Kolumnen & Analysen Devisen

Henkel – den DAX langfristig geschlagen
LYNX Broker - Indizes - 03.04.2018

Fundamentalbetrachtung der Henkel AG



Die Die Henkel AG & Co. KGaA verfügt den eigenen Angaben zufolge weltweit über ein diversifiziertes Portfolio mit starken Marken, Innovationen und Technologien in seinen drei Unternehmensbereichen. Im stärksten Konzernsegment Adhesive Technologies – dem Klebstoffbereich – mit einem Umsatzanteil von 47 Prozent gilt Henkel als globaler Marktführer.

Die Firma wurde als Henkel & Cie am 26. September 1876 von Fritz Henkel in Aachen gegründet. Heute hat der Konzern seinen Hauptsitz in Düsseldorf, beschäftigt rund 53.700 Mitarbeiter und wird von CEO Hans Van Bylen geleitet.

Konzernsegmente



Der Henkel-Konzern untergliedert sich in die Bereiche Adhesive Technologies, Beauty Care und Laundry & Home Care. Der Bereich Adhesive Technologies umfasst Produkte, wie Klebstoffe, Dichtstoffe, Beschichtungen für Industrie-, Handwerks- und Baukunden sowie Privatkunden. Henkel erwirtschaftet allein innerhalb des Segments Adhesive Technologies 30 Prozent des Umsatzes mit Produkten, die jünger als fünf Jahre sind – Innovationen haben somit einen hohen Stellenwert. Im Segment Beauty Care wird das Markenartikelgeschäft für Haarkosmetik, Köper-, Haut- und Mundpflege und das Friseurgeschäft gebündelt. Die Produkte dieses Segments sind in 150 Ländern verfügbar. Der Konzernbereich Laundry & Home Care steht global für das Markenartikelgeschäft mit Wasch- und Reinigungsmitteln, Reinigern und Insektenschutzprodukten. Henkel verkauft jährlich allein Waschmittel für etwa 25 Milliarden Waschladungen.

Marken



Die bekanntesten Marken des Konzerns sind Persil, Schwarzkopf, Syoss, Bref, biff, Aok, bac, fa, Methylan, Pattex, Perwoll, Ponal, Pril, Pritt, Sidolin, Somat, Theramed und Weißer Riese. Mindestens eine, wenn nicht sogar mehrere Marken finden sich in jedem deutschen Haushalt, doch viele der Henkel-Marken sind global.

Details zur Aktie



Die Henkel-Vorzugsaktie wurde am 2. Oktober 1985 zu einem Preis von umgerechnet 145,72 Euro emittiert, die erste Börsennotiz lag am 11. Oktober 1985 bei umgerechnet 199,40. Ein Aktiensplit von 1:3 fand am 18. Juni 2007 statt. Die Aktien können via Xetra und Börse Frankfurt sowie verschiedener Regionalbörsen gehandelt werden. Die Aktionärsstruktur bei der Vorzugsaktie ist sehr international und der Streubesitz liegt bei 99,16 Prozent. Die stimmberechtigten Stammaktien werden zu 61,02 Prozent von den Mitgliedern der Familie Henkel gehalten. Es gibt 178.162.875 Vorzugaktien und 259.759.875 Stammaktien, also 437.958.750 Aktien insgesamt. Henkel selbst hält mit dem Stichtag des 31. Dezember 2017 0,84 Prozent eigene Aktien. Die Vorzugsaktie von Henkel ist in den DAX einbezogen und auch Mitglied in einer Reihe weiterer Indizes, etwa dem MSCI World Index, MSCI Europe, MSCI Germany und FTSE World Europe. Der Markt bewertet den Konzern zum Zeitpunkt dieser Analyse mit 18,97 Mrd. EUR. Die Aktien kosteten in den letzten 52 Wochen 129,90 EUR im Hoch und 103,00 EUR im Tief.

Henkel-Wertpapier schlägt seit langem den DAX – die Dividendenhistorie beeindruckt



Langfristiges Investieren lohnt sich. Bei der Henkel-Vorzugaktie erreichten Anleger seit dem Börsengang 1985 bis heute eine durchschnittliche Verzinsung von 11,8 Prozent pro Jahr. Im Vergleich zum DAX, der im Vergleichszeitraum 7,8 Prozent erreichte, kann das Wertpapier folglich als Outperformer gelten. Auch der Blick in die Dividendenhistorie beeindruckt. Seit dem Jahr 2000 kennt die Dividende nur eine Richtung: nach oben. Waren es im Jahr 2000 nur 0,35 EUR, so wurden 2016 bereits 1,60 EUR gezahlt (Hinweis: alle genannten Performancedaten entstammen dem Geschäftsbericht 2017).

