Kolumnen & Analysen Devisen

Tagesausblick Renten/Devisen: US-Wachstumsszenario intakt
Helaba Floor Research - Forex - 28.03.2018

Heute stehen Zahlen auf dem Programm, die eher der zweiten Reihe zuzuordnen sind. Zu nennen sind das deutsche GfK-Verbrauchervertrauen und das französische INSEE-Verbrauchervertrauen sowie der spanische Einzelhandelsumsatz. Interessanter wird es erst morgen, denn dann werden in Deutschland die vorläufigen Verbraucherpreise des laufenden Monats veröffentlicht. Hier ist zwar ein Anstieg zu erwarten, mit einem Wert oberhalb der Konsensschätzung von 1,6 % VJ ist aber nicht zu rechnen und im April zeichnet sich bereits ein nachlassender Preisauftrieb ab. Zudem fiel in Spanien die Jahresteuerungsrate geringer aus als erwartet und die neuesten Zahlen zur Geldmengenentwicklung und Kreditvergabe zeigen, dass der monetäre Preisdruck gering ist. Vor diesem Hintergrund sollten Zinserhöhungserwartungen nicht forciert werden.

In den USA steht heute die letzte Schätzung des BIP-Wachstums des Schlussquartals 2017 zur Veröffentlichung an. Eine leichte Aufwärtsrevision wird erwartet. Es gilt zu berücksichtigen, dass die Dynamik in diesem Jahr wieder zunehmen dürfte, denn der ISM-Index des Verarbeitenden Gewerbes liefert eine positive Indikation. Dieser ist im Vormonat überraschend deutlich gestiegen. Mit 60,8 Punkten hat er das höchste Niveau seit 14 Jahren erreicht und regionale Fed-Umfragen lassen auf eine weitgehend stabile Industriestimmung im März schließen. Wir halten ein BIP-Wachstum von 2,8 % in diesem Jahr für möglich, nach 2,2% im Jahr 2017. Die vorläufige Handelsbilanz und die schwebenden Hausverkäufe runden den heutigen Datenkranz ab, Einfluss auf das Marktgeschehen haben diese Zahlen in der Regel aber nicht.

Bund-Future markiert neues 11-Wochenhoch



Der Bund-Future knüpfte gestern an die Gewinne vom Montag an und markierte zwischenzeitlich ein neues 11-Wochenhoch bei 159,42. Schwache Verbraucherpreise in Spanien unterstützten den Bund-Future. Die technische Ausgangslage ist weiterhin positiv, sodass es unserer Einschätzung nach in den nächsten Tagen zu einem erneuten Test des Widerstands bei 159,27 kommen könnte. Darüber entstünde Kurspotenzial bis 159,57. Erste Rücksetzer hingegen treffen bei 158,55 sowie an der 100-Tagelinie bei 158,22 auf Unterstützung. Trading-Range: 158,30 – 159,70.

EUR-USD: Dynamik lässt nach



Der Euro hat sich zunächst weiter erholt, die Marke von 1,25 konnte aber nicht überwunden werden. Geringer als erwartet ausgefallene Preiszahlen in Spanien und der geringe monetäre Preisdruck in der Eurozone haben Euro im Tagesverlauf belastet. Das technische Bild bleibt aber mit dem MACD-Kaufsignal konstruktiv. Sollte das jüngste Hoch bei 1,2476 überwunden werden, stünde einem Test des Mitte Februar markierten Dreijahreshochs bei 1,2555 nichts mehr im Wege. Erste Unterstützungen loklasieren wir bei 1,2390, 1,2320 und 1,2283. Trading Range: 1,2390 – 1,2500.

Autor: Helaba Floor Research, www.helaba.de



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