Kolumnen & Analysen

Euwax Trends: Anleger verlässt erneut der Mut – Rekordvorgaben aus USA - Belastungsfaktor Euro
Börse Stuttgart - Marktberichte - 12.01.2018

Nach dem Durchhänger am Donnerstag standen die Zeichen zunächst auf Erholung. Der Dax folgte den Rekordvorgaben der Wall Street. Allerdings belastet ein Euro auf Dreijahreshoch, und Anleger wenden sich wieder ab.

Aus den Verhandlungsräumen der Sondierer um eine Große Koalition ist weißer Rauch aufgestiegen. Nein – es hat nicht gebrannt: Angeblich haben die Chefs der Sondierer einen entscheidenden Durchbruch erzielt, meldet die dpa. Vielleichtbekommen wir in diesem Jahr ja doch noch eine Regierung!
Nach gerade einem Tag Pause hat die Wall Street am Donnerstag ihre Rekordrally fortgesetzt. Die Angst vor steigenden Zinsen scheint verpufft zu sein.
Der indische Sensex kletterte am Morgen mit 34 638 Punkten auf einen neuen Höchststand. Dem Index winkt die sechste Gewinnwoche in Serie – getrieben von anhaltendem Optimismus auf eine Wirtschaftserholung.

In Japan kam der Nikkei derweil etwas weiter von seinem jüngsten Höchststand seit fast 16 Jahren zurück. Auch Chinas Börse profitierte nicht vom starken Export.

Auch die Dax Anleger verlässt nach anfänglicher Zuversicht der Mut, und der Dax dreht am Nachmittag ins Minus.

Puma am Scheideweg



Der französische Luxuskonzern Kering will bei Puma aussteigen und die Mehrheit am Sportartikelhersteller unter den eigenen Aktionären verteilen. Das hat zwei Folgen: Einmal würde der Streubesitz deutlich ansteigen und damit Puma wieder zu einem Kandidaten für den MDax. Auf der anderen Seite könnten aber die Aktionäre von Kering ihre neuen Puma-Aktien veräußern wollen. Damit gebe es womöglich einen größeren Aktienüberhang, der den Kurs latent belasten würde. Analysten reagierten derweil unterschiedlich auf die Entwicklung: Während Merrill Lynch die Papiere auf “Underperform” abstufte, hob Equinet sie von “Accumulate” auf “Kaufen”. Berenberg bestätigte die Kaufempfehlung. Puma Aktien brechen zunächst über zehn Prozent ein – reduzieren den Verlust im Handelsverlauf deutlich.

Rekordabsatz bei BMW-Daimler ebenfalls stark



BMW hat das siebte Jahr in Folge einen Rekordabsatz geschafft. Im Rennen mit dem Stuttgarter Erzrivalen Daimler um die Krone im Premiumbereich gibt es jedoch ein Patt: Die Marke BMW alleine verkaufte weniger Autos als Daimlers Gegenstück Mercedes-Benz.

Zählt man jedoch die Kleinwagen-Marken Mini (bei BMW) beziehungsweise Smart (bei Daimler) hinzu, liegen die Münchener wiederum vorne.

Von der Marke BMW alleine wurden im vergangenen Jahr rund 2,09 Millionen Fahrzeuge abgesetzt. Mercedes-Benz schaffte hier 2,29 Millionen Wagen.

Facebook will zurück zu den Wurzeln



Facebook verdient sein Geld mit Werbung für Unternehmen, Medien und politischen Gruppen. Diese bezahlen quasi dafür, dass ihre Beiträge prominent in der Timeline der Nutzer angezeigt werden. Das nervt viele Nutzer – Beiträge von Freunden und Familie kommen da nämlich zu kurz.
Jetzt will Facebook das Rad wieder zurückdrehen und Facebook will das machen, wofür es einmal angetreten ist: persönliche Verbindungen zu ermöglichen und zu pflegen.

Zuckerberg selber hat die Veränderungen angekündigt. Er rechne damit, dass mit den Änderungen Menschen weniger Zeit bei Facebook verbringen würden. “Aber ich erwarte auch, dass die bei Facebook verbrachte Zeit wertvoller sein wird.” Damit werde die Entscheidung auf lange Sicht auch für das Geschäft gut sein, so der Facebook-Chef.

Facebook Aktien verlieren deutliche 3,5 Prozent.

Euwax Sentiment Index



Das Stuttgarter Stimmungsbarometer, der EUWAX Sentiment Index, dreht ungewöhnlicher Weise mit dem Dax am Nachmittag ins Minus. Anleger in Stuttgart gehen in dieser Marktphase überwiegend von schwächeren Dax Kursen aus.

Trends im Handel



Auf der Seite der Knock-outs beobachten Händler weiter verstärkt Käufe von Calls auf Siemens und SAP. Nach dem Kursrücksetzer bei SAP sehen Anleger wohl einen günstigen Einstiegsmoment. Siemens wurde auf der anderen Seite von verschiedenen Analystenhäusern gelobt.

Bei den Optionsscheinen werden Calls auf Alibaba und Union Pacific verstärkt gesucht.
Bei beiden Unternehmen machen Händler Empfehlungen verantwortlich.

