Kolumnen & Analysen Devisen

Tagesausblick Renten/Devisen: Eurozone: Monetärer Preisdruck gedämpft
Helaba Floor Research - Forex - 27.03.2018

Der monetäre Preisdruck in der Eurozone ist gering. Zwar ist angesichts der guten konjunkturellen Lage und Perspektiven mittelfristig mit einer stärker steigenden Kreditvergabe zu rechnen, noch sind die Zuwachsraten aber als verhalten zu bezeichnen und sie liegen deutlich hinter früheren Niveaus zurück. Einhergehend mit der fehlenden Kreditdynamik bleibt auch das Wachstum der Geldmenge gedämpft. Die Komponente M3 pendelt seit gut zwei Jahren um die Vorjahresrate von etwa 5%. Daran werden die heute anstehenden Zahlen des Monats Februar wohl nichts ändern. Für Aufmerksamkeit sorgen die vorläufigen Inflationszahlen in Spanien, die im März deutlich gestiegen sein dürften. Sie liegen aber noch immer unterhalb des EZB-Ziels von unter aber nahe zwei Prozent und im April zeichnet sich schon wieder ein Rückgang der Teuerungsraten ab. Insofern gibt es bezüglich der EZB keinen Anlass, Erwartungen eines schnelleren Ausstiegs aus der extrem lockeren Geldpolitik zu forcieren.

Bund-Future: Charttechnik freundlich zu beurteilen



Vor dem Hintergrund einer zurückgehenden Risikoaversion am Aktienmarkt gab der Bund-Future zum Wochenauftakt zunächst nach, die anfänglichen Verluste konnten im Verlauf aber wieder wettgemacht werden. Die Charttechnik ist weiterhin als freundlich zu beurteilen. Widerstände finden sich bei 159,00 und 159,27. Oberhalb bestünde Potenzial bis zur Marke bei 159,57. Die Veröffentlichung der Stimmungsindikatoren in Europa und den USA könnten den Bund-Future heute per saldo stützen. Eine erste Haltemarke sehen wir an dem 61,8 %-Retracement der Dezember-Abwärtsbewegung bei 158,55. Darunter bietet die 100-Tagelinie bei 158,22 weiteren Halt.

US-Dollar in der Defensive



Unsicherheiten im Zusammenhang mit der Zollpolitik der USA sowie Befürchtungen einer Verschärfung des Handelskonflikts mit China sind zuletzt zwar gesunken, dennoch bleibt der US-Dollar in der Defensive. Entsprechend hat sich der Euro gefestigt und die Marke von 1,24 überwunden – unterstützt von Äußerungen des Bundesbankpräsidenten Weidmann, der Erwartungen steigender Leitzinsen Mitte 2019 „nicht für unrealistisch“ hält. Das MACD-Kaufsignal im Tageschart stimmt zudem zuversichtlich. Die nächsten Hürden zeigen sich um 1,1460. Darüber entstünde Potenzial bis 1,2555. Eine erste Unterstützung lokalisieren wir an den 21- und 55- Tagelinien, die heute bei 1,2322 bzw. 1,2312 verlaufen. Weitere Verluste könnten dann erst bei 1,2283 und im Bereich 1,2237/39 gestoppt werden

Autor: Helaba Floor Research, www.helaba.de



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