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Bund Future - Erwartete Trading Range: 161.18-162.48
Helaba Floor Research - Bonds - 02.01.2018

Trading Range: 161.18-162.48
Tendenz wenig verändert


Der Jahreswechsel verlief an den internationalen Finanzmärkten recht unspektakulär. Letzte Konjunkturmeldungen überraschten nicht wirklich. Die EU- Geldmenge M3 ist im November wie erwartet um 4.9 % gegenüber dem Vorjahr gestiegen. Deutschen Verbraucherpreise (0.6 %/1.7 %) signalisieren dagegen kaum zunehmenden Inflationsdruck.

Während der Dax die Marke von 13.000 Punkten nicht halten konnte, sind die Zinsen zum Jahresende leicht gestiegen. Bundesanleihen verabschiedeten sich nach sehr verhaltenem Handel nahezu unverändert aus dem alten Jahr. Der Abstand zwischen 10- und 30-jährigen Bundestiteln weitete sich auf 84 BP aus. 10-jährige Bonds aus Frankreich (0.77 %) und Belgien (0.62 %) verloren auf Bunds knapp einen BP.

Anleihen der EU- Peripherie verloren allerdings gegen ihre Pendants aus den Kernländern deutlich an Boden. Politische Unsicherheiten und Gewinnmitnahmen drückten die Kurse am letzten Handelstag des Jahres. Der Risikoaufschlag 10-jähriger italienischer (1.92 %), portugiesischer (1.74 %) und spanischer Bonds (1.46 %) weitete sich gegenüber vergleichbaren Bundesanleihen um 5.5, 6 bzw. 4 BP aus.

Am US- Bondmarkt sind die Renditen langer und ultralanger Fälligkeiten zum Jahreswechsel nochmals leicht gesunken. Das kurze Laufzeitsegment spiegelt dagegen die Zinserwartungen für 2018 recht realistisch wider. Der unerwartet deutliche Anstieg des Chicago- PMI (67.6 nach 63.9) erhöht die Erwartungshaltung für den ISM- Einkaufsmanagerindex am Mittwoch. Der Abstand zwischen 5- und 30-jährigen Treasuries ermäßigte sich deutlich auf 53 BP. Aus Fernost liefern US- Treasuries wegen des Feiertages in Japan keine Vorgaben. Die übrigen asiatischen Aktienbörsen starten überwiegend freundlich ins neue Jahr. Der Caixin Einkaufsmanagerindex für das verarbeitende Gewerbe Chinas ist stärker als erwartet auf 51.5 Punkte gestiegen.

Der Bund- Kontrakt (161.78) verlor eine Stelle, Bobl (131.61) und Schatz (111.98) gingen unverändert bzw. 2 ½ Ticks höher aus dem Markt. Die Rendite der 10-jährigen Bundesanleihe verharrte bei 0.42 %, der Renditeabstand zwischen 2-und 10-jährigen Bundesanleihen weitet sich auf 105 BP aus. 10-jährige US- Treasuries rentieren bei 2.405 %. Der Euro klettert auf 1.202 Dollar, der Preis für das Barrel Öl steigt auf 60.7 Dollar.

Der Datenkalender wird zunächst vom Stimmungsbild bei den Einkaufsmanagern rund um den Globus dominiert. Zum Auftakt liefern Spanien (56.5) und Italien (58.5) ihre Daten aus dem verarbeitenden Gewerbe, die sich zum Gesamteindruck für die Eurozone (60.6) zusammenfügen. Vergleichszahlen aus Großbritannien (57.7 nach 58.2), dürften die zunehmenden Belastungen aus den Brexit-Diskussionen unterstreichen. Im Wochenverlauf sind dann die Dienstleister am Zug.

Zum Wochenschluss richtet sich die Aufmerksamkeit zunächst auf vorläufige Verbraucherpreise aus Frankreich (0.3 %/1.2 %) und Italien, die sich in der Inflationsprognose für die Eurozone (1.5 %; Kernrate (1 %) wiederfinden.

Danach geht der Blick über den großen Teich, wo mit dem US- Arbeitsmarktbericht das Highlight der Woche wartet. Unverändert stehen die durchschnittlichen Stundenlöhne (0.3 %/2.5 %) als Gradmesser für eine anziehende Inflation im Fokus. Die Zahl der offenen Stellen (188K) und Arbeitslosenquote (4.1 %) zeugen ohnehin schon seit geraumer Zeit von Vollbeschäftigung.

Am Primärmarkt stockt Frankreich am Donnerstag 10-, 15- und 30-jährige OATs um bis zu 8 Mrd. Euro auf. Spanien versteigert 5-, 10- und 28- jährige Bonos sowie 12-jährige Linker. Tilgungen und Kuponzahlungen in Höhe von 27.4 Mrd. Euro sollten die Platzierung erleichtern.



Technik:



Der Bund-Future konnte sich knapp oberhalb des Tagestiefs bei 161.46 stabilisieren und schloss (161.78) unverändert zum Vortagsniveau. Die Indikatoren im Tageschart sind negativ zu werten. Auf Wochensicht wurde der seit Oktober gültige Aufwärtstrend unterschritten.

Unterstützungen liegen bei 161.60/58 (61.8 %- Retracement von 160.26 bis 163.78/ Tief v. 20.12), 161.46 (Tief v.29.12.), 161.18 (Tief v.27.10.), 160.80 (Hoch v.25.10.), 160.53 (Tief v. 26.10.) und 160.26 (Tief v. 25.10.).

Widerstände sehen wir bei 161.86 (Hoch v. 29.12.), 161.93 (Tief v. 30.11.), 162.28 (Hoch v.28.12.), 162.37 (Hoch v. 27.12.), 162.48 (Hoch v. 20.12.), 162.90 (Tief v. 14.12.), 163.18 (Tief v. 12.12.), 163.37 (Hoch v. 19.12.), 163.57 (Hoch v. 18.12.), 163.69 (Hoch v. 15.12.) und 163.78 (Hoch v. 11.12.).

Unterstützungen 161.60 161.46 161.18
Widerstände 161.86 162.28 162.48


Autor: Helaba Floor Research, www.helaba.de

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