Kolumnen & Analysen Devisen

Tagesausblick Renten/Devisen: US-Wachstumsszenario intakt
Helaba Floor Research - Forex - 26.02.2018

Der Wochenauftakt wird dominiert von US-Datenveröffentlichungen, die der zweiten Reihe zuzuordnen sind und daher das Gesamtbild der US-Wirtschaft nicht verändern. Zu nennen sind die Neubauverkäufe. Während der Verkauf von Bestandsimmobilien schwächelte, zog die Bautätigkeit zuletzt kräftig an. Vor dem Hintergrund des sehr negativen Dezemberwertes (-9,3 % VM), sollte eine Erholung möglich sein. Das Stimmungsbarometer der Industrie in der Region Dallas hatte im Januar auf den höchsten Stand seit 2006 zugelegt. Eine leichte Korrektur sollte nicht ausgeschlossen werden, zumal die Pendants in den Regionen New York und Philadelphia uneinheitliche Signale geben. Der nationale Einkaufsmanagerindex (ISM) sollte das freundliche Wachstumsszenario trotz des erwarteten Rückgangs untermauern. Andere regionale Befragungen wie der Chicago-PMI und der Richmond-Fed-Index geben im Vorfeld dazu weitere Hinweise. Zudem stehen die Konsumdaten des Januars nebst Deflatoren und das Verbrauchervertrauen des Conference Boards sowie die Auftragseingänge langlebiger Wirtschaftsgüter an.

Mit Spannung werden in der Eurozone die vorläufigen Verbraucherpreise erwartet. Den Auftakt geben morgen Spanien und Deutschland, gefolgt von Frankreich, Italien und der Schnellschätzung für die Eurozone am Mittwoch. Diese ist insbesondere vor dem Hintergrund interessant, dass die langfristigen Inflationserwartungen seit Mitte 2017 zugelegt haben. Bei diesen ist gleichwohl zu beachten, dass sie im historischen Vergleich noch immer auf niedrigem Niveau liegen. Erst jenseits der 2 %-Marke wäre wohl von einer Normalisierung auszugehen. Im Hinblick auf die europäische Geldpolitik ist zu konstatieren, dass der durch einen starken Euro begünstigte Rückgang der Energiepreise im Monatsvergleich wohl nicht zu einem Umdenken bei den Notenbankern führen sollte.

Bund-Future: Das Interesse nimmt zu



Der Future hat Ende letzter Woche weiter zugelegt und sich vom überwundenen Abwärtstrend deutlich entfernt. Etwas schwächere Konjunkturzahlen und Äußerungen diverser Notenbankvertreter stärken Erwartungen, dass es die EZB mit der geldpolitischen Wende nicht besonders eilig hat. Zudem nimmt die Risikoaversion im Vorfeld der Wahlen in Italien zu und weckt das Interesse an vermeintlich sicheren Bundesanleihen. Der nächste Widerstand ist bei 159,75 (Retracement) zu finden, Unterstützungen lokalisieren wir bei 157,90 und 159,42.

EUR-USD: Es bleibt spannend



Der Euro hat die Unterstützungslinie des Dezember-Aufwärtstrendkanals, die heute bei 1,2278 verläuft getestet. Technisch ist ein Unterschreiten möglich. So ist der MACD nach unten gerichtet und der DMI steht kurz vor einem Verkaufssignal. Sollte die Trendkanallinie nicht halten und das Zwischentief bei 1,2204 unterschritten werden, wäre eine Trendwendeformation in Form eines Doppel-Tops komplettiert. Weitere Haltemarken lokalisieren wir bei 1,2165 und an der 55-Tagelinie bei 1,2150. Hürden liegen bei 1,2352 und um 1,2412/35.

Autor: Helaba Floor Research, www.helaba.de



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