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Bund Future - Erwartete Trading Range: 158.35-159.57
Helaba Floor Research - Bonds - 23.03.2018

Trading Range: 158.35-159.57
Tendenz fest


Das Ifo- Geschäftsklima (114.7 nach 115.4) ist wie nicht anders zu erwarten gesunken. Mit dem zweiten Rückgang in Folge, der Lagebeurteilung (125.9 nach 126.3) und Erwartungshaltung (104.4 nach 105.4) zu gleichen Teilen geschuldet ist, mehren sich die Stimmen derer, die ein Ende des Aufschwungs propagieren.

Auch die schlechter Stimmung bei den Einkaufsmanagern des verarbeitenden Gewerbe (56.6 nach 58.6) und im Dienstleistungssektor (55 nach 56.2) der Eurozone führen zum gleichen Schluss. Von einem Trendwendesignal zu sprechen fällt jedoch angesichts der robusten konjunkturellen Lage schwer.

Die Bank von England ließ den Leitzins unverändert bei 0.5 % und hält an ihrer lockeren Geldpolitik fest. Allerdings stimmten 2 der 9 Ratsmitglieder für eine sofortige Zinserhöhung.

In den USA wurde eine erneute Haushaltssperre abgewendet. Nach dem Repräsentantenhaus hat auch der Senat den Haushalt mit einem Volumen von 1.3 Billionen Dollar genehmigt. Unter anderem soll der Verteidigungsetat um 61 Milliarden auf 700 Mrd. Dollar erhöht werden. Unterdessen hat US- Präsident Trump seinen Sicherheitsberater McMaster entlassen und durch Hardliner Bolton ersetzt.

In Zusammenhang mit dem drohenden Handelskrieg zwischen USA und China, dem schwelende Zollstreit mit Europa (Die EU wurde wegen laufender Verhandlungen vorerst ausgenommen) sowie dem Facebook-Skandal wurden aus schwächeren Stimmungsindikatoren schnell ausgewachsene Konjunktursorgen. Mit Sprung der Risikoampeln auf „Rot“ schichteten Anleger massiv aus Aktien in Staatsanleihen um.

Bundesanleihen profitieren von ihrem Status als sicherer Hafen und wurden lebhaft nachgefragt. Neben der Fluchtbewegung aus Aktien spielten auch Knappheitsüberlegungen eine Rolle. Die DFA teilte mit, wegen eines geringeren Finanzierungsbedarfs im zweiten Quartal 2 Mrd. Euro weniger emittieren zu wollen. Betroffen sind zu gleichen Teilen die 10-jährige Bundesanleihe und Bundesobligationen. Die Umsätze haben sich spürbar belebt, lange Laufzeiten führen den Aufschwung an. Der Abstand zwischen 10- und 30-jährigen Bundestiteln weitete sich auf 64 BP aus. 10-jährige Bonds aus Frankreich (0.77 %) machten gegen vergleichbare Belgier (0.81 %) knapp einen BP gut.

Anleihen der EU- Peripherie können in dem von Risikoaversion bestimmten Handel ihren Pendants aus den Kernländern nicht recht folgen. Am deutlichsten blieben PGBs (1.73 %) zurück, die 6 BP gegen Bunds verloren. Der Risikoaufschlag 10-jähriger spanischer (1.27 %) und italienischer Bonds (1.88 %) weitete sich gegenüber vergleichbaren Bundesanleihen um 3 bzw. 2 BP aus.

Am US- Bondmarkt sind die Renditen infolge des Ausverkaufs bei Aktien deutlich gesunken. Staatsanleihen waren trotz latenter Zinssorgen als sichere Anlage gefragt. Der Abstand zwischen 5- und 30-jährigen Treasuries weitete sich auf 45 BP aus. In Fernost tendieren US-Treasuries infolge sehr schwacher Vorgaben von den asiatischen Aktienbörsen weiter freundlich. Der Nikkei-Index verliert knapp 4 Prozent. Die Verbraucherpreise Japans sind im Februar wie erwartet um 1.5 % gegenüber dem Vorjahr gestiegen.

Bund- (158.81) und Bobl- Kontrakt (130.95) legten 81 bzw. 29 Stellen zu, der Schatz (111.955) ging 4 ½ Ticks höher aus dem Markt. Die Rendite der 10-jährigen Bundesanleihe fiel auf 0.53 %, der Renditeabstand zwischen 2-und 10-jährigen Bundesanleihen verringerte sich auf 113 BP. 10-jährige US- Treasuries rentieren 6 BP niedriger bei 2.81 %. Der Euro verharrt bei 1.236 Dollar, der Preis für das Barrel Öl fällt auf 65 Dollar.

Zum Wochenschluss richtet sich das Augenmerk auf Konjunkturdaten aus den Vereinigten Staaten. Die kräftige Zunahme der Auftragseingänge langlebiger Wirtschaftsgüter (1.6 %; ex Transport 0.5 %) sollte an der robusten Verfassung der US- Wirtschaft keine Zweifel aufkommen lassen. Neubauverkäufe (622K/4.8 %) komplettieren den Datenkranz dieser Börsenwoche.

Am Primärmarkt stehen auch heute keine Transaktionen staatlicher europäischer Schuldner auf der Agenda. Auch in der verkürzten Karwoche halten sich die Aktivitäten in Grenzen. Am Montag bietet Italien 3 Mrd. Euro 2-jährige Zeros sowie 2.5 Mrd. Euro 5-jähriger Linker an. Zwei Tage später sind sie dann nochmals mit 5- und 10-jährigen BTPs im Volumen von voraussichtlich 6 Mrd. Euro sowie 7-jährigen CCTs über nochmal an der Reihe. Das amerikanische Schatzamt versteigert 2-, 5- und 7-jährige Notes.



Technik:



Der Bund-Future setzte seine Aufwärtsbewegung mit hoher Dynamik fort und schloss (158.81) 82 Stellen über Vortagsniveau. Der Ausblick im Tageschart hat sich wieder aufgehellt und bleibt konstruktiv. Auf Renditebasis ist kurzfristig nicht mit einem Trendwechsel zu rechnen.

Widerstände sehen wir bei 159.00 (Hoch v. 22.03.), 159.27/32 (Trend/Gap aus Roll), 159.57 (Hoch v.27.12.9, 159.74 (Hoch v. 06.03.cont), 160.38 (Hoch v. 05.03.cont.), 160.62 (Hoch v. 19.12.) und 160.98 (Kontrakthoch v 11.12.).

Unterstützungen liegen bei 158.49 (Fibonacci), 158.35 (Hoch v. 16.03.), 158.05 (Tief v. 22.03.), 157.75 (Tief v. 21.03.), 157.71/67 (Trend/Tief v.19.03.), 157.34 (Tief v.14.03.), 156.88 (Tief v. 09.03.), 156.59 (Tief v. 07.03.) und 156.22 (Tief v. 08.03.).

Unterstützungen 158.49 158.35 158.05
Widerstände 159.00 159.27 159.57


Autor: Helaba Floor Research, www.helaba.de

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