Kolumnen & Analysen Märkte

Tagesausblick Renten/Devisen: Stimmungsindikatoren und Produktion dominieren
Helaba Floor Research - Forex - 06.11.2017

In dieser Woche dominieren Stimmungsindikatoren sowie die Produktionsdaten den Datenkalender, wobei der Fokus auf europäischen Veröffentlichungen liegt und in den USA erst am Freitag mit dem vorläufigen Michigan Sentiment des laufenden Monats Aufmerksamkeit erzeugt werden kann. Den Auftakt geben heute die Einkaufsmanagerindizes des Dienstleistungsgewerbes. Vorabschätzungen in Frankreich, Deutschland und der Eurozone zeichnen bereits ein freundliches Bild und so sind solide Werte auch in Spanien und Italien zu erwarten. In diesen beiden Ländern hatte sich zudem die Stimmung in der Industrie überraschend nochmals verbessert, sodass wir heute nicht von Enttäuschungen ausgehen. Robust sollte auch das sentix-Investorenvertrauen ausfallen, denn Rekordstände an den Aktienmärkten sollten ebenso helfen wie die Aussicht auf anhaltend niedrige EZB-Zinsen. Mithin ergäbe sich eine freundliche Indikation für die kommende ZEW-Umfrage und den nächsten ifo-Index.

Realwirtschaftliche Daten gibt es heute mit dem Auftragseingang der deutschen Industrie im September. Ein Rücksetzer nach dem starken Augustwert sollte ins Kalkül gezogen werden. Im Verlauf der Woche melden darüber hinaus die großen Euro-Volkswirtschaften Werte der Industrieproduktion. In Deutschland sind die Indikationen negativ, zwar war die Stimmungslage bis zuletzt euphorisch, sinkende Produktionsdaten der Stahlindustrie und der Pkw-Hersteller weisen aber auf Enttäuschungspotenzial hin, obwohl die Konsensschätzung bereits bei -1,0 % VM liegt. Vor dem Hintergrund des auch durch die Ferientermine in diesem Jahr überzeichneten Augustwertes sollte ein Septemberminus nicht als konjunkturelle Trendwende überinterpretiert werden. Im Hinblick auf die EZB muss zudem die europäische Perspektive beachtet werden. Gerade in Frankreich und Italien hatte sich das Bild zuletzt aufgehellt. Erneut steigende Produktionswerte würde das freundliche Szenario untermauern. Zentralbankseitig gibt es in dieser Woche wohl kaum Impulse, nachdem zuletzt die entscheidenden Notenbanken ihre Treffen abgehalten haben und die Nominierung für die Yellen-Nachfolge keinen Anlass für Spekulationen gibt. Einzig die EZB veröffentlicht ihren Konjunkturbericht, der aber gegenüber der jüngsten Ratssitzung wohl keine neuen Erkenntnisse bringt.




Bund-Future wartet auf Impulse



Der Bund-Future hat sich zum Ende letzter Woche gut behauptet, aber keine Anstiegsdynamik entwickeln können. Die Nominierung von Jerome Powell als Fed-Nachfolger wirkt tendenziell stabilisierend, da seine Geldpolitik als weniger „hawkish“ eingestuft wird. Die technische Lage ist insgesamt uneinheitlich. MACD und Stochastic stehen zwar im Kauf, das Momentum und der ADX bestätigen aber den seitwärts orientierten Handel der letzten Tage. Unterstützungen finden sich bei 162,25 und um 162,00. Auf ersten Widerstand stößt der Bund-Future bei 162,83/88 und beim Kontrakthoch bei 163,43. Trading-Range: 162,20 – 163,20.

Euro in der Defensive



Wichtige Ereignisse, wie Notenbanksitzungen dies- und jenseits des Atlantiks, die Nominierung für die Fed-Nachfolge oder der US-Arbeitsmarktbericht, liegen hinter uns. Der Euro hat sich im Umfeld dieser Geschehnisse per saldo abgeschwächt. Der seit Anfang September bestehende Abwärtstrendkanal bleibt damit tonangebend und die Widerstandslinie liegt mit 1,1783 außer Reichweite. Auch die bei 1,17 verlaufende 100-Tagelinie stellt eine schwer überwindbare Hürde dar. Unterstützungen sind bei 1,1573 und 1,1510 zu finden. Trading-Range: 1,1510 – 1,1690.

Autor: Helaba Floor Research, www.helaba.de

Die Handelsexperten und das FloorResearch der Helaba verfolgen direkt das Geschehen an den Märkten. Täglich aktuell stellen Sie Ihnen ihr Wissen zur Verfügung. Informieren Sie sich über die aktuellen Tendenzen! Den vollständigen Marktbericht und weitere Analysen und Kommentare erhalten Sie als PDF-Datei auf https://www.helaba.de/helaba/die-helaba/maerkte-und-analysen/volkswirtschaft-und-research/maerkte-heute

Haftungsausschluss
Die Publikationen sind mit größter Sorgfalt bearbeitet worden. Sie enthalten jedoch lediglich unverbindliche Analysen und Prognosen zu den gegenwärtigen und zukünftigen Marktverhältnissen. Die Angaben beruhen auf Quellen, die wir für zuverlässig halten, für deren Richtigkeit, Vollständigkeit oder Aktualität wir aber keine Gewähr übernehmen können. Sämtliche in diesen Publikationen getroffenen Angaben dienen der Information. Sie dürfen nicht als Angebot oder Empfehlung für Anlageentscheidungen verstanden werden. Disclaimer: http://bit.ly/2cQer9Q

Aktuelle Kolumnen & Analysen

Brexit weiterhin im Fokus von EUR/GBP
HSH Nordbank Research - Forex - 14.12.2017
Auch im Jahr 2018 wird der Kursverlauf des Pfundes im Zeichen des Brexit und der damit verbundenen politischen Ungewissheiten stehen. Nachdem die erste Phase der Verhandlungen beim EU-Gipfel am 14./15. Dezember vorerst abgeschlossen wurde, werden im kommenden Jahr die Verhandlungen der zweiten Phase mit der Festlegung der zukünftigen Handelsbeziehung zwischen der EU und dem Vereinigten Königreich beginnen. ... mehr

EUR/USD: Euro dürfte in 2018 an Stärke gewinnen
HSH Nordbank Research - Forex - 14.12.2017
Würde man einen Preis für das Comeback des Jahres 2017 verleihen, der Euro würde es sicherlich auf die Medaillenränge schaffen. Die Gemeinschaftswährung startete im zurückliegenden Jahr eine sensationelle Aufholjagd und konnte im September sogar die Marke von 1,20 US-Dollar überschreiten, diese Marke jedoch nicht halten. ... mehr

DAX bleibt in seiner Handelsspanne – China folgt den USA mit Zinserhöhung
CMC Markets - Marktberichte - 14.12.2017
Zinserhöhung abgehakt und auch der Ausblick der US-Notenbank hat wie befürchtet bis auf die Tatsache, dass auf dem bereits starken Niveau keine weitere deutliche Verbesserung am Arbeitsmarkt mehr erwartet wird, keine wirklichen Neuigkeiten ans Tageslicht befördert. Die Federal Reserve geht für 2018 von drei weiteren Zinsanhebungen aus, der Markt erwartet gerade mal zwei. ... mehr

Bitcoin und DAX 30 Market Update: Yellen über Bitcoin: "eine hochspekulative Anlageform"
DailyFX - Marktberichte - 14.12.2017
Als eine „hochspekulative Anlageform“ bezeichnet das Fed- Oberhaupt Janet Yellