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Fresenius Medical Care – US-Übernahmeprobleme überschatten das Rekordergebnis
LYNX Broker - Indizes - 05.03.2018

Fundamentalanalyse Fresenius Medical Care



Die Fresenius Medical Care AG & Co. KGAA ist nach eigenen Angaben der weltweit führende Anbieter von Produkten und Dienstleistungen für Menschen mit Nierenerkrankungen. Weltweit unterziehen sich rund 3 Millionen Patienten einer regelmäßigen Dialysebehandlung. Fresenius Medical Care betreibt ein Netz aus 3.710 Dialysezentren und betreut global rund 317.000 Dialysepatienten, davon allein rund 195.000 Patienten in 2.363 Kliniken in den USA. Der Umsatzanteil der USA wird mit rund 70 Prozent angegeben. Der Konzern gehört außerdem zu den global führenden Anbietern von Dialyseprodukten, Dialysegeräten und Dialysefiltern und vertreibt seine Produkte in über 120 Ländern.

Die Fresenius Medical Care wurde am 30. September 1996 gegründet. Am 1. Oktober 1996 fand die Erstnotierung an der Frankfurter Wertpapierbörse (FWB) statt, am 2. Oktober 1996 die Erstnotierung an der New Yorker Wertpapierbörse (NYSE). Seit dem 20. September 1999 befindet sich das Unternehmen im Deutschen Aktienindex (DAX). Der Konzern hat seinen Sitz in Bad Homburg und wird von CEO Rice Powell geleitet.

Übernahme von Akorn wirft Fragen auf



Die geplante milliardenschere Übernahme des US-Arzneimittelherstellers Akorn stockt und wird jetzt sogar gänzlich in Frage gestellt. Der US-Hersteller von Cremes und Salben soll Probleme haben. Die Angelegenheit wird derzeit geprüft. Eventuell wird sich Fresenius Medical Care sogar zurückziehen, denn die Übernahme eines Unternehmens, das Schwierigkeiten mit der US-Arzneimittelaufsicht FDA hat, kann unnötig teuer werden und Ressourcen belasten. Bei der geplanten Übernahme von Akorn geht es für Fresenius nämlich immerhin um einen rund 4,4 Mrd. Euro teuren Zukauf.

Details zur Aktie



Die Aktie von Fresenius Medical Care ist seit 1996 an der Börse Frankfurt mit dem Symbol „FME“ und an der Börse New York mit dem Symbol „FMS“ notiert. Insgesamt sind 307.961.563 Aktien ausstehend. Der Streubesitz wird mit rund 64 Prozent angegeben.

Größter Anteilseigner ist die Fresenius SE, die 30,70 Prozent der Aktien hält. Auf den weiteren Plätzen finden sich mit einem Anteil von 6,28 Prozent BlackRock, mit 4,96 Prozent Thornburg Investment Management und mit 2,86 Prozent die Norges Bank.

Das Wertpapier ist unter anderem in den DAX, in den DJ EuroStoxx Healthcare und den Dow Jones 600 einbezogen. Der Markt bewertet den Konzern derzeit mit 26,08 Mrd. EUR. Die Aktie kostete in den letzten 52 Wochen 93,82 EUR im Hoch und 75,53 EUR im Tief. In den letzten fünf Jahren erzielte sie eine Performance von rund 64 Prozent und ist damit im Vergleich zum DAX, der rund 63 Prozent im Vergleichszeitraum erzielte, ein ganz leichter Outperformer.

Aktuelle Analysen



Die Analysten von Barclays, Berenberg, CFRA, Citigroup, Commerzbank, Credit Suisse, Deutsche Bank, DZ Bank, Goldman Sachs, Independent Research, JPMorgan, Kepler Cheuvreux, NordLB, RBC Capital und UBS haben im Jahr 2018 Studien zur Aktie gefertigt.

Von den 14 Analysen mit einer Kurszielangabe (die Analysten von RBC Capital blieben ein Kursziel schuldig) liegt das tiefste Kursziel bei 83,00 EUR (Deutsche Bank vom 22. Januar) und das höchste bei 105,00 EUR (DZ Bank vom 27. Februar). Das Durchschnittskursziel liegt bei 94,26 EUR. Die Aktie ging zum Zeitpunkt dieser Analyse mit einem Schlusskurs von 84,72 EUR aus dem Xetra-Handel.

