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Scale: So mancher mit dem Zeug fürs Große
Börse Frankfurt - Trading Business - 27.03.2018

27. März 2018. FRANKFURT (Börse Frankfurt). Es läuft weiter gut für den "Nachwuchs" an der Börse Frankfurt: Zwar können sich die in Scale gelisteten Aktien kleiner und mittelgroßer Unternehmen der derzeitigen allgemeinen Schwankungen nicht ganz entziehen, anders als der DAX kommt der Scale All Share-Index seit Jahresanfang aber auf keine größeren Verluste.

Der Index, der zum Start des Börsensegments im März 2017 bei 1.000 Punkten gestartet und am 23. Januar auf ein Allzeithoch von 1.391,54 Zählern geklettert war, liegt aktuell knapp 1.300 Punkten. Seit Auflegung hat er damit um 30 Prozent zugelegt - mehr als DAX, MDAX bzw. TEcDAX oder SDAX in diesem Zeitraum. Der Scale 30, der seit Februar dieses Jahres existierende Auswahlindex, liegt aktuell bei 1.210 Punkten.

Die meisten Aktien haben kräftig zugelegt, einige aber auch verloren. Top-Performer ist auf Sicht von zwölf Monaten der Anbieter von ökologischen Werkstoffen Delignit (WKN A0MZ4B) mit einem Plus von 144 Prozent, gefolgt vom Medizin- und Umwelttechnikunternehmen m-u-t (WKN A0MSN1) mit 110 Prozent und der Frankfurter FinTech Group (WKN FTG111) mit 96 Prozent.

Neulinge im Aktien-Segment



Zum regulären Anpassungstermin der Auswahlindizes am 19. März kam es übrigens zur ersten Anpassung im Scale 30: Die Aktien der Daldrup & Söhne AG (WKN 783057) ersetzen aufgrund des höheren Zwölf-Monats-Orderbuchumsatzes die Papiere der Ringmetall AG (WKN 600190).

Im Februar gab es darüber hinaus einen Neuzugang in Scale : den Anbieter von Bildbearbeitungstechnologien für den Einsatz in Industrie und Wissenschaft Stemmer Imaging (WKN A2G9MZ). Die Aktie kam zu 34 Euro an die Börse, aktuell sind es knapp 36 Euro. Die Neuemission war deutlich überzeichnet.

Am 28. März soll außerdem die Aktie des IT-Sicherheitsunternehmens Cyan (WKN A2E4SV) in den Handel aufgenommen werden. Cyan wurde 2006 gegründet und bietet Unternehmen, unter anderem Mobilfunkanbietern und Banken, Sicherheitslösungen für den Schutz des mobilen Datenverkehrs an. Drei Tage vor dem geplanten Handelsstart meldet das Unternehmen eine 2,7-fache Überzeichnung bei vollständiger Platzierung der angebotenen 1,38 Millionen Aktien inklusive Greenshoe.

Beide Emissionen konnten auch über die Frankfuter Börse gezeichnet werden.

Fintech Group weiter auf Wachstumskurs



Die FinTech Group AG, der Unternehmensverbund um den Discountbroker flatex, wird seinen vollständigen Geschäftsbericht für 2017 vermutlich erst Ende April veröffentlichen, Eckdaten werden aber noch für diesen Monat erwartet. Gerechnet wird mit über 100 Millionen Euro Umsatz sowie mehr als 16,8 Millionen Euro Nettogewinn. Auch der Start ins neue Jahr ist gut gelungen: "Mit jeweils mehr als 1 Million Wertpapiertransaktionen gehen der Januar und Februar 2018 als Rekordmonate in die Annalen ein", hieß es vom Frankfurter Unternehmen. Die Aktie wird mittlerweile auch von der Berenberg Bank beurteilt, die Analysten votieren mit "Buy" und nennen ein Kursziel von 40 Euro (aktuell 27,65 Euro). Auch Warburg Research und Commerzbank raten zum Einstieg, Warburg nennt ein Kursziel von 35 Euro, die Commerzbank 30 Euro.

Pantaflix-Vorstand kauft Aktien



Kursverluste gab es zuletzt bei der lange sehr gut gelaufenen Aktie des Streaming-Dienstes Pantaflix (WKN A12UPJ), an dem unter anderem Schauspieler Matthias Schweighöfer mit 20 Prozent beteiligt ist. Pantaflix hatte für 2017 zwar einen kräftigen Umsatz- und Gewinnanstieg bekanntgegeben, die "Wirtschaftswoche" hatte die Pantaflix AG aber als überbewertet bezeichnet, die möglichen Gewinnmargen beim Video-on-Demand-Portal seien viel zu klein. Wohl zur Beruhigung der Aktionäre hat sich nun der ehemalige Sat.1- und ProSieben-Chef sowie jetziger Pantaflix-Vorstand Nicolas Paalzow mit 3 Prozent am Unternehmen beteiligt.

