Kolumnen & Analysen

Bitcoin und DAX 30 Market Update (Nachmittag): DAX piano zum Mittag
DailyFX - Marktberichte - 12.12.2017

Anleger zeigen sich im Dienstagshandel äußerst bedacht gestimmt. Die nahenden Notenbanksitzungen sorgen zunächst für einen lustlosen Handel. Mit rund 13.135 Zählern notiert der DAX zwar weiterhin oberhalb von 13.000 Punkten, doch damit ist niemandem wirklich geholfen. Die Startschwierigkeiten einer möglichen Jahresendrally scheinen doch größer als gedacht. Ein Zinsschritt der US- Notenbank FED ist für morgen so gut wie in trockenen Tüchern. Damit würde der US- Währungshüter zum dritten Mal in diesem Jahr die Zinsschrauben anfassen und an ihnen drehen. Die Zinsschere zwischen den USA und der EU würde somit weiter auseinanderklaffen.

Bitcoin



Laut der Nachrichtenagentur Reuters will die südkoreanische Cyberbörse Bithumb die möglichen Vorschriften der südkoreanischen Regierung vollständig einhalten und sich zum Schutz seiner Kunden angemessen kapitalisieren.

BTC Korea.com Co teilte Reuters zudem mit, dass diese „aktiv zusammenarbeite werde, um ein richtiges Regelwerk aufzubauen“.

„Ein richtiger Satz von Vorschriften wird den Markt eher fördern und wir würden das begrüßen“, so Bithumb zu Reuters. „Ein solcher Verhaltenskodex könnte dem Markt Legitimität verleihen“, wird ergänzt.

Das südkoreanische Justizministerium überlegt Berichten zufolge den Handel mit allen Kryptowährungen einschließlich Bitcoins zu verbieten.

Unter Berufung auf einen Beamten des koreanischen Justizministeriums veröffentlichte der Nikkei einen Bericht mit Zitaten des Beamten des Ministeriums, in dem ein vollständiges Verbot des gesamten Handels in Korea vorgeschlagen wurde. Kleinanleger sollen vor möglichen Betrügereien geschützt werden, so ein Beamter.

Südkorea gilt als Hochburg im Cyberwährungshandel. Sollte tatsächlich ein Verbot ausgesprochen werden, könnte dies für große Ernüchterung in der digitalen Währungswelt sorgen. Dies wäre als klarer Rückschritt für Bitcoin und Co. zu werten. Anleger würden vermutlich bei einem tatsächlichen Verbot ein Schlupfloch auf Übersee- Börsen suchen.
Vielmehr werde sich nun mit der unbequemen Thematik eines Regelbollwerkes auseinandergesetzt werden müssen. Drohende Regularien könnten am Ende des Tages Bitcoin und Co. eine Priese „Sicherheit“ verleihen. Dass ein Verbot von Cyberwährungen nicht der richtige Weg erscheint, dürfte das Beispiel das ICO- Verbot in China aus vergangenem Spätsommer gezeigt haben. Anleger schichteten den Handel auf in benachbarten Ländern Börsen lediglich um.

Autor: Timo Emden, Head of DailyFX Deutschland (IG Group), Marktanalyst von DailyFX.de

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