Fundamentaldaten 2017



Die Fresenius Medical Care hat am 26. Februar 2018 mit der Vorlage der Zahlen für 2017 neue Rekordergebnisse publiziert. Der Umsatz lag bei 17,784 Mrd. EUR. Das EBIT wurde mit 2,362 Mrd. EUR festgestellt. Das Konzernergebnis wurde mit 1,280 Mrd. EUR testiert. Der Gewinn je Aktie lag bei 4,17 EUR. Der aktuelle Dividendenvorschlag liegt bei 1,06 EUR je Anteilsschein. Insgesamt lag die Bilanzsumme für 2017 bei 24,025 Mrd. EUR. Der Konzern wies eine Nettoverschuldung in Höhe von 6,470 Mrd. EUR aus. Fresenius Medical Care beschäftigte im Geschäftsjahr 2017 114.000 Mitarbeiter.

Bilanzprognosen für 2018 und 2019



Die Umsätze könnten 2018 18,86 Mrd. EUR und 2019 20,25 Mrd. EUR betragen. Das EBIT wird für 2018 mit 2,69 Mrd. EUR und für 2019 mit 2,94 Mrd. EUR prognostiziert. Der Gewinn je Aktie könnte 2018 bei 4,38 EUR und 2019 bei 4,87 EUR liegen. Die Dividende je Aktie könnte 2018 bei 1,10 EUR und 2019 bei 1,22 EUR liegen.

Für das Jahr 2018 könnte ein Cashflow je Aktie von 7,28 EUR und für 2019 in Höhe von 7,65 EUR testiert werden. Das Nettovermögen je Aktie könnte 2018 bei 39,01 EUR und 2019 bei 42,56 EUR betragen. Die Nettoverschuldung von 7,42 Mrd. EUR aus dem Jahr 2018 könnte im Folgejahr 2019 auf 6,93 Mrd. EUR leicht absinken.

Die nächsten Termine



Die Fresenius Medical Care wird am 3. Mai 2018 ihr Quartalsergebnis für das erste Quartal 2018 veröffentlichen und am 17. Mai 2018 die Hauptversammlung in Frankfurt am Main abhalten.

Langfristige Chartanalyse der Fresenius Medical Care Aktie



Mit Blick auf die letzten fünf Handelsjahre der Aktie von Fresenius Medical Care zeigt sich ein sehr positives Bild. Der Wert konnte sich aus dem Kursbereich von rund 50,00 Euro zeitweise bis auf gut 92,50 Euro hinaufarbeiten und rangiert auch mit dem Schlusskurs der letzten Handelswoche von rund 82,50 auf einem sehr starken Niveau. Zu beobachten war jedoch, dass der anfänglich saubere Aufwärtstrend von Juli 2014 bis April 2015 nicht in gleicher Art und Weise fortgesetzt werden konnte und in eine sehr volatile Phase überging. Stärkere Gegenbewegungen mussten diverse Male verkraftet werden, was eine saubere Trendfolge stark erschwerte. Neue Bewegungshochs wurden schnell wieder abverkauft, wodurch gerade Breakouts sehr unprofitabel wurden.



Aus charttechnischer Sicht wird für die nähere Zukunft die wichtige Unterstützung von 82,50 Euro richtungsentscheidend sein . Sollte der Wert weiterhin oberhalb dieser Marke bleiben, ist es nicht auszuschließen, dass die Aktie erneut in Richtung 90,00 Euro steigen könnte und Käufe weiterhin interessant bleiben. Ein Rutsch unter diesen wichtigen Bereich könnte jedoch zu weiter fallenden Kursen führen, die durchaus zu einem generellen Trendbruch führen könnten. Mit Blick auf die vergangenen unsauberen Bewegungen ist der Wert wohl auch weiterhin nicht unbedingt die beste Entscheidung für einen sauberen trendfolgenden Handel.

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Autor: LYNX Broker



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