Kolumnen & Analysen Devisen

Tagesausblick Renten/Devisen: USA - Lackmustest für die Konjunkturerwartungen
Helaba Floor Research - Forex - 16.02.2018

In dieser Woche ergaben sich gleich mehrere Überraschungen bei US-Datenveröffentlichungen. Einem stärker als erwarteten Preisdruck standen schwächere Einzelhandelsumsätze und Produktionszahlen entgegen. Während sich die 10J-Rendite der amerikanischen Staatsanleihen im Wochenverlauf auf ein neues Hoch schraubte, gab der US-Dollar deutlich nach. Insofern richtet sich der Blick heute vor allem auf die Verbraucherstimmung (Uni Michigan), um die weiteren konjunkturellen Perspektiven einschätzen zu können. Die Rücksetzer an den Börsen und der Anstieg der Benzinpreise könnten die Stimmung tendenziell belastet haben. Allerdings sind in dieser Woche neue Umfragewerte für den laufenden Monat veröffentlicht worden und diese sind im Vergleich zum Januar freundlicher ausgefallen. Die potenziellen Belastungsfaktoren hatten demzufolge keine Durchschlagskraft. Somit ist eine positive Überraschung nicht auszuschließen. Dies gilt, zumal das Michigan Sentiment relativ zu anderen Konsumentenbefragungen zuletzt zurückgeblieben ist.

Rentenmarkt: Umfeld getrübt



Die Schwäche am US-Rentenmarkt als Folge erhöhter Sorgen vor einem Anstieg der Inflation und der Staatsschulden sowie vor einer Ausweitung des Leistungsbilanzdefizits macht sich nur zum Teil am hiesigen Markt für Staatsanleihen bemerkbar. So hat sich der richtungsweisende Bund-Future im Abwärtstrendkanal behaupten können. Ein Anstieg des Michigan Sentiments (Seite 1) könnte heute etwas belasten. Sollte das Tief von Anfang Februar bei 157,26 unterschritten werden, entstünde Abwärtspotenzial bis 154,80/155,00. Widerstände lokalisieren wir bei 158,38/44 und 158,65/73 in Form jüngerer Hochs und der Widerstandslinie des Dezember-Abwärtstrends.

Euro im Auftrieb



Der Euro knüpfte gestern an die Vortagsgewinne an und markierte ein neues 3-Jahreshoch. Die technische Ausgangslage mit intaktem Aufwärtstrend und dem DMI- und MACD-Kaufsignal ist positiv zu beurteilen. Ein Test der Marken bei 1,2570 und 1,2600 ist möglich. Unterstützungen lokalisieren wir bei 1,2285, 1,2276 und um 122,35/14. Der gestrige US-Datenkranz bestehend aus Produktions- und Erzeugerpreiszahlen sowie Stimmungsindikatoren fiel uneinheitlich aus und konnte dem US-Dollar per saldo keine Unterstützung geben.

Autor: Helaba Floor Research, www.helaba.de



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