GER: Bruttoinlandsprodukt
23.11.2017 – GER: Einkaufsmanagerindex Verarbeitendes Gewerbe
23.11.2017 – EUR: EZB Bericht des geldpolitischen Treffens
24.11.2017 – GER: Ifo-Geschäftsklimaindex
27.11.2017 – USA: Verkäufe neuer US-Eigenheime
28.11.2017 – USA: CB Verbrauchervertrauen
29.11.2017 – USA: Bruttoinlandsprodukt
29.11.2017 – USA: Schwebende Wohnungsverkäufe

Hinweise in eigener Sache:

Entdecken Sie den Unterschied! Mit bis zu 40 Tagen OHNE Spread!*

- Change your Broker – wechseln Sie den Broker, und die Startphase geht „Aufs Haus!"
- Testen Sie unsere Orderausführung & Qualität: bis zu 40 Tage ohne Spread & Kommission.
- Nicht ohne Grund mehrfache Auszeichnungen, Awards, allein in Deutschland, allein 2017: „Bester CFD-Broker" & „Bester Forex-Broker" laut Brokervergleich.de und „Bester Service" laut Deutschem Kundeninstitut DKI und weitere mehr!
- Wählen Sie IHRE drei Handelsinstrumente aus: Forex & CFDs (z. B. DAX30, EUR/USD, Gold, DJI30, etc.)
- Auswählbarer Hebel bis maximal 500, CFD Minilots und Kundenservice aus Berlin
- *FAIR PLAY Bedingungen und weitere Details hier: http://bit.ly/2zRqXQy

Quellen: Eigenanalyse; genutzt werden die Charts vom MetaTrader 4

Im Namen von Admiral Markets wünsche ich Ihnen erfolgreiche Trades!
Ihr Jens Chrzanowski
Geschäftsführer Admiral Markets Partner Deutschland, MT am Germany GmbH
admiralmarkets.de


DISCLAIMER:
Dieser Artikel liefert eine Einschätzung zum Basiswert EUR/USD, unabhängig davon, mit welchem Instrument ggf. getradet wird. Admiral Markets UK ist Forex & CFD-Broker, sollten Sie den Basiswert als CFD traden, beachten Sie bitte: Forex & CFDs sind Hebelprodukte und nicht für jeden geeignet! Der Hebel multipliziert Ihre Gewinne, aber auch die Verluste. Die Verluste können die Einlagen übersteigen!
Interessenkonflikte: Um unseren Pflichten gemäß §31 Absatz 1 Nr. 2 WpHG und § 33 Absatz 1 Satz 2 Nr. 3 nachzukommen, informieren wir Sie darüber, dass die Redakteure und Mitarbeiter der Gesellschaft auch Handel mit Wertpapieren, Derivaten oder ähnlichen Instrumenten betreiben und dort investiert sind. Konkret sind dies CFD´s, ETF´s und Futures auf den Dax, Dow Jones, SP500 und EUR-USD sowie auf Gold und Silber oder sich darauf beziehende Derivate. Lesen Sie den kompletten Warnhinweis über folgenden Link: Risikohinweis

Aktuelle Kolumnen & Analysen

Charttechnischer Ausblick - DAX-Future (Kontrakt 06-18) - 14. KW 2018
LYNX Broker - Indizes - 03.04.2018
Der DAX-Future (FDAX) konnte in der letzten Handelswoche die aktuellen Jahrestiefs nur für kurze Zeit geringfügig ausbauen und tendierte danach, wie angenommen, in Richtung 12.000 und folgend knapp über den Widerstand von 12.100 Punkten. ... mehr

ETFs: Suche nach Alternativen
Börse Frankfurt - Indizes - 03.04.2018
3. April 2018. FRANKFURT (Börse Frankfurt). Der Start in den April ist an der Börse gründlich misslungen: Vor Ostern war es noch nach oben gegangen, so kletterte der DAX am Gründonnerstag auf 12.096,73 Punkte. Am heutigen Dienstag sieht es vor dem Hintergrund schwacher US-Börsen aber tiefrot aus, am Mittag notiert der DAX bei nur 11.962 Zählern. Der sich verschärfende Handelsstreit zwischen den USA und China belastet: ... mehr

Euwax Trends: Nervosität nach Ostern: Verkaufsdruck bei Chip-Werten - Handelsstreit belastet den Aktienmarkt
Börse Stuttgart - Marktberichte - 03.04.2018
Die Kurse am deutschen Aktienmarkt rutschen nach Ostern erneut ab. So notiert der DAX aktuell bei 12.022 Punkten mit 0,6 Prozent im Minus. Das vorläufige Tagestief wurde am Vormittag bei 11.913 Zählern festgestellt. Nun ist also erneut die Marke von 12.000 Punkten, die der Leitindex erst am vergangenen Donnerstag zurückerobert hatte, zeitweise nach unten durchbrochen worden. ... mehr

