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Bund Future - Erwartete Trading Range: 158.57-160.07
Helaba Floor Research - Bonds - 03.04.2018

Trading Range: 158.57-160.07
Tendenz gut behauptet


An den internationalen Finanzmärkten kehrte vorösterliche Ruhe ein. Nach einem von großer Verunsicherung und Nervosität geprägten Handelsverlauf standen im Handelsstreit der USA mit China die Zeichen auf Entspannung. Während der Ausverkauf an den Aktienbörsen zum Stillstand kam, legten auch festverzinsliche Papiere eine Verschnaufpause ein.

Leider haben sich die Hoffnungen auf eine Beilegung des Zollstreits nicht erfüllt. China hat als Reaktion auf US- Zölle seinerseits auch 128 US- Produkte im Umfang von 3 Mrd. USD mit Abgaben zwischen 15 und 25 Prozent belegt. Der eskalierende Handelskonflikt ließ die Aktienindizes zum Quartalsstart um mehr als 2 Prozent einbrechen. Der Dow-Jones-Index rutsche unter die charttechnisch wichtige 200-Tage-Linie.

Die Akteure an den Bondmärkten hatten schon vor Ostern dem Frieden nicht getraut. Die schlechtere Stimmung im in der Industrie und bei den Verbrauchern in den Staaten taten das ihre. Bundesanleihen präsentierten sich ausgesprochen stabil und entfernten sich nur unwesentlich von den tags zuvor markierten Höchstständen. Nur ultralange Laufzeiten zeigten sich anfällig für Gewinnmitnahmen. Die Umsätze blieben unterdurchschnittlich. Der Abstand zwischen 10- und 30-jährigen Bundestiteln weitete sich auf 66 BP aus. 10-jährige Bonds aus Frankreich (0.71 %) holten gegen vergleichbare Belgier (0.76 %) knapp 1.5 BP auf.

Anleihen der EU- Peripherie konnten mit zunehmender Risikobereitschaft deutlich Boden gegen die Pendants in den Kernländer gutmachen. Der Risikoaufschlag 10-jähriger spanischer (1.15 %), italienischer (1.78 %) und portugiesischer Bonds (1.58 %) ermäßigte sich gegenüber vergleichbaren Bundesanleihen um 4, 5 bzw. 2 BP.

Am US- Bondmarkt sind die Renditen gesunken. Staatsanleihen waren als sicherer Hafen gefragt. Der Handelsstreit mit China wirkt sich negativ auf die Stimmung im verarbeitenden Gewerbe und bei Konsumenten aus. Der ISM- Index im verarbeitenden Gewerbe ist deutlicher als erwartet auf 59.3 Punkte gefallen. Die Inflationserwartungen haben sich mit Veröffentlichung des PCE- Kerndeflators (0.2 %/1.6 %) nicht erhöht. Der Abstand zwischen 5- und 30-jährigen Treasuries ermäßigte sich auf 41 BP. In Fernost tendieren US-Treasuries trotz nachgebender Notierungen an den Aktienbörsen nur knapp behauptet. In Japan haben sich die Konjunkturerwartung gemäß Tankan-Report (20 nach 19) stärker als erwartet abgeschwächt.

Bund- (159.36) und Bobl- Kontrakt (131.21) legten 18 bzw. 7 Stellen zu, der Schatz (111.96) ging einen Tick höher aus dem Markt. Die Rendite der 10-jährigen Bundesanleihe fiel auf 0.50 %, der Renditeabstand zwischen 2-und 10-jährigen Bundesanleihen verringerte sich auf 110 BP. 10-jährige US- Treasuries rentieren 3 BP niedriger bei 2.74 %. Der Euro verbilligt sich auf 1.231 Dollar, der Preis für das Barrel Öl fällt auf 63.1 Dollar.

In der um den Feiertag verkürzten Börsenwoche stehen zunächst die Einkaufsmanager im Rampenlicht. Die Umfragen beim verarbeitenden Gewerbe in Spanien (54.7 nach 56) und Italien (55.5 nach 56.8) finalisieren das Ergebnis für den Euroraum (56.6). Vergleichszahlen aus Großbritannien (54.7 nach 55.2) sowie PKW-Verkäufe in USA (16.9 Mio.) beenden den ersten Handelstag.

Bis zum US- Arbeitsmarktbericht am Freitag richtet sich die Aufmerksamkeit auf die Einkaufsmanager aus dem Dienstleitungssektor, Auftragseingänge in der Industrie in Deutschland und den Vereinigten Staaten sowie hiesige Produktionszahlen. Sollten regionale Inflationsraten Erwartungen auf einen deutlichen Anstieg gerecht werden, dürften die vorläufigen Verbraucherpreise in der Eurozone kaum Überraschungspotential parat halten.

Am Primärmarkt stockt die Finanzagentur des Bundes 5-jährige Bundesobligationen um 3 Mrd. Euro auf. Spanien bietet tags darauf 3-, 10- und 30-jährige Staatsanleihen an. Frankreich ist dann ebenfalls mit 10-, 16-, 21- und 30-jährigen Anleihen am Start. Großbritannien versteigert zudem 5-jährige Gilts.



Technik:



Der Bund-Future konsolidierte nahe seines Kontrakthochs und schloss (159.36) 16 Stellen über Vortagsniveau. Auf Wochensicht summieren sich die Gewinne auf 56 Ticks. Der Ausblick im Tageschart bleibt konstruktiv, das überkaufte Niveau mahnt zur Vorsicht. Auf Wochensicht hellt sich das Bild weiter auf.

Widerstände sehen wir bei 159.48 (Hoch v. 29.03.), 159.69 (Hoch v.28.03.), 159.74 (Hoch v. 06.03.cont), 160.07 (Trend), 160.38 (Hoch v. 05.03.cont), 160.62 (Hoch v. 19.12.) und 160.98 (Kontrakthoch v 11.12.).

Unterstützungen liegen bei 159.12 (Tief v. 28.03.), 159.01 (Hoch v. 23.03.), 158.73 (Tief v. 27.03.), 158.55/50 (Tief v. 23.03./Trend), 158.35 (Hoch v. 16.03.), 158.05 (Tief v. 22.03.) und 157.67 (Tief v.19.03.).

Unterstützungen 159.01 158.73 158.55
Widerstände 159.48 159.69 160.07


Autor: Helaba Floor Research, www.helaba.de

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