Kolumnen & Analysen Märkte

Wochenbarometer Devisenmärkte - 42. KW 2017
HSH Nordbank Research - Forex - 20.10.2017

Katalonien belastet EUR. Wie reagiert GBP auf den EU-Gipfel? JPY vor Wahl leicht schwächer. CHF noch nicht im Risk-On.

Der EUR hat den Rückwärtsgang eingelegt und notiert gegenwärtig bei 1.1820 (-0,4 % zur Vorwoche). Politisch wirken die Entwicklungen in Katalonien weiterhin belastend auf die Gemeinschaftwährung. Derzeit zeichnet sich eine Eskalation ab. Denn die spanische Zentralregierung droht Katalonien dem Entzug des Autonomiestatuts, was sich als erheblicher Belastungsfaktor für den EUR entwickeln könnte. In den kommenden Tagen wird das Währungspaar von der Geldpolitik bestimmt sein. Hawkishe Töne auf der EZB-Sitzung (26.10.) könnten den EUR massiv stärken, besonders wenn Draghi & Co. einen schnelleren Bilanzabbau ankündigen als vom Markt antizipiert. Richtungsweisend bleibt zudem die Nominierung des neuen Fed-Chairmans. Das Kandidatenfeld ist geldpolitisch sehr heterogen und umfasst sowohl geldpolitische Falken (Warsh, Taylor) als auch Tauben (Yellen, Powell), was EUR/USD in beide Richtungen bewegen könnte. Eine Entscheidung wird bis Anfang November erwartet.

EUR/GBP bewegte sich seitwärts und notiert aktuell bei 0,8950. In der fünften Verhandlungsrunde zwischen EU und Großbritannien stehen die Zeichen auf Stillstand. Die EU will erst über eine Übergangsphase und über ein Handelsabkommen sprechen, wenn die Briten in Form eines Positionspapieres Klarheit schaffen, ob sie der ca. 60 Mrd. € Austrittszahlung zustimmen. Keine guten Voraussetzungen für das Pfund, denn die Zeichen stehen schlecht, dass der EUGipfel (19. und 20.10.) Verhandlungserfolge einleitet. Hoffnung bietet hingegen die britische Inflationsrate, die im September auf 3 % stieg. Dies erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass die BoE am 02.11. ihren Leitzins erhöht und so auch die Kapitalflucht vermindern kann. Denn in Bezug auf Direktinvestitionen verzeichnete das Beteiligungskapital eine Desinvestition im zweiten Quartal 2017 durch ausländische Investoren in Höhe von 1,5 Mrd. GBP, was den niedrigsten Wert seit dem Beginn der Aufzeichnungen markiert (1987).

USD/JPY notiert aktuell bei 113,02. Gegenüber der Vorwoche stieg der Kurs um 0,7 %. Die Verbraucherpreise (YOY) in den USA für den September (13.10.) blieben mit 1,7 % unter den Erwartungen. Dies führte zu einer vorrübergehenden Schwächung des Greenbacks gegenüber dem Yen, da Anleger die Leitzinsanhebung in den USA Ende dieses Jahres in Frage stellten. Auch die BIP-Daten für das dritte Quartal (27.10.) sollten im Auge behalten werden. In Japan wird außerdem das Unterhaus in vorgezogenen Neuwahlen gewählt (22.10.). Es wird erwartet, dass Premierminister Shinzo Abe seine Mehrheit im Parlament zumindest behaupten wird und entsprechend Premierminister bleibt.

EUR/CHF notiert bei 1,1580 und ist somit im Laufe der Woche um 0,4 % gestiegen. Zwischenzeitlich sorgten die Wahlergebnisse aus Österreich für einen festeren Franken, da sich die Wahlsieger ÖVP und FPÖ gegen eine engere finanzielle Verflechtung der Eurozone aussprechen. Die voraussichtliche Eskalation im Katalonien-Konflikt könnte dem CHF in der nächsten Woche zu einer Aufwertung verhelfen.

Redaktionsschluss: 19.10.2017

Autor: Marius Schade, HSH-Nordbank

Hinweis
Der Marktkommentar ist ein Auszug aus dem wöchenlich erscheinenden Wochenbarometer für die Renten- und Devisenmärkte der HSH Nordbank. Den vollständigen Bericht und weitere Publikationen erhalten Sie auf unternehmerpositionen.de und HSH-Nordbank.de

Aktuelle Kolumnen & Analysen

ETFs: Blick auf Europa
Börse Frankfurt - Indizes - 12.12.2017
12. Dezember 2017. FRANKFURT (Börse Frankfurt). Fortschritte im Verhandlungspoker über die Trennungsmodalitäten zwischen Europäischer Union und Großbritannien sowie eine sich anbahnende Einigung über Steuererleichterungen in den Vereinigten Staaten sorgen für Bewegung an den Aktienmärkten. DAX und Euro Stoxx 50 haben seit Anfang vergangener Woche fast 2 Prozent zugelegt. ... mehr

DAX behauptet sich, aber mehr geht nicht – Geduld ist gefragt
CMC Markets - Marktberichte - 12.12.2017
Vor den geldpolitischen Sitzungen in dieser Woche üben sich die Marktteilnehmer in Geduld. Der Deutsche Aktienindex konnte sich zwar behaupten, aber mehr war nicht drin. Die Kursverluste zum Handelsstart in Richtung 13.000 Punkte wurden im Tagesverlauf wieder gut aufgeholt, zu einem Angriff auf den 13.200er Widerstand allerdings fehlten die Käufer. ... mehr

Börsen-Kolumne: Bitcoin – Fluch oder Segen?
Stephan Feuerstein - Forex - 12.12.2017
Nun ist der Bitcoin seit Sonntagabend nun auch als Future am Terminmarkt über die „Chicago Board Options Exchange (CBOE)“ handelbar. Optimisten versprechen sich davon mehr Liquidität und damit auch weniger Schwankungsbreite für diese „Krypto-Währung“. Dies mag einerseits wirklich zutreffen, andererseits könnten sich damit aber auch Schwankungen erhöhen. ... mehr

Euwax Trends: Deutscher Maschinenbau boomt - Anleger warten auf Notenbanken - DAX kaum verändert
Börse Stuttgart - Marktberichte - 12.12.2017
Der Präsident des Branchenverbandes VDMA, Carl Martin Welcker, sagte heute auf der Jahrespressekonferenz in Frankfurt: “2017 wird die Maschinenbauindustrie erstmals im Umsatz die Marke von 220 Milliarden Euro übertreffen. Angepeilt werden 224 Milliarden Euro… Alles in allem kann 2017 mit Fug und Recht als Aufschwungsjahr bezeichnet werden.” Demnach werde die Produktion in diesem und im kommenden Jahr um jeweils drei Prozent steigen. 2018 sollen die Erlöse damit auf 233 Milliarden Euro klettern. ... mehr

Bitcoin und DAX 30 Market Update (Nachmittag): DAX piano zum Mittag
DailyFX - Marktberichte - 12.12.2017
Anleger zeigen sich im Dienstagshandel äußerst bedacht gestimmt. Die nahenden Notenbanksitzungen sorgen zunächst für einen lustlosen Handel. Mit rund 13.135 Zählern notiert der DAX zwar weiterhin oberhalb von 13.000 Punkten, doch damit ist niemandem wirklich geholfen. Die Startschwierigkeiten einer möglichen Jahresendrally scheinen doch größer als gedacht. Ein Zinsschritt der US- Notenbank FED ist für morgen so gut wie in trockenen Tüchern. ... mehr

DAX knickt ein – Zurückhaltung vor geldpolitischen Entscheidungen
CMC Markets - Marktberichte - 12.12.2017
Dass die US-Notenbank morgen die Zinsen anheben wird, gilt mit 87,6 Prozent als so gut wie sicher. Dass sie im Januar die Füße still halten wird ebenso. Allerdings was die Zeit danach angeht, ist in den Köpfen der Investoren Grübeln angesagt. Die Aufgabe der Vorsitzenden Janet Yellen in der morgigen Pressekonferenz der Federal Reserve wird also darin bestehen, den geldpolitischen Ausblick für 2018 so genau wie möglich darzulegen. Allerdings dürfte ihr das aufgrund der Tatsache, dass sie selbst bald nicht mehr im Amt sein wird, schwer fallen. ... mehr

Bitcoin und DAX 30 Market Update: Bitcoin markiert ein neues Allzeithoch - ETF womöglich nur eine Frage der Zeit
DailyFX - Marktberichte - 12.12.2017
ETF- Anbieter haben bei der US- Börsenaufsichtsbehörde, der „Securities and Exchange Commnission“ (SEC) die Einrichtung von Bitcoin- ETF- Produkten beantragt. Laut der englischsprachigen Nachrichtenagentur Reuters reichten Anträge die Rex Shares LLC, Van Eck Associates Corp und die First Trust Advisor LP bei der US- Börsenaufsicht ein. ... mehr

Tagesausblick Aktien: DAX: Wenig Neues zu berichten
Helaba Floor Research - Indizes - 12.12.2017
Der Aktienhandel hierzulande konnte am Montag getrost als lust- und impulslos beschrieben werden, wenngleich ein leicht negativer Unterton dominierte. Unter dem Strich verbuchte der DAX einen moderaten Abschlag in Höhe von 0,23 % auf 13.123,65 Punkte. Die Gewinnerliste wurde von Siemens (+1,56 %) und Merck (+1,10 %) angeführt, während Adidas mit einem Abschlag von 3,10 % relativ deutlich verlor. Die US-Börsen präsentierten sich relativ gut gelaunt, wenngleich die Bewegungsdynamik seit Tagen zu wünschen übrig lässt. ... mehr

Tagesausblick Renten/Devisen: ZEW-Umfrage: Ende der Euphorie?
Helaba Floor Research - Forex - 12.12.2017
Datenseitig richtet sich das Interesse heute auf die Ergebnisse der ZEW-Umfrage des laufenden Monats. Die Vorgaben für den Saldo der Konjunkturerwartungen sind per saldo leicht negativ. So haben sich die Aktiennotierungen seit dem Hoch in der ersten Novemberwoche ungeachtet der jüngsten Erholung etwas zurückgebildet und auch die sentix-Investorenumfrage gab nach. Der Rückgang der sentix-Konjunkturerwartungen für Deutschland fiel sogar recht deutlich aus. ... mehr

Bund Future - Erwartete Trading Range: 163.01-163.92
Helaba Floor Research - Bonds - 12.12.2017
An den internationalen Finanzmärkten herrschte zum Wochenstart vorweihnachtliche Ruhe. Die Explosion in Manhattan sorgte nur kurz für Nervosität. Ohne fundamentale Impulse warten Anleger aber nicht aufs Christkind, sondern auf die US- Notenbankchefin Janet Yellen. Es gilt als sicher, dass die US- Notenbank am Mittwoch erneut die Zinsen erhöhen wird. Viel wichtiger ist aber die Frage, wie es danach weiter geht. ... mehr

Buchtipp

Faszination Devisen
Die Gewinn- möglichkeiten mit Devisen sind enorm. Nie zuvor war es für den Privatanleger einfacher und lukrativer, mit den Kursschwankungen und Trends von Wechselkursen eigenständig und ohne hohe Gebühren Geld zu verdienen. ...weiter

Broker

Anzeige eToro - Trading-Verluste können Ihre Einlagen übersteigen. Beachten Sie die Risikoaufklärung auf der Seite des Brokers!

Sponsor

Anzeigen

<