Aktuelle Analysene



Die Analysten von Baader Bank, Bankhaus Lampe, Barclays, Berenberg, CFRA, Citigroup, Commerzbank, Credit Suisse, Deutsche Bank, DZ Bank, Exane BNP, Goldman Sachs, Independent Research, Jefferies, JPMorgan, Kepler Cheuvreux, Morgan Stanley, NordLB, RBC Capital, Société Générale, UBS und Warburg Research haben 2018 Studien zur Aktie gefertigt. Von den insgesamt 22 Analysen liegt das tiefste Kursziel bei 103,00 EUR (RBC Capital vom 26. März 2018) und das höchste bei 144,00 EUR (Commerzbank vom 22. Februar 2018). Das Durchschnittskursziel liegt bei 121,55 EUR. Die Aktie ging zum Zeitpunkt dieser Analyse mit einem Schlusskurs von 106,50 EUR aus dem Xetra-Handel.

Fundamentaldaten 2017



Bei der Henkel AG wird jeweils zum 31.12. gemäß IFRS in Euro (EUR) bilanziert. Der Umsatz lag bei 20,029 Mrd. EUR und das betriebliche Ergebnis (EBIT) bei 3,055 Mrd. EUR. Der Jahresüberschuss wurde mit 2,541 Mrd. EUR testiert. Das Ergebnis je Vorzugsaktie lag bei 5,81 EUR. Der aktuelle Dividendenvorschlag liegt bei 1,79 EUR je Vorzugsaktie. Dies würde eine Ausschüttungssumme von 778,8 Mio. EUR bedeuten. Die Gesellschaft weist für 2017 liquide Mittel in Höhe von 916,0 Mio. EUR aus. Das gezeichnete Kapital liegt bei rund 438,0 Mio. EUR und die Verbindlichkeiten wurden mit 12,7 Mrd. EUR angegeben. Die Bilanzsumme lag somit bei 28,3 Mrd. EUR. Die Eigenkapitalquote wurde zum Jahresende mit rund 55,3 Prozent ausgewiesen. Das Unternehmen beschäftigte im Geschäftsjahr 2017 51.950 Mitarbeiter.

Konsensschätzungen und Bilanzprognosen für 2018 und 2019



Die Umsätze könnten 2018 bei 20,622 Mrd. EUR und 2019 bei 21,367 Mrd. EUR liegen. Das EBIT könnte 2018 bei 3,642 Mrd. EUR und 2019 bei 3,844 Mrd. EUR liegen. Der Jahresüberschuss wird für 2018 auf 2,677 Mrd. EUR und 2019 auf 2,865 Mrd. EUR geschätzt. Der Gewinn je Aktie wird für 2018 auf 6,17 EUR und für 2019 auf 6,56 EUR prognostiziert. Die Dividende je Aktie könnte 2018 bei 1,90 EUR und 2019 bei 2,00 EUR liegen. Für das Jahr 2018 könnte ein Cashflow je Aktie von 7,29 EUR und 2019 von 7,66 EUR testiert werden. Das Nettovermögen je Aktie könnte 2018 bei 39,88 EUR und 2019 bei 44,05 EUR liegen. Die Nettoverschuldung von 1,82 Mrd. EUR 2018 könnte sich 2019 signifikant auf 54,3 Mio. EUR reduzieren.

In einer aktuellen Präsentation gibt Henkel den Hinweis auf die geopolitischen Spannungen sowie auf politische und makroökonomische Unsicherheiten. Dennoch hat der Konzern jüngst, trotz eines eher verhaltenen Starts in das neue Geschäftsjahr, den Jahresausblick 2018 bestätigt.

Die nächsten Termine



Die Henkel AG & Co. KGaA wird am 9. April 2018 ihre Hauptversammlung in Düsseldorf abhalten. Am 9. Mai 2018 werden die Quartalsergebnisse für das erste Quartal 2018 veröffentlicht.

Langfristige Chartanalyse der Henkel Aktie



In den vergangenen fünf Handelsjahren konnte sich die Aktie der Henkel AG recht gut entwickeln. Aus dem Kursbereich von rund 75,00 Euro ging es Mitte 2017 auf ein vorläufiges Hoch von rund 130,00 Euro, was einer Verdoppelung entspricht. Zwischenzeitliche Konsolidierungsphasen auf dem Weg nach oben verhinderten eine saubere Trendfolge in der Aktie jedoch zum Teil. Auf etwas kurzfristigeren Zeitebenen waren jedoch interessante Trades möglich.