Börse Stuttgart TV



Der US Aktienmarkt schaukelt sich immer weiter nach oben, die 25.500 Punkte sind nicht mehr weit.
Aber die Luft wird dünner – China hat schon mal die Muskeln spielen lassen, und will sich aus US Anleihen zurückziehen. Das macht Anleger nervös. US Experte Roland Hirschmüller spricht im Interview bei Börse Stuttgart TV auch über den Krypto Hype bei Kodak, die bahnbrechenden Höhepunkte der CES in Las Vegas und seine Erwartungen an die US Berichtsaison. Börse Stuttgart TV

Quelle: Andreas Groß, Börse Stuttgart TV – Nachrichten, Börse Stuttgart AG (http://www.boerse-stuttgart.de)

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Grüner Fisher: Platzt die Anleihe-Blase 2018?
Börse Frankfurt - Bonds - 18.01.2018
18. Januar 2018. FRANKFURT (Grüner Fisher). Wie jedes Jahr stellt man sich vor allem in den USA die Frage, wann die Blase im Anleihemarkt nun eigentlich platzen wird. In 2017 wurden die US-Leitzinsen dreimal von der Fed angehoben, für 2018 hegt die US-Notenbank ähnliche Pläne. Höhere Zinsen bedeuten fallende Kurse - findet sich der US-Anleihemarkt 2018 unaufhaltsam im Bärenmarkt-Territorium wieder? ... mehr

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18. Januar 2018. FRANKFURT (Börse Frankfurt). Die US-Biotech-Branche war in den vergangenen Jahren ein schwieriges Pflaster. Nach dem rasanten Höhenflug ab 2012 ging es ab Sommer 2015 - gemessen am Nasdaq Biotechnology - um über 30 Prozent nach unten. Immer wieder belasten Diskussionen um die US-Gesundheitspolitik den Sektor, angefangen mit den Forderungen der damaligen US-Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton, Medikamentenpreise zu deckeln, bis hin zur Reform bzw. Abschaffung des den Zugang zur Krankenversicherung regelnden Affordable Care Act ("Obamacare"). ... mehr

Bitcoin & Co. – Die Fundamentaldaten des Marktes sind unverändert
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Mati Greenspan, Senior Market Analyst bei der Social-Trading-Plattform eToro, kommentiert die Entwicklungen nach dem jüngsten Marktrückgang bei Kryptowährungen: Am dritten Tag nach dem Preissturz auf dem Markt für Kryptowährungen betreiben Anleger Ursachenforschung. Keine der aufgestellten Theorien deutet daraufhin, dass sich die Fundamentaldaten dieses Marktes verändert haben. ... mehr

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Börse Stuttgart - Marktberichte - 18.01.2018
In den USA haben die Börsen wieder auf Rekordmodus geschaltet. Das gibt dem Dax Aufwind. Er ist mit einem kleinen Plus unterwegs. Apple holt seine Gewinne in die USA zurück. Der Bitcoin ist in den vierstelligen Bereich abgerutscht. Der Durchhänger beim Dow Jones am Dienstag war offensichtlich eine Bärenfalle, denn am Mittwoch ging es mit Schwung zurück über 26.000 Punkte – erstmalig auch auf Schlusskursbasis. ... mehr

Wochenkommentar: EZB - Behind the curve?
HSH Nordbank Research - Bonds - 18.01.2018
Die Fed ist bei ihrer geldpolitischen Normalisierung schon sehr weit fortgeschritten. Sie hat ihre Anleihekäufe beendet, die Leitzinsen mittlerweile fünfmal erhöht und mit dem Bilanzabbau begonnen. Die Bank of England hat die Zinsen erhöht. Selbst die Bank of Japan schöpft die Bandbreiten ihrer angestrebten Anleihekaufvolumina nicht mehr komplett aus. Die EZB hinkt jedoch hinterher. Zwar hat sie den Umfang ihrer Wertpapierkäufe reduziert. ... mehr

Baader Bond Markets: Rückt die Zinswende ein bisschen näher?
K. Stopp I Baader Markets - Bonds - 18.01.2018
Jens Weidmann lässt nicht locker. Zum wiederholten Male hat der Bundesbankpräsident seine grundsätzliche Kritik am Ankaufprogramm der Europäischen Zentralbank (EZB), das durch die nationalen Notenbanken umgesetzt wird, geäußert. Die Käufe hätten nicht vernachlässigbare negative Nebenwirkungen, sagte Weidmann der FAZ. Schließlich sind die Zentralbanken auf diese Weise zu den größten Gläubigern der Staaten geworden. ... mehr

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L. Erichsen - Trading-Brief - Indizes - 18.01.2018
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Etappensieg für Donald Trump: Apple schluckt die bittere Pille, 38 Milliarden US-Dollar an Steuern für die Rückführung der Auslandsgewinne in die USA zu zahlen. Im Gegenzug wird der Technologiekonzern über die nächsten fünf Jahre 30 Milliarden Dollar in den USA investieren und so 20.000 neue Arbeitsplätze schaffen. ... mehr

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