Kolumnen & Analysen Märkte

Blasenbildung bei Kryptowährungen? Die Marktkapitalisierung steigt und steigt und steigt (nicht mehr)!
Lars Erichsen - CFD-Brief - Forex - 30.10.2017

Liebe Leserinnen, liebe Leser,
als ich Ihnen im letzten Jahr den Bitcoin vorgestellt habe, haben vermutlich nur die Wenigsten mit einer solchen Entwicklung gerechnet. Hätte ich eine derartige Entwicklung vorhergesehen, dann hätte ich Ihnen einerseits diese Prognose präsentiert und andererseits auch privat mehr Stücke gekauft, so einfach ist das. Warum sind Bitcoin überhaupt interessant?

Alle Zutaten einer Blasenbildung



Wie bereits in den ersten Artikeln und mehreren Videos beschrieben, beinhalten Kryptowährungen alle Zutaten einer Blasenbildung. Ihre Menge ist begrenzt, das hebt sie insbesondere von sämtlichen Papiergeldwährungen ab, die von Notenbanken theoretisch in beliebiger Menge gedruckt werden können und langfristig, wie es schon der französische Philosoph Voltaire treffend bemerkte, ihrem inneren Wert von Null entgegenstreben.

Was spricht gegen eine Blasenbildung



Schauen wir uns zuerst an, was der These einer Blasenbildung widerspricht. Da wäre in erster Linie die sehr geringe Marktdurchdringung zu nennen. Auch wenn Bitcoin mittlerweile für reichlich Gesprächsstoff sorgen bezweifle ich, dass die meisten Normalanleger bisher jemals einen Bitcoin besessen haben. Das liegt nicht zuletzt an den Hürden des Handels. Sie können Bitcoin nicht über eine Bank oder einen xbeliebigen Broker kaufen. Ändert sich an diesem Zustand etwas, was nicht zuletzt aufgrund der viel höheren Regulierungsauflagen unwahrscheinlich bleibt, wäre mit einer erhöhten Nachfrage zu rechnen.

Sind Kryptowährungen wirklich begrenzt?



Bezogen auf eine einzelne „Währung“ (der Begriff ist aus unterschiedlichsten Gründen eigentlich nicht mehr passend) mag das der Fall sein. Betrachtet man aber die Entwicklung auf dem Markt, dann muss man von einer inflationären Entwicklung sprechen. Der Marktanteil des größten Kryptowährung „Bitcoin“ ist nämlich gesunken zugunsten zahlreicher neuer Währungen. Es gibt heute mehr als 1.000 (!) Coins, da kann von einer Deflation nicht die Rede sein.

Fazit



Für mich bleiben Bitcoin ein Spekulationsobjekt. Die Entwicklung der letzten Monate ist und bleibt eine Blasenbildung. Dafür spricht auch die laufende Korrektur.

Autor: CFD-Brief Redaktion, http://www.cfd-brief.de/

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