Kolumnen & Analysen Märkte

DAX im Rekordfieber –Tech-Riesen treiben die Technologiebörse NASDAQ zu neuen Rekorden
LYNX Broker - Marktberichte - 30.10.2017

Die Europäische Zentralbank (EZB) schob die Leitindizes in Europa bereits am Donnerstag kräftig an und sorgte beim DAX für neue Rekorde. Zwar ändert die EZB die Zinssätze nicht, entschied sich aber für eine Fortsetzung des Anleihekaufprogramms. So sollen auch in den ersten sechs bis neun Monaten des Jahres 2018 weiter Staatsanleihen erworben werden. Allerdings wurde das Ankaufvolumen von 60 auf 30 Mrd. Euro monatlich um die Hälfte gedrosselt. Das Ende des billigen Geldes ist damit weiter in die Zukunft verschoben worden und lässt Zinserhöhungen vor 2019 als nicht realistisch erscheinen.

Unterdessen schaltet die US-Berichtssaison einen Gang höher. Dutzende Unternehmen berichteten allein am Donnerstag und Freitag von ihren aktuellen Quartalsergebnissen. Erfreulich starke Quartalsergebnisse von Alphabet, Amazon.com, Intel und Microsoft schoben vor allem die Technologiebörse NASDAQ und den S&P 500 an. Durch den extremen Kursanstieg von Amazon zog der Wert des Aktienportfolios von CEO Jeff Bezos an und macht ihn nun mit einem großen Vorsprung zur weltweit reichsten Person noch vor Bill Gates.

Der Deutsche Aktienindex beendete den Xetra-Handel am Freitag mit einem Plus von 0,64 Prozent bei 13.217,54 Punkten und das neue Rekordhoch liegt jetzt bei 13.249,03 Punkten. Das Handelsvolumen lag bei 4,845 Mrd. Euro. Der XDAX notierte um 22:15 Uhr mit 13.222,49 Punkten und der FDAX schloss an der EUREX mit 13.216,00 Punkten.

Der Dow Jones beendete den Handelstag mit 23.434,19 Punkten und die Rekordmarke liegt bei 23.485,25 Punkten. Der NASDAQ 100 notierte zum Handelsschluss bei 6.213,47 Punkten, der neue Rekordstand beträgt 6.223,52 Punkte. Der breit gefasste S&P 500 schloss mit 2.581,07 Punkten, der neue Rekord liegt bei 2.582,98 Punkten.

Der Euro notierte nach US-Börsenschluss bei 1,1608 US-Dollar. Eine Feinunze Gold war am Spotmarkt für 1.273,35 US-Dollar zu haben, Rohöl der Nordseesorte Brent kostete zum US-Handelsschluss im Dezember-Kontrakt 60,44 US-Dollar das Fass.

Der Euro-Bund-Future schloss am Freitag an der EUREX mit 162,37 Punkten. Die Rendite für zehnjährige Bundesanleihen liegt aktuell bei 0,38 Prozent. Der Spread zwischen zehnjährigen deutschen Bunds und zehnjährigen US-Staatsanleihen (2,41 Prozent Rendite) liegt derzeit bei 203 Basispunkten.

US-Steuerreform wird schrittweise auf den Weg gebracht



„Gerüchte werden gekauft und Fakten verkauft“, so Dirk Friczewsky, Finanzanalyst für LYNX Broker. „Das US-Repräsentantenhaus hat am Donnerstag eine Vorlage für die US-Steuerreform durchgebracht, die im Senat mit einer einfachen Mehrheit beschlossen werden kann“, erläutert Friczewsky. „Im Falle der Verabschiedung der Steuerreform würden die Märkte dennoch erst einmal die Faktenlage kurzfristig abverkaufen. Sollte die Steuerreform scheitern, drohen höhere Kursverluste, die auch die europäischen Börsen anstecken werden.“

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Autor: LYNX Broker

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