SMC-Research hatte vor einigen Wochen weiter zur Pantaflix-Aktie ("Speculative Buy") geraten und das Kursziel auf 290 Euro erhöht, aktuell notiert die Aktie allerdings nur noch bei 112 Euro. Das Unternehmen habe zuletzt mit mehreren positiven Nachrichten für Schlagzeilen gesorgt, hieß es, etwa mit dem guten Kinostart der neusten Produktion "Hot Dog" sowie mit einem vielversprechenden neuen Filmprojekt: der Verfilmung von Mozarts "Zauberflöte" zusammen mit Regisseur Roland Emmerich. Noch wichtiger sei aber die Meldung, dass mit Studiocanal ein weiterer großer Content-Partner für die Streaming-Plattform präsentiert worden sei.

Nanogate übertrifft Erwartungen



Nanogate, der Spezialist für designorientierte Hightech-Oberflächen und -Komponenten, hatte am 6. März die Zahlen für 2017 veröffentlicht: Das Unternehmen konnte nach vorläufigen Zahlen die Prognosen deutlich übertreffen und den Umsatz um über 60 Prozent auf mindestens 185 Millionen Euro steigern. Das operative Ergebnis erhöhte sich trotz Transaktions- und Integrationskosten für Zukäufe auf über 21 Millionen Euro. Für 2018 erwartet der Konzern einen Umsatzanstieg auf mehr als 220 Millionen Euro, das operative Ergebnis soll sich auf über 24 Millionen Euro erhöhen. Die Aktie (WKN A0JKHC) bewegt sich in diesem Jahr allerdings seitwärts. Größtes Sorgenkind im Segment bleibt der auf Büroimmobilien spezialisierte Asset-Verwalter Publity (WKN 697250), der Kurs hat sich in den vergangenen zwölf Monaten mehr als halbiert. Auslöser war eine Gewinnwarnung im Januar, begründet mit der Verschiebung von Objektverkäufen und einem verlangsamten Wachstum bei den verwalteten Assets. Die negative Gewinnentwicklung wurde im Februar bestätigt, für das Geschäftsjahr 2018 erwartet Publity aber eine Steigerung des Gewinns nach Steuern auf 15 bis 20 Millionen Euro.

50 Aktien, 15 Anleihen



Die fünfzehn Anleihen im Scale-Segment notieren alle deutlich über Pari, besonders weit die Papiere des Fußballclubs Gelsenkirchen Schalke 04 (WKN A2AA04), der Karlsberg Brauerei (WKN A2AATX), Joh. Friedrich Behrens (WKN A161Y5) und Eyemaxx Real Estate (WKN A2AAKQ).

Scale ging im März 2017 an den Start und hat den Vorgänger Entry Standard abgelöst. Scale bietet Zugang zu Aktien und Anleihen kleiner und mittlerer Unternehmen. Die Zahl der in Scale gelisteten Aktien hat sich mittlerweile auf 49 erhöht, davon sind fünf Unternehmen über einen Börsengang in das Segment aufgenommen worden.

Unternehmen, die sich in Scale listen lassen wollen, müssen schon zwei Jahre existieren und 30 Millionen Euro Marktkapitalisierung aufweisen. Des Weiteren wurden fünf Kriterien angesetzt, von denen jedes Unternehmen drei erfüllen muss: Ein Mindestumsatz von zehn Millionen Euro, ein positives Jahresergebnis, ein positives bilanzielles Eigenkapital, eine Mindestmitarbeiterzahl von 20 Personen und mindestens fünf Millionen Euro Eigenkapital. Und: Es gibt eine verpflichtende Research Reports durch die beiden Analysehäuser Morningstar und Edison Investment Research, die von der Deutschen Börse - und nicht von den Unternehmen selbst - in Auftrag gegeben werden. Dennoch richtet sich das Segment nur an gut informierte Anleger.

Alle Unternehmen in Scale für Aktien mit ausführlichen Datenblättern, den Research Reports auf boerse-frankfurt.de. - http://www.boerse-frankfurt.de/aktien/scale

von: Anna-Maria Borse
27. März 2018, © Deutsche Börse AG



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