Kolumnen & Analysen Devisen

Tagesausblick Renten/Devisen: Eurozone: Wachstumsperspektive bestätigt
Helaba Floor Research - Forex - 23.11.2017

Heute feiern die USA Thanksgiving. Für die Finanzmärkte gibt es dennoch zahlreiche Einflussfaktoren, denn der Datenkalender ist gut gefüllt. Neben den Detailschätzungen zum BIP-Wachstum in Deutschland und Großbritannien sind die Einkaufsmanagerindizes von Bedeutung. In Deutschland, Frankreich und der Eurozone stehen die vorläufigen Werte des Verarbeitenden Gewerbes und des Dienstleistungssektors zur Veröffentlichung an. Die Vorgaben vonseiten der sentix- und ZEW-Umfragen sind freundlich. Dennoch darf bezweifelt werden, dass sich die Stimmung aufgrund der bereits sehr hohen Niveaus nochmals verbessern kann. Wir halten stabile Werte für wahrscheinlich. Dies gilt auch mit Blick auf den ifo-Geschäftsklimaindex, der morgen auf dem Programm steht. Insgesamt wird der freundliche Konjunkturausblick wohl unterstrichen und die Europäische Zentralbank in ihrem Vorhaben bestätigt, zu Beginn des kommenden Jahres mit der Reduzierung des monatlichen Anleihekaufvolumens zu starten. Informationen über die EZB-interne Diskussion zu dieser Entscheidung erhoffen sich Marktteilnehmer vom Sitzungsprotokoll. Es ist bekannt, dass sich einige Notenbankvertreter für ein Enddatum der QE-Nettokäufe ausgesprochen hatten. Nach derzeitigem Stand wird eine Verlängerung des Kaufprogramms über den September 2018 hinaus nicht ausgeschlossen, ebenso wenig wie die Möglichkeit einer erneuten Aufstockung. Diese Optionen werden vor dem Hintergrund der intakten Wachstumsperspektive und der verbesserten Arbeitsmarktlage sowie der Erwartung einer leicht steigenden Kerninflation voraussichtlich nicht genutzt. Zuletzt war es Direktoriumsmitglied Cœuré, der die Hoffnung äußerte, dass die Käufe im September beendet werden können.

In den USA sind geldpolitische Impulse derzeit Fehlanzeige. Während Äußerungen von Fed-Chefin Yellen aufgrund ihres baldigen Ausscheidens aus dem Board of Governors an Gewicht verlieren, gibt es vonseiten ihres Nachfolgers Powell bislang keine verwertbaren Stellungnahmen. Das gestern veröffentlichte Protokoll der FOMC-Sitzung von Anfang November lieferte ebenfalls keine neuen Erkenntnisse. Die Fed hält am Kurs gradueller Leitzinsschritte fest. Im Dezember scheint eine weitere Erhöhung ausgemacht zu sein und sie ist marktseitig eskomptiert.



Bund-Future: Abwärtsrisiko bleibt bestehen



Gestern gab der Bund-Future nach. Belastend wirkte die Aussage des EZB-Direktoriumsmitglieds Cœuré, wonach das QE-Programm im September 2018 abgeschlossen werden könnte. Die technische Lage trübt sich zunehmend ein. Der MACD steht im Verkauf und der ADX flacht ab. Die erste Unterstützung der Seitwärtsbewegung ist bei 162,38 zu lokalisieren. Auf ersten Widerstand stößt der Bund-Future am gestrigen Hoch bei 163,30, bei 163,43 und am Kontrakthoch bei 163,63. Trading-Range: 162,10 – 163,30.

Euro: Uneinheitliches Bild.



Ein Wiedereintritt in den Abwärtstrend (Trendlinie heute bei 1,1699) ist nicht zu konstatieren, denn der Euro zeigte sich gestern gestärkt. Dennoch bleibt die technische Ausgangslage nahezu unverändert. MACD und DMI sind auf Tagesbasis unterstützend, im Wochenchart aber als Belastungsfaktor einzustufen. Gleichwohl ist es gelungen, ein Kursniveau oberhalb der 55-Tagelinie (1,1783) zu etablieren. Widerstände zeigen sich nun bei 1,1836 und 1,1861. Trading-Range: 1,1713 – 1,1861.

Autor: Helaba Floor Research, www.helaba.de

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Bitcoin und DAX 30 Market Update: Yellen über Bitcoin: "eine hochspekulative Anlageform"
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Als eine „hochspekulative Anlageform“ bezeichnet das Fed- Oberhaupt Janet Yellen die digitale Währung Bitcoin im Nachgang des gestrigen Zinsentscheides. Des Weiteren sei dieser „keine stabile Wertanlage“ und sieht diese zudem als gefahrlos für die internationalen Finanzmärkte an. Dass die Risiken für die Finanzstabilität reduziert seien, darüber zeigt sich Yellen äußerst sicher. Eine digitale Währung in den eigenen Reihen sei ebenfalls nicht geplant. ... mehr

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Tagesausblick Renten/Devisen: Nach der Fed ist vor SNB, BoE und EZB
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