Kolumnen & Analysen Devisen

Bund Future - Erwartete Trading Range: Trading Range: 162.90-163.78
Helaba Floor Research - Bonds - 19.12.2017

Trading Range: 162.90-163.78
Tendenz leichter


Die gute Laune aus USA und Asien schwappt zum Wochenstart auch an den hiesigen Aktienmarkt über. Viele Anleger wetten darauf, dass die Steuerreform des US- Präsidenten schon bald vom Kongress als Gesetz verabschiedet wird.

Angesichts zunehmender Risikobereitschaft verlieren festverzinsliche Papiere an Attraktivität. Bundesanleihen starteten mit nachgebenden Kursen in die Weihnachtswoche Mit Fortdauer des Handels nahm der Druck auf lange und ultralange Laufzeiten zu. Der Abstand zwischen 10- und 30-jährigen Bundestiteln weitete sich auf 82 BP aus. Umsätze blieben der Jahreszeit geschuldet überschaubar. Die Notenbank ist dagegen im Vorfeld ihrer selbst verordneten Abstinenz vom 21. bis 29. Dezember ausgesprochen aktiv.10-jährige Bonds aus Frankreich (0.62 %) und Belgien (0.48 %) holten gegen Bunds gut einen BP auf.

Anleihen der EU- Peripherie können sich zum Wochenstart wieder fangen. Die Wahl in Katalonien am 21. Dezember verbreitet angesichts zu erwartender geringer Auswirkungen auf die europafreundliche Politik Madrids kaum noch Schrecken. BTPs verlieren jedoch mit Blick auf die noch anstehenden Auktionen zwischen den Jahren weiter Boden gegen ihre Pendants aus Spanien. Der Risikoaufschlag 10-jähriger italienischer (1.79 %) und spanischer Bonds (1.42 %) ermäßigte sich gegenüber vergleichbaren Bundesanleihen um 1 bzw. 3 BP. Portugiesische Anleihen (1.74 %) stehen nach der besseren Bewertung durch die Ratingagentur Fitch (BBB/stabil) in der Gunst der Anleger unverändert hoch im Kurs und machen ebenfalls 2 BP gut.

Am US- Bondmarkt sind die Renditen mit nachlassender Risikoaversion gestiegen. Die Kursverluste waren bei langen und ultralangen Laufzeiten am stärksten. Der Abstand zwischen 5- und 30-jährigen Treasuries weitete sich um 5 BP auf 57 BP aus. In Fernost tendieren US- Treasuries wenig verändert. Die asiatischen Aktienbörsen folgen größtenteils den positiven Vorgaben aus den USA. Nur der Nikkei kommt nicht von der Stelle.



Der Bund- Kontrakt (163.30) verlor 27 Stellen, Bobl (132.30) und Schatz (112.09) gingen 10 bzw. 3 ½ Ticks niedriger aus dem Markt. Die Rendite der 10-jährigen Bundesanleihe stieg auf 0.32 %, der Renditeabstand zwischen 2-und 10-jährigen Bundesanleihen weitet sich auf 102 BP aus. 10-jährige US- Treasuries rentieren 4 BP höher bei 2.40 %. Der Euro klettert auf 1.179 Dollar, der Preis für das Barrel Öl fällt auf 57.3 Dollar.

Heute richtet sich das Augenmerk zunächst auf das Ifo- Geschäftsklima (117.5). Lagebeurteilung (124.7 nach 124.4) und Erwartungshaltung (110.8) sollten sich im Dezember nur unmerklich vom Rekordstand des Vormonats entfernt haben und noch keine Trendwende anzeigen. Baubeginne (1248K/-3.3 %) und Baugenehmigungen (1275K/-3.1 %) in den Vereinigten Staaten runden das Datenangebot ab.

Senat und Repräsentantenhaus stimmen heute über das Gesetzt zu Steuererleichterungen ab. Nach letzten Meldungen dürften die Republikaner die Steuerreform mit knapper Mehrheit durchwinken.

Am Primärmarkt haben staatliche europäische Schuldner ihren Finanzierungsbedarf für das laufende Jahr weitestgehend gedeckt. Zwischen den Jahren tritt nochmals Italien mit der Versteigerung von 5-und 10-jährigen BTPs sowie CCTeus mit Fälligkeit im April 2025 im Volumen von 7-8 Mrd. Euro in Aktion.

Agence France Tresor hat bereits angekündigt, am 4. Januar 10-, 15- und 30-jährige OATs um bis zu 8 Mrd. Euro aufzustocken. Tilgungen und Kuponzahlungen von 27.4 Mrd. Euro stehen Anfang Januar zur Wiederanlage zur Verfügung und dürften die Auftritte weiterer Emittenten erleichtern.

Technik:



Der Bund-Future geriet im Handelsverlauf zunehmend unter Druck und schloss (163.30) 27 Stellen unter Vortagsniveau. Das technische Bild im Tageschart trübt sich zusehends ein, auch auf Wochenbasis spitzt sich die Lage zu.

Unterstützungen liegen bei 163.18 (Tief v. 12.12.), 162.90 (Tief v. 14.12.), 162.79/77 (Tief v. 05.12./Trend), 162.57 (Hoch v.30.11.), 162.07 (Tief v. 29.11.) und 161.93 (Tief v. 30.11.).

Widerstände sehen wir bei 163.57 (Hoch v. 18.12.), 163.69 (Hoch v. 15.12.), 163.78 (Hoch v. 11.12.), 163.84 (Trend.), 164.36 (Tief v. 25.08.cont.), 165.06 (Trend) und 165.18 (Tief v. 07.09./Gap).

Unterstützungen 163.18 162.90 162.77
Widerstände 163.57 163.78 163.84


Autor: Helaba Floor Research, www.helaba.de

Die Handelsexperten und das FloorResearch der Helaba verfolgen direkt das Geschehen an den Märkten. Täglich aktuell stellen Sie Ihnen ihr Wissen zur Verfügung. Informieren Sie sich über die aktuellen Tendenzen! Den vollständigen Marktbericht und weitere Analysen und Kommentare erhalten Sie als PDF-Datei auf https://www.helaba.de/helaba/die-helaba/maerkte-und-analysen/

Haftungsausschluss
Die Publikationen sind mit größter Sorgfalt bearbeitet worden. Sie enthalten jedoch lediglich unverbindliche Analysen und Prognosen zu den gegenwärtigen und zukünftigen Marktverhältnissen. Die Angaben beruhen auf Quellen, die wir für zuverlässig halten, für deren Richtigkeit, Vollständigkeit oder Aktualität wir aber keine Gewähr übernehmen können. Sämtliche in diesen Publikationen getroffenen Angaben dienen der Information. Sie dürfen nicht als Angebot oder Empfehlung für Anlageentscheidungen verstanden werden. Disclaimer: http://bit.ly/2cQer9Q

Aktuelle Kolumnen & Analysen

Charttechnische Analyse: Aufwärtstrend des Goldpreis stockt am Hoch von November 2016
Karsten Kagels - Commodities - 20.01.2018
Der abgebildete Wochenchart des in New York gehandelten Gold-Futures zeigt die Kursentwicklung seit August 2016. Jede abgebildete Kerze (Candlestick) stellt die Kursbewegung einer Woche dar, bei einem aktuellen Kurs von $1.331,1. Aus Sicht des Wochencharts liegt beim Gold-Future eine große Seitwärtsbewegung vor, die sich über die letzten zwei Jahre erstreckt. Der Goldpreis ist in dieser Zeit zwischen $1.045 (Tief von Dezember 2015) und $1.377 (Hoch aus dem Juli 2016) gependelt. ... mehr

Dow Jones Analyse: 26.000 Punkte!
Admiral Markets - Indizes - 20.01.2018
Der große Aufwärtstrend (siehe kobaltblauer diagonaler Linienverlauf) im Dow-Jones ist weiterhin intakt und hat in seiner zurückliegenden Bewegungsphase die 26.000 Punkte-Marke erreicht, wo er nun seit mehreren Tagen „auf der Stelle tritt"! Die zurückliegende Bewegung ist ausgedehnt und trägt durchaus eine hohe Wahrscheinlichkeit in sich eine kurz- bis mittelfristige Korrektur auszubilden. ... mehr

Anleihen: Richtung zunächst unüberschaubar
Börse Frankfurt - Bonds - 20.01.2018
20. Januar 2018. FRANKFURT (Börse Frankfurt). Zwischenzeitliche Unsicherheit hinsichtlich der weiteren Entwicklung an den Rentenmärkten sorgte im Wochenverlauf beim Euro-Bund-Future für Bewegungen in beide Richtungen. Im Rahmen dieses Zickzack-Verlaufs testete das hiesige Rentenbarometer aus technischer Perspektive zumindest kurzzeitig wichtige Unterstützungen, wie Klaus Stopp anmerkt. ... mehr

Halvers Woche: Das Übernahmefieber wird sich zu einer Epidemie ausweiten
Börse Frankfurt - Indizes - 19.01.2018
19. Januar 2018. MÜNCHEN (Baader Bank). Nach dem Platzen der Immobilienblase 2008 mit nachfolgendem Einbruch der Weltkonjunktur 2009 war der Übernahmetraum lange Zeit ausgeträumt. Zu viele Unternehmen hatten sich zuvor an viel zu teuren Unternehmensaufkäufen verhoben und litten angesichts mangelnder Schuldentragfähigkeit an massiven Rückenproblemen. ... mehr

DAX heute mit One-Man-Show – „Made in Germany“ punktet
CMC Markets - Marktberichte - 19.01.2018
Heute ging am deutschen Aktienmarkt mal etwas – und das trotz eines weiter starken Euro und ohne eine Wall Street, die auf dem aktuellen Niveau erst einmal eine Pause einzulegen scheint. Es waren gute Nachrichten aus deutschen Unternehmen, die für eine Verbesserung der Stimmung auf dem Parkett sorgten. ... mehr

Euwax Trends: Dax trotzt Shut-Down Sorgen und hohem Euro - Starke Bilanz bei BASF
Börse Stuttgart - Marktberichte - 19.01.2018
Wieder einmal zittern die USA vor dem Shut-Down: Der Dow dreht nach einem Rekord dann doch ins Minus. Auch der Euro bleibt gefragt und daher teuer. Zwei Belastungsfaktoren für den deutschen Markt: Trotzdem ist der Dax fest unterwegs. Möglicherweise dann doch ein versöhnlicher Wochenausklang..? ... mehr

4x Report: Dow Jones über 26.000 Punkte – Fast Retailing trumpft auf – Roche schwächer
Börse Stuttgart - Marktberichte - 19.01.2018
Der Dow Jones übersprang die Hü4x Report: Dow Jones über 26.000 Punkte – Fast Retailing trumpft auf – Roche schwächerrde von 26.000 Punkten, was für einige Marktteilnehmer zu diesem Zeitpunkt überraschend war. Nach dem langen Wochenende konnte der Dow Jones am Dienstag über die Marke von 26.000 Punkten gucken aber nicht halten. Zur Wochenmitte machte er diesen Sprung, so dass er bis zum Ende auf 26.116 Punkten den Handel beendete. ... mehr

Marktkommentar: Noch sind Kryptowährungen reine Spekulationsobjekte
TARGOBANK - Trading Business - 19.01.2018
19. Januar 2018, Düsseldorf - Eine weltweite Währung über alle Staaten hinweg, unabhängig von Behörden und Regierungen und jenseits staatlicher Kontrolle: Die Idee einer Kryptowährung sowie deren Verwaltung durch die Blockchain-Technologie verdient viel Respekt und Anerkennung. Aber ist eine solche Währung auch tatsächlich ein sinnvolles Zahlungsmittel? Kann der Bitcoin tatsächlich zu einer Währungsalternative werden, wenn dieser im Tagesverlauf um zehn Prozent und mehr schwanken kann? ... mehr

Halvers Kapitalmarkt-Monitor: EZB - Heute noch Taube, morgen schon Falke?
R. Halver I Baader Markets - Indizes - 19.01.2018
Angesichts der robusten Weltkonjunktur, die auch die Eurozone erreicht hat, und Ölpreisen auf einem 3-Jahreshoch bekommen Anleger allmählich Inflations-Angst und hinterfragen die aktuell immer noch sehr üppige Geldpolitik. Gehen also bald auch der EZB die Argumente für die Fortsetzung der Anleiheaufkäufe und die Beibehaltung einer Nullzins-Politik aus? Hängt damit ein Damokles-Schwert über den Finanzmärkten? Entwickelt sich gar die Liquiditätshausse zur -baisse? ... mehr

DAX mit Sprung nach oben – Nächstes Kapitel im US-Haushaltsstreit
CMC Markets - Marktberichte - 19.01.2018
Der Deutsche Aktienindex unternimmt vor dem kleinen Verfall am Terminmarkt heute einen weiteren Versuch, seine Handelsspanne der vergangenen Tage nach oben zu verlassen. Die 13.350 Punkte müssen überwunden werden, um den Weg zu neuen Allzeithochs frei zu machen. Dass der DAX die Stärke trotz eines Euro weiter in der Nähe der 1,23er Marke zum US-Dollar entwickelt, ist ein starkes Signal. ... mehr

Buchtipp

Faszination Devisen
Die Gewinn- möglichkeiten mit Devisen sind enorm. Nie zuvor war es für den Privatanleger einfacher und lukrativer, mit den Kursschwankungen und Trends von Wechselkursen eigenständig und ohne hohe Gebühren Geld zu verdienen. ...weiter

Broker

Anzeige eToro - Trading-Verluste können Ihre Einlagen übersteigen. Beachten Sie die Risikoaufklärung auf der Seite des Brokers!

Sponsor

Anzeigen

<