Kolumnen & Analysen Devisen

Tagesausblick Renten/Devisen: Stimmungslage der US-Industrie im Fokus
Helaba Floor Research - Forex - 15.03.2018

Datenseitig richtet sich das Interesse heute erneut in die USA, denn dort stehen mit Empire-State- und dem Philadelphia-Fed-Index die ersten Stimmungsbarometer des Verarbeitenden Gewerbes im laufenden Monat auf dem Programm. Seit Monaten liegen beide Indizes sehr weit im Expansionsbereich, wobei sich insbesondere der Philly-Fed-Index auch im historischen Vergleich auf hohem Niveau bewegt, während der Empire-State-Index zuletzt vier Rückgänge in Folge aufwies. Angesichts dessen erscheinen die Konsensschätzungen realistisch, wonach beide Indikatoren weiterhin sehr deutlich Wachstumsperspektiven aufzeigen, sich aber in der monatlichen Veränderung gegenläufig entwickeln. Der Index der Fed in Philadelphia könnte leicht nachgeben, das Pendant der Fed in New York („Empire State“) dagegen leicht zulegen. Darüber hinaus stehen die Importpreise und die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe an. Erstere werden kaum noch Beachtung finden, denn Verbraucher- und Erzeugerpreise des Monats Februar wurden bereits veröffentlicht. Die US-Arbeitsmarktlage ist rekordverdächtig gut, denn die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe hatten Ende Februar bezogen auf die Gesamtbeschäftigtenzahl erneut einen historischen Tiefstand erreicht. Einen stärkeren Einfluss auf die Zinserwartungen bezüglich der Fed sehen wir insgesamt nicht. Dazu bedürfte es wohl deutlicher Überraschungen gegenüber der Konsensprognosen, von denen wir nicht ausgehen.

In der Schweiz gibt die Schweizerische Nationalbank die Zinsentscheidung bekannt. Mit Veränderungen ist nicht zu rechnen und zudem dürfte die SNB erneut deutlich machen, dass sie den Schweizer Franken für überbewertet hält.

Rentenmarkt gut behauptet



Der Bund-Future notierte gestern zunächst im Minus, konnte im Handelsverlauf aber ein neues 7-Wochenhoch (157,97) markieren. Die technische Ausgangslage ist uneinheitlich. Zwar steht der MACD im Kauf, der Stochastic tritt aber wieder in den überkauften Bereich ein und weist damit auf eine mögliche Übertreibung hin. Erste Kursverluste treffen bei 157,17 und an der 55-Tagelinie auf Unterstützung. Diese verläuft heute bei 157,06. Darunter besteht eine weitere Haltemarke um 156,91/88. Eine erste Hürde lokalisieren wir bei 158,00. Darüber bestünde Luft bis zur 100-Tagelinie bei 158,25. Trading-Range: 156,90 – 158,30.

Euro: Richtungsimpuls steht aus



Im Hoch konnte der Euro bis auf 1,2413 zulegen, der Wiedereintritt in den Aufwärtstrend gelang aber nicht. Insofern fehlt ein echter Richtungsimpuls und auch die technischen Indikatoren helfen aktuell nicht weiter. Der fallende und unter 20 Punkten liegende ADX unterstreicht die trendlose Verfassung. Der DMI ist daher ohne Aussagekraft und wechselte zudem in den letzten drei Wochen häufig sein Vorzeichen. Stochastic und RSI liegen in der neutralen Zone und der MACD liegt dicht an seiner Signallinie. Dieser konnte sich zuletzt zumindest leicht verbessern. Per saldo ist auch das Bild im Wochenchart ambivalent. Der MACD korrigiert und steht kurz davor seine Signallinie zu unterschreiten, auch der Stochastic sinkt wohingegen der DMI bei hohem ADX im Kauf steht. Abwarten heißt somit die Devise. Unterstützungen finden sich im Bereich um 1,2270. Hier lokalisieren wir das jüngste markante Tief sowie die 55-Tagelinie. Widerstände sehen wir bei 1,2413 und 1,2444/46 Trading-Range: 1,2270 – 1,2450.

Autor: Helaba Floor Research, www.helaba.de



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