Kolumnen & Analysen

4x Report: US-Aktien geben nach – General Electric im Fokus – Petrobras und Zumtobel unter Druck
Börse Stuttgart - Indizes - 17.11.2017

Auslandsaktien KW 46 (13.11. bis 17.11.2017)

Seit sehr langer Zeit stehen die amerikanischen Börsen im Wochenvergleich im Minus. Der Dow Jones verlor zur Vorwoche rund 310 Punkte bis zum Mittwoch. Die Vorgaben am Donnerstag sehen so aus, dass dieses Minus auch wieder verringert werden könnte. Im Index der großen Unternehmen gibt es momentan ein Sorgenkind, und zwar General Electric (WKN: 851144). Seit Jahresanfang hat sich der Aktienkurs halbiert und stellt die Aktionäre auf eine harte Probe. Zwischenzeitlich wurde die Aktie unter 15 Euro gehandelt und damit so niedrig wie die letzten sechs Jahre nicht mehr. Das Unternehmen muss Umstrukturierungen vornehmen und benötigt dafür Kapital. Deshalb wird die Dividende halbiert. Einige Marktteilnehmer sahen die Maßnahme positiv, anderen hingegen gingen die eingeleiteten Schritte nicht weit genug. Neben der eingesparten Dividende möchte man sich von Aktivitäten trennen, die nicht zur Luftfahrt, Energie oder Gesundheitstechnik gehören. Dazu zählen unter anderem das Zuggeschäft und die Lichtsparte sowie elf weitere Randaktivitäten insgesamt im Wert von 20 Milliarden Dollar bzw. rund 17 Milliarden Euro. General Electric (WKN: 851144) gehört zu den Gründungsmitgliedern des Dow Jones Index im Jahre 1896, doch nun droht dem Unternehmen sogar der Rauswurf. Das wäre natürlich der Supergau für das Traditionsunternehmen.

Mit der ganzen heißen Nadel wurde folgende Meldung gestrickt. Während der Berichterstattung für diese Woche gab Emerson Electric (WKN: 850981) bekannt, für Rockwell Automation (WKN: 903978) ein verbessertes Übernahmeangebot vorzulegen. Im Oktober bot man bereits 215 Dollar für jede Aktie von Rockwell. Nun legte man ein paar Dollar obendrauf. Emerson bietet nun 135 Dollar in bar und 90 Dollar in Emerson Aktien. Die erste Reaktion war verhalten, da im vorbörslichen Handel die Rockwell Aktie mit 201 Dollar gehandelt wird und somit noch mit einem deutlichen Abschlag. Ein Kommentar von Rockwell war bisher nicht zu bekommen.

Nachdem der japanische Aktienmarkt Anfang letzter Woche ein 25-Jahreshoch erreicht hatte, setzten Gewinnmitnahmen ein und der Nikkei 225 verliert 517 Zähler und schließt bei 20.351 Punkten. Sumitomo Osaka Cement (WKN: 857803) stiegen im Wochenvergleich um mehr als acht Prozent. Die Firma profitiert von stark anziehenden Zementpreisen und wird wohl, wie Analysten vermuten, die Gewinnprognose für das Gesamtjahr erheblich übertreffen. Ein Großaktionär von Sharp Corp. (WKN: 855383) hat 5,4 Millionen Aktien auf dem Markt platziert und somit ist der Anteil der frei handelbaren Aktien wieder auf über 35 Prozent angestiegen. Diese Hürde zu überspringen ist nötig, um wieder in der ersten Sektion, dem Qualitätssektor der Börse in Tokyo gehandelt zu werden. „Außerdem besteht jetzt auch wieder die Möglichkeit, in einem Index aufgenommen zu werden“, erklärte Björn Marten von der Baader Bank AG in Stuttgart. Die Aktie reagierte allerdings kaum auf diese eigentlich positive Nachricht und schloss sogar leicht im Minus. Auch Toshiba Corp. (WKN: 853676) musste trotz guter Meldungen einen Kursverlust hinnehmen und das sogar in Höhe von über acht Prozent. Die Verhandlungen mit dem Joint-Venture Partner Western Digital (WKN: A1C6W8), der den Verkauf der Chipsparte von Toshiba an ein anderes Konsortium gerichtlich verhindern möchte, schlagen nun doch eine positive Richtung ein. Western Digital wird voraussichtlich nicht mehr an der Klage festhalten. Trotz dieser guten Nachricht wurde die Aktie abgestraft.