Charttechnischer Ausblick - S&P-Future (Kontrakt 06-18) - 14. KW 2018
LYNX Broker - Indizes - 03.04.2018
Der S&P-Future zeigte in der vergangenen Handelswoche eine eher seitwärts tendierende Bewegung, mit der Marke von rund 2.660,00 Punkten als obere und dem Unterstützungsbereich 2.590,00 als untere Grenze. Geplante Verkäufe an Widerständen hielten somit recht gute Trade-Szenarien bereit. ... mehr

Charttechnischer Ausblick - Bund-Future (Kontrakt 06-18) - 14. KW 2018
LYNX Broker - Bonds - 03.04.2018
Ohne nennenswerte Anzeichen schob sich der Bund-Future in den vergangenen Handelstagen weiter nach oben und erreichte am Mittwoch das Wochenziel von knapp 159,75. Widerstände in den aktuellen Kursbereichen stellten nur geringfügige Hindernisse dar und konnten teilweise sauber durchstoßen werden. ... mehr

Charttechnischer Ausblick - EUR/USD - 14. KW 2018
LYNX Broker - Forex - 03.04.2018
Mit merklichem Momentum konnte sich der EUR/USD in der vergangenen Handelswoche über die Hochs der vorletzten Handelswoche schieben, was zu interessanten Kaufchancen führte. Mit dem Erreichen des Hochs von 1,2475 war der Aufwärtsmove jedoch wieder vorbei und der Wert fiel in die Schiebezone zwischen 1,2400 und 1,2250 zurück. ... mehr

Tagesausblick Aktien: DAX wieder unter Druck
Helaba Floor Research - Indizes - 03.04.2018
Aktienmarkt Am Donnerstag ging der DAX bei 12.096,72 Zählern aus dem Handel. Dies entsprach einem Plus in Höhe von 1,3 Prozent. Anleger nutzen das zuvor reduzierte Kursniveau zum Einstieg, wenngleich auch das Quartalsende (Stichwort: “window dressing“) eine wesentliche Rolle gespielt haben dürfte. ... mehr

Henkel – den DAX langfristig geschlagen
LYNX Broker - Indizes - 03.04.2018
Fundamentalbetrachtung der Henkel AG Die Die Henkel AG & Co. KGaA verfügt den eigenen Angaben zufolge weltweit über ein diversifiziertes Portfolio mit starken Marken, Innovationen und Technologien in seinen drei Unternehmensbereichen. Im stärksten Konzernsegment Adhesive Technologies – dem Klebstoffbereich – mit einem Umsatzanteil von 47 Prozent gilt Henkel als globaler Marktführer. ... mehr

Bund Future - Erwartete Trading Range: 158.57-160.07
Helaba Floor Research - Bonds - 03.04.2018
An den internationalen Finanzmärkten kehrte vorösterliche Ruhe ein. Nach einem von großer Verunsicherung und Nervosität geprägten Handelsverlauf standen im Handelsstreit der USA mit China die Zeichen auf Entspannung. Während der Ausverkauf an den Aktienbörsen zum Stillstand kam, legten auch festverzinsliche Papiere eine Verschnaufpause ein. ... mehr

Tagesausblick Renten/Devisen: Stimmungsindikatoren im Fokus
Helaba Floor Research - Forex - 03.04.2018
statistDie verkürzte Handelswoche startet mit den Einkaufsmanagerindizes des Verarbeitenden Gewerbes in der Eurozone. Vorabschätzungen in Deutschland und Frankreich lassen auf nachlassende Stimmungsumfragen schließen. Auch der schwelende Handelskonflikt mit den USA könnte negativen Einfluss auf die Stimmung der Einkaufsmanager ausüben. ... mehr

Buchtipp

Faszination Devisen
Die Gewinn- möglichkeiten mit Devisen sind enorm. Nie zuvor war es für den Privatanleger einfacher und lukrativer, mit den Kursschwankungen und Trends von Wechselkursen eigenständig und ohne hohe Gebühren Geld zu verdienen. ...weiter

Broker

Anzeige eToro - Trading-Verluste können Ihre Einlagen übersteigen. Beachten Sie die Risikoaufklärung auf der Seite des Brokers!

Sponsor

Anzeigen

<