Kolumnen & Analysen Märkte

Tagesausblick Renten/Devisen: FOMC - Graduelle Zinserhöhungen angemessen
Helaba Floor Research - Forex - 02.11.2017

Die US-Notenbank hat die Geldpolitik erwartungsgemäß nicht verändert und das die Zinsentscheidung begleitende Statement nur geringfügig verändert. Einen klaren Hinweis auf eine Erhöhung der Leitzinsen im Dezember gab es nicht, die Tür dafür steht aber offen, denn graduelle Schritte werden vor dem Hintergrund des wirtschaftlichen Ausblicks weiterhin als angemessen bezeichnet. Heute haben zahlreiche Fed-Vertreter die Möglichkeit, die Zinserwartungen zu steuern. Auf besonderes Interesse stoßen die Äußerungen von Jerome Powell, der die besten Chancen auf den Fed-Chefposten haben soll. Meldungen zufolge will Präsident Trump heute die Nachfolge bekanntgeben. Powell gilt gegenüber Taylor und Warsh als weniger „hawkish“. Er könnte die Normalisierung der Geldpolitik ähnlich vorsichtig angehen wie Amtsinhaberin Yellen. Seine geldpolitische Ausrichtung ist aber schwer einzuschätzen.

Das datenseitige Interesse gilt heute den Einkaufsmanagerindizes. In der Eurozone stehen die Werte des Verarbeitenden Gewerbes auf dem Programm. Da es für Italien und Spanien keine Vorabschätzungen gibt, werden diese mit besonderem Interesse verfolgt. Vor allem in Spanien könnte es eine Stimmungseintrübung geben, denn der Konflikt zwischen Katalonien und der Zentralregierung wird sich wohl negativ bemerkbar machen. In diesem Zusammenhang sei darauf hingewiesen, dass bereits viele Unternehmen ihren Firmensitz aus der Region in andere Landesteile verlagert haben, da sie befürchten müssen, sich im Fall einer Unabhängigkeit außerhalb der Europäischen Union zu befinden. Zwar sieht es derzeit nicht mehr danach aus, dass die Bestrebungen Kataloniens von Erfolg gekrönt sein werden, die Unsicherheit in der Region ist aber groß. Daher sollte sich die Underperformance der spanischen Unternehmensstimmung fortsetzen. Die vorläufigen Werte in Deutschland, Frankreich und der Eurozone haben per saldo positiv überrascht und die Niveaus sind außergewöhnlich hoch. Vor diesem Hintergrund bleibt das Wachstumsszenario in der Eurozone intakt – trotz möglicher Rückschläge in Spanien.




Bund-Future



Der Bund-Future geriet durch Erwartungen eines Zinsschritts im Dezember seitens der Fed zunächst unter Druck. Ein nachhaltiges Überschreiten der 100-Tagelinie bei 162,69 ist damit verhindert worden. Als konstruktiv ist hingegen das Kaufsignal des MACDs zu beurteilen, während der ADX auf niedrigem Niveau von einer trendlosen Verfassung kündet. Weitere Widerstände liegen bei 162,77 und 162,83 sowie bei 163,43. Unterstützungen lokalisieren wir bei 162,25 und 161,98. Trading-Range: 162,00 – 162,90.

EUR-USD



Die US-Notenbank lässt sich zwar die Tür für eine Leitzinserhöhung im Dezember offen, klare Hinweise auf einen Schritt gab es aber nicht. Vor diesem Hintergrund und in Anbetracht der Erwartungen, dass Trump heute Jerome Powell als zukünftigen Fed-Chef nominieren wird, konnte sich der Euros leicht erholen. Der September-Abwärtstrend mit der Widerstandslinie bei 1,1800 ist aber intakt. Eine Hürde zeigt sich an der 100-Tagelinie, die bei 1,1690 verläuft. Unterstützungen sind bei 1,1573 und 1,1550 zu finden. Trading-Range: 1,1570 – 1,1700.

Autor: Helaba Floor Research, www.helaba.de

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