Kursverluste von bis zu acht Prozent verzeichneten die Papiere vom Brasilianischen Öl-Schwergewicht Petrobras (WKN: 899019). „Das veröffentlichte Quartalsergebnis war leicht unter den Erwartungen der Marktteilnehmer, auch aufgrund schwacher Margen. Außerdem scheint der Verkauf einiger Unternehmensbereiche manchen Investoren zu langsam voranzugehen. Diese Einnahmen werden aber dringend benötigt, um den immensen Schuldenberg zu reduzieren“, analysierte Steffen Kircher von der Baader Bank AG in Stuttgart.
Die Aktien des österreichischen Lampenherstellers Zumtobel (WKN: A0JLPR) starteten am Donnerstag mit einem Abschlag von 20 Prozent. Eine am Mittwochabend veröffentlichte Gewinn- und Umsatzwarnung verstimmte die Anleger. Der Vorstand rechnet jetzt für das laufende Geschäftsjahr mit einem Ergebnis von 50 bis 60 Millionen Euro nach 72,4 Millionen im letzten Jahr. Zunehmender Preiswettbewerb, höhere Rückstellungen und ausbleibendes Umsatzwachstum wurden als Gründe genannt. Die Zumtobel Aktie notiert aktuell bei 11,30 Euro.

Quelle: Börse Stuttgart AG (http://www.boerse-stuttgart.de)

Disclaimer
Der vorliegende Newsletter dient lediglich der Information. Für die Vollständigkeit und Richtigkeit übernimmt die Boerse Stuttgart AG keine Gewähr. Insbesondere wird keine Haftung für die in diesem Newsletter enthaltenen Informationen im Zusammenhang mit einem Wertpapierinvestment übernommen.

Aktuelle Kolumnen & Analysen

Technische Analyse: Kurserholung beim Goldpreis und Test der Trendkanallinie
Karsten Kagels - Commodities - 16.12.2017
Gold-Futures Chartanalyse - Trend, Prognose, Aussichten Der abgebildete Wochenchart des in New York gehandelten Gold-Futures zeigt die Kursentwicklung seit Dezember 2016. Jede abgebildete Kerze (Candlestick) stellt die Kursbewegung einer Woche dar, bei einem aktuellen Kurs von $1.258,1. Aus Sicht des Wochencharts liegt beim Gold-Future eine große Seitwärtsbewegung vor, die sich über die letzten zwei Jahre erstreckt. ... mehr

Technische Analyse: EUR/USD auf Wochensicht wenig verändert
Karsten Kagels - Forex - 16.12.2017
EUR/USD Chartanalyse - Trend, Prognose, Aussichten Der abgebildete Wochenchart des Währungspaares Euro/Dollar (EUR/USD Forex) zeigt die Kursbewegung seit Ende 2014. Jede Kurskerze (Candlestick) stellt die Kursentwicklung für eine Woche dar, bei einem aktuellen Kurs von 1,1748. Wochenkerze endet als Doji Aus Sicht des Wochencharts korrigiert EUR/USD seit zwei Wochen die vorangegangene Aufwärtsbewegung. ... mehr

Analyse Dow Jones: Anhaltende Kaufdynamik!
Admiral Markets - Indizes - 16.12.2017
(Markt-)Technische Analyse des Dow Jones-Index innerhalb der Handelswoche 50.2017 Der große Aufwärtstrend im Dow-Jones (siehe kobaltblauer diagonaler Linienverlauf) ist weiterhin intakt und befindet sich in einer Bewegungsphase, die erneut ein höheres Hoch bei 24.670 im Markt hinterlassen hat. Anhand der gestrichelten Pfeillinienverläufe erkennen Sie denkbare Verlaufsformen, wie sie dieser Markt in den nächsten Tagen ausbilden könnte. ... mehr

Manuell oder automatisch handeln – warum Sie sich nicht entscheiden müssen
Sebastian Hell I QTrade - Trading Business - 15.12.2017
Liebe Leser, wir haben in den vergangenen Wochen an dieser Stelle so manche Strategie für den Handel mit Forex- oder CFD-Instrumenten in den Mittelpunkt gestellt und auf Herz und Nieren geprüft. Vermutlich haben Sie, werte Leserschaft, das eine oder andere kennengelernt, dass Ihnen gerade als Einsteiger in dieser Weise nicht oder nur unvollständig bekannt war. Festgestellt haben Sie vor allem eines: Ohne einen auf die persönlichen Ziele ausgerichteten strategischen Ansatz wird kein Trader auf lange Sicht erfolgreich sein. ... mehr

