Kolumnen & Analysen Märkte

Tagesausblick Renten/Devisen: FOMC-Entscheidung und ISM-Index im Blick
Helaba Floor Research - Forex - 01.11.2017

Das Highlight des heutigen Tages ist zweifelsohne die FOMC-Entscheidung, bei der die Notenbank die Gelegenheit hat, Zinserwartungen zu schärfen. Die meisten Mitglieder des Offenmarktausschusses haben sich für eine Fortsetzung gradueller Leitzinserhöhungen ausgesprochen. Dies kommt auch in den Projektionen zum Ausdruck, die bei der letzten Notenbanksitzung Ende September veröffentlicht wurden. Im Mittel werden bis Ende 2018 vier weitere Schritte von jeweils 25 Basispunkten als angemessen bezeichnet. Zwar ist es in den letzten Wochen bereits zu einer Anpassung der Zinserwartungen gekommen, diese liegen aber noch immer deutlich unterhalb der Projektionen und ein Schritt zum Ende dieses Jahres wird nicht vollständig eskomptiert. Sollte es heute entsprechende Hinweise geben, könnte der Rentenmarkt in Mitleidenschaft gezogen werden und der US-Dollar wieder aufwerten. Es gilt aber zu berücksichtigen, dass es heute keine Pressekonferenz gibt und entsprechende Formulierungen im Statement der FOMC-Entscheidung zu suchen sind. Darüber hinaus gibt es morgen Reden zahlreicher Fed-Vertreter, unter anderem von Powell, Dudley und Bostic.

Bund-Future: Wird die Luft dünner?



Der Bund-Future hat sich weiter gefestigt und die 200-Tagelinie bei 162,50 überwunden sowie die 100-Tagelinie bei 162,72 in Angriff genommen. Unterstützt wurde der Markt von rückläufigen Verbraucherpreisen in Deutschland und der Eurozone. Auch technisch hat sich das Bild aufgehellt. MACD und Stochastic stehen im Kauf, nur der sehr niedrige ADX mahnt vor zu viel Optimismus. Sollte die Hürde im Bereich 162,74/78 nachhaltig überwunden werden, zeigt sich der nächste Widerstand am bisherigen Kontrakthoch bei 163,43. Die Fed-Zinsentscheidung könnte heute aber den Future ausbremsen, sollte es Hinweise auf eine Zinserhöhung im Dezember geben.

US-Dollar: Fed und Daten könnten stützen.



Der Euro hat sich zeitweise erholt, was unter anderem auf Meldungen zurückzuführen ist, wonach Jerome Powell die besten Chancen auf den Fed-Chefposten hat. Powell gilt gegenüber den Kandidaten Taylor und Warsh als weniger „hawkish“, wenngleich seine geldpolitische Ausrichtung schwer einzuschätzen ist. Robust erwartete US-Daten und mögliche Hinweise auf eine Fed-Zinserhöhung im Dezember könnten den US-Dollar heute wieder Vorteile verschaffen. Der seit September bestehende Abwärtstrendkanal wird tonangebend bleiben, zumal die Widerstandslinie bei 1,1805 außer Reichweite ist. Die nächsten Unterstützungen sind bei 1,1573, 1,1550 und um 1,1510 anzutreffen.

Autor: Helaba Floor Research, www.helaba.de

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