Kolumnen & Analysen Märkte

Sparen auf die Korrektur - Teil 2: Lassen sich Trading und konservative Geldanlage kombinieren?
Lars Erichsen - CFD-Brief - Trading Business - 18.09.2017

Liebe Leserinnen, liebe Leser,
Fortsetzung meiner Gedanken aus der letzten Woche. Wiederholung des Risikodisclaimers: Was jetzt folgt ist keine Aufforderung zu einer Handlung irgendeiner Art. Es handelt sich um theoretische Überlegungen, dessen praktischen Nutzen ich persönlich bis zu diesem Zeitpunkt nicht aureichend getestet habe.

Absicherung eines Depots



Wie in der Vorwoche bereits festgehalten, ist die langfristige Absicherung eines Depots mittels des Einsatzes von Derivaten relativ teuer. Zudem ist das Timing einer solchen Aktion ein kritischer Faktor. Teilweise lässt sich das Problem aber lösen.

Inverse ETFs



Statt mit einer Put-Option ließe sich ein Depot auch über einen inversen ETF absichern. Aufgrund Ihrer Kostenstruktur finden Sie hier eine Alternative. Aktuell haben Sie mit einem DAX-ETF auf Jahressicht 15,31% verdient, mit einem entsprechenden Short- ETF rund 1% mehr, also 16,31% verloren (Stand letzte Woche). Theoretisch wären auch gehebelte Short- ETFs denkbar, aber bitte achten Sie darauf, dass diese aufgrund ihrer Konstruktion nur für kurzfristige Spekulationen geeignet sind.

Warren Buffett & Co.



Damit wäre in einem ausreichend kapitalisierten Depot das Kostenproblem zumindest teilweise gelöst. Was aber hat das mit dem in der vergangenen Wochen angesprochenen Warren Buffett zu tun? Nach der Logik eines Value-Anlegers könnte man den Timing-Faktor auch bei einer Short-Spekulation aus dem Spiel nehmen. Statt also stichtagbezogen eine Short-Position aufzubauen, würde man nach dieser Strategie in einem überbewerteten Markt sukzessive Anteile hinzukaufen.

Der risikobewusste Sparer?



Ein klassischer Sparer kauft jedem Monat ETF-Anteile oder Aktien bestimmter Unternehmen. Zu Hochzeiten bekommt er für seine Sparrate weniger Anteile, in Korrekturphasen mehr (Durchschnittskosteneffekt). Sofern Sie die Grundgesetze des Aktienmarktes nicht außer Kraft gesetzt sehen und ein achtjähriger Bullenmarkt möglicherweise doch irgendwann korrigieren muss, wären auf dieselbe Art und Weise auch Anteile eines Short-ETF zu erwerben.

Autor: CFD-Brief Redaktion, http://www.cfd-brief.de/

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