Halvers Woche: "Das Börsenwort des Jahres 2017"
Börse Frankfurt - Indizes - 15.12.2017
15. Dezember 2017. MÜNCHEN (Baader Bank). Es ist die Zeit der Wörter des Jahres. Was könnte wohl das Börsenwort des Jahres 2017 sein? Ich schlage "Risikounbekümmertheit" vor. Denn obwohl überall Risiken lauern, schweben - ähnlich wie bei Peter Schillings Major Tom "Völlig losgelöst von der Erde" - die Aktien völlig schwerelos. Es ist ja völlig verständlich, dass sich Chancen in steigenden Aktienkursen niederschlagen. ... mehr

DAX ohne wirklichen Drang nach oben – Wall Street fiebert Steuerreform entgegen
CMC Markets - Marktberichte - 15.12.2017
Nach dem Verfall am Mittag kam tatsächlich etwas Bewegung in den deutschen Aktienmarkt. Angeschoben von einer starken Wall Street und einem Euro wieder auf dem Rückzug konnte der DAX zwischenzeitlich wieder die Pluszone erreichen. Aber für mehr reichte es nicht. Und es spricht vieles dafür, als würden die Impulse für eine Jahresendrally und einen Ausbruch über die obere Begrenzung bei 13.200 Punkten auch bis Weihnachten ausbleiben. ... mehr

Anleihen: Alles schon eingepreist
Börse Frankfurt - Bonds - 15.12.2017
15. Dezember 2017. FRANKFURT (Börse Frankfurt). Es war eine Woche der Zentralbanken, doch die Aufreger blieben aus: Am Mittwoch erhöhte die US-Notenbank, wie erwartet, das Leitzinsband auf 1,25 bis 1,50 Prozent, am Donnerstag hielt die EZB - ebenfalls wie erwartet - die Füße still. Daher kam es auch zu keiner Reaktion am Anleihemarkt: Der Euro-Bund-Future liegt am Freitagmittag bei 163,52 Punkten, vor einer Woche waren es 163,35 Prozent. ... mehr

Euwax Trends: DAX am Hexensabbat im Minus - Bundesbank erhöht BIP-Prognose
Börse Stuttgart - Marktberichte - 15.12.2017
Am heutigen dreifachen Verfallstermin an den Terminbörsen (Hexensabbat) kann es zu unerklärlichen Kursverwerfungen kommen. Deshalb haben Börsianer das Bild der tanzenden Hexen erfunden. Schon im Vorfeld versuchen professionelle Anleger, die Kurse in eine für sie günstige Richtung zu schieben. An einem Hexensabbat verfallen drei Arten von Termingeschäften: Optionen auf Einzelaktien, Optionen auf Indizes und Futures auf Indizes. Deshalb spricht man von einem “Großen Verfallstermin”. ... mehr

Sektion US-Märkte & Indizes: S&P 500 - Der starke Widerstand an der trendbegrenzenden Linie bestätigt sich!
Formationstrader I S. Grass - Indizes - 15.12.2017
Tageschart (kurzfristig) In der letzten Tagesausgabe schrieb ich: Trotz des neuen Allzeithochs würde ich den Leitindex weiterhin innerhalb seiner Konsolidierung sehen, die noch nicht nachhaltig beendet wurde. Erst ein nachhaltiger Ausbruch über den trendbegrenzenden Widerstand würde meine Meinung ändern. Der S&P 500 ist somit anfällig für einen Abverkauf, der unterhalb der 2.657er Marke einsetzen könnte. ... mehr

Halvers Kapitalmark Monitor: Geldpolitisch ist auch 2018 das ganze Jahr Weihnachten
R. Halver I Baader Markets - Indizes - 15.12.2017
Auf ihren Notenbanksitzungen verhalten sich Fed und EZB erwartungsgemäß und damit Finanzmarkt-schonend. Anlegerfreundlich fallen daneben auch die Ausblicke aus. Während sich die Fed nur auf den ersten Blick restriktiv zeigt, muss in Europa auch angesichts politischer Risiken wie den Nationalwahlen in Italien niemand Angst vor einer Zinswende der EZB haben. ... mehr

Buchtipp

Faszination Devisen
Die Gewinn- möglichkeiten mit Devisen sind enorm. Nie zuvor war es für den Privatanleger einfacher und lukrativer, mit den Kursschwankungen und Trends von Wechselkursen eigenständig und ohne hohe Gebühren Geld zu verdienen. ...weiter

Broker

Anzeige eToro - Trading-Verluste können Ihre Einlagen übersteigen. Beachten Sie die Risikoaufklärung auf der Seite des Brokers!

Sponsor

Anzeigen

<