Seit Mitte Juni 2017 zeigt der Wert eine leicht absteigende Tendenz und durchstieß Anfang 2018 eine wichtige Unterstützung nach unten, was zum aktuellen Schlusskurs im Bereich 106,00 Euro führte. Für weitere Handlungen stellte sich das aktuelle charttechnische Bild negativ dar. Der Bruch des Unterstützungsniveaus bei 112,00 versetzte den Wert in einen Abwärtsmodus, wodurch Käufe vorerst etwas uninteressant werden. Erst ein erneutes Überschreiten von 112,00 könnte den Kaufvorteil gegebenenfalls erneut entfachen . Aktuell ist es aber nicht ausgeschlossen, dass sich weitere Bewegungstiefs anschließen und der Wert in Richtung 94,00 Euro weiter absackt.

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Fundamentalanalyse Covestro AG



Der Unternehmensname Covestro ist ein Kunstname – passend für einen Kunststoffproduzenten – und steht für Collaboration, Investment und Strong. Mit der Covestro AG befindet sich nach der Lanxess AG bereits die zweite Bayer-Abspaltung der jüngeren Börsengeschichte im DAX. Covestro entstand am 1. September 2015 aus einer Umfirmierung aus der BayerMaterialScience und wurde am 6. Oktober 2015 an die Börse gebracht.

Die Covestro AG zählt den eigenen Angaben zufolge zu den weltweit größten Polymerunternehmen. Der Konzern produziert Hightech-Polymerwerkstoffe und entwickelt innovative Lösungen unter anderem für die Bauindustrie, Automobilindustrie, die Holzverarbeitungs- und Möbelindustrie und für die Elektroindustrie. Covestro ist global vertreten und produziert mit rund 16.200 Mitarbeitern an 30 Standorten. Das Unternehmen wird von CEO Klaus Schäfer geleitet und hat seine Konzernzentrale in Leverkusen.

Konzernsegmente



Der Covestro-Konzern besteht aus drei Segmenten Polyurethane, Polycarbonate und Lacke, Klebstoffe und Spezialprodukte. Das Gesamtproduktportfolio der drei Segmente umfasst mehrere tausend unterschiedliche Produkte. Im größten Konzernsegment Polyurethane, das für nahezu die Hälfte des Gesamtumsatzes steht, ist das Unternehmen weltweit führend. Polyurethan-Werkstoffe sind heute aus vielen Bereichen des modernen Lebens nicht mehr wegzudenken.

Die klassischen Beispiele sind Weich- und Hartschäume beziehungsweise thermoplastische Polyurethane. Kundenspezifisch lassen sich neben der Porengröße eines Dämmschaums auch dessen Härtegrad bis hin zum weichen Schaumstoff einstellen. Solche Werkstoffe werden zum Beispiel in Matratzen, Polstermöbeln und Autositzen verwendet. Hartschäume werden als Dämmstoffe für Häuser oder Kühlschränke genutzt.

Im Segment Polycarbonate werden Hightech-Kunststoffe produziert, die unter anderem ein geeigneter Materialersatz für Glas sind. In der Automobilindustrie werden solche Kunststoffe für Scheinwerfer, Panoramadächer, Heckspoiler und mehr eingesetzt, um das Gewicht der Fahrzeuge zu senken. Polycarbonate werden obendrein bei Laptops, Fernsehgeräten, Tablets und Smartphones benötigt. Polycarbonate sind einfach zu sterilisieren und finden deshalb auch verstärkt in der Medizintechnik Verwendung. Im Segment Lacke, Klebstoffe, Spezialprodukte werden Autolacke, Polyurethan-Lacke, Imprägnierungen, Komponenten für Verklebungen, Klebstoffe, Beschichtungen, Spezialfolien und mehr produziert.

Details zur Aktie



Die Aktien der Covestro AG sind Inhaberaktien. Insgesamt liegt das Grundkapital der Aktiengesellschaft bei 202.500.000 Euro und ist mit 202.500.000 Inhaberaktien verbrieft. Die Aktien können via Xetra und Börse Frankfurt, sowie weiterer Regionalbörsen gehandelt werden. Seit dem 6. Oktober 2015 notieren die Wertpapiere im Segment Prime Standard der Frankfurter Wertpapierbörse. Der Emissionspreis lag bei 24,00 Euro, der Eröffnungskurs bei 26,00 Euro. Seit dem 19. März 2018 befindet sich das Covestro-Wertpapier im DAX.

Aktuelle Analysen



Die Analysten von Baader Bank, Barclays, Citigroup, Commerzbank, Credit Suisse, Deutsche Bank, DZ Bank, Independent Research, JPMorgan, Kepler Cheuvreux, NordLB, Société Générale und UBS haben 2018 Studien zur Aktie gefertigt. Von den insgesamt 13 Analysen liegt das tiefste Kursziel bei 81,00 EUR (Citigroup vom 20. März 2018) und das höchste bei 120,00 EUR (Kepler Cheuvreux vom 21. Februar 2018). Das Durchschnittskursziel liegt bei 100,31 EUR. Die Aktie ging zum Zeitpunkt dieser Analyse mit einem Schlusskurs von 83,10 EUR aus dem Xetra-Handel.

Fundamentaldaten 2017



Bei der Covestro AG wird jeweils zum 31.12. gemäß IFRS in Euro (EUR) bilanziert. Der Umsatz lag bei 14,138 Mrd. EUR, das EBITDA bei 3,435 Mrd. EUR und das operative Ergebnis (EBIT) bei 2,808 Mrd. EUR. Der Jahresüberschuss wurde mit 2,009 Mrd. EUR testiert. Das Ergebnis je Aktie lag bei 9,93 EUR. Der aktuelle Dividendenvorschlag liegt bei 2,20 EUR je Anteilsschein. Dies würde eine Ausschüttungssumme von 435,583 Mio. EUR bedeuten. Die Gesellschaft weist für 2017 liquide Mittel in Höhe von 1,232 Mrd. EUR aus. Das gezeichnete Kapital liegt bei 203,0 Mio. EUR und die Verbindlichkeiten bei 5,976 Mrd. EUR. Die Bilanzsumme lag somit bei 11,341 Mrd. EUR. Das Unternehmen beschäftigte im Geschäftsjahr 2017 16.176 Mitarbeiter.

Konsensschätzungen der Analysten für 2018 und 2019



Die Umsätze könnten 2018 14,589 Mrd. EUR und 2019 14,749 Mrd. EUR betragen. Das EBITDA wird für 2018 mit 3,430 Mrd. EUR und für 2019 mit 3,124 Mrd. EUR prognostiziert. Das Nettoergebnis könnte 2018 bei 1,970 Mrd. EUR und 2019 bei 1,739 Mrd. EUR liegen. Der Gewinn je Aktie wird für 2018 mit 9,97 EUR und für 2019 mit 9,18 EUR prognostiziert. Die Dividende je Aktie könnte 2018 bei 2,40 EUR und 2019 bei 2,48 EUR liegen.

Für das Jahr 2018 könnte ein Cashflow je Aktie von 13,44 EUR und 2019 von 12,96 EUR testiert werden. Das Nettovermögen je Aktie könnte 2018 30,48 EUR und 2019 35,72 EUR betragen. Die Nettoverschuldung von 540,0 Mio. EUR 2018 könnte sich 2019 in einen Nettogeldbestand von 380,0 Mio. EUR wandeln.

Die nächsten Termine



Die Covestro AG wird am 13. April 2018 ihre Hauptversammlung abhalten. Am 26. April 2018 werden dann die Quartalsergebnisse für das erste Quartal 2018 veröffentlicht und am 26. Juli 2018 folgt der Halbjahresbericht 2018.

Langfristige Chartanalyse der Covestro Aktie



Prinzipiell konnte sich die Aktie der Covestro AG in den vergangenen Jahren sehr gut entwickeln und auch der Blick auf die letzten 18 Monate zeigt einen guten Verlauf. Aus dem Bereich um die Marke von 55,00 Euro ging es zeitweise bis über 95,00 Euro, wobei es im Jahr 2017 zwischenzeitlich zu einer kleinen Korrekturphase mit Seitwärtscharakter kam. Mit Beginn des Handelsjahres 2018 ist jedoch etwas charttechnische Spannung zu spüren. Mit leicht erhöhter Volatilität ging es kürzlich das zweite Mal hinab auf die Unterstützung von rund 82,00 Euro. Auch der Schlusskurs am vergangenen Freitag lag sehr nahe am aktuellen Bewegungstiefs im Bereich von 82,00 Euro.



Aus charttechnischer Sicht stellt die Unterstützung von 82,00 Euro eine Kernunterstützung dar und sollte unbedingt im Auge behalten werden. Ein erneutes Unterschreiten könnte gegebenenfalls zu einem Rutsch in das Unterstützungsniveau von rund 75,00 Euro führen, was Käufe etwas uninteressanter werden lässt. Sollte es jedoch erneut über den Widerstand von 85,00 Euro gehen, könnte dies als unterstützendes Zeichen für die Aufwärtsseite gewertet werden und Käufe könnten erneut an Attraktivität gewinnen. Ziele wie 90,00 Euro und folgend auch 95,00 Euro wären durchaus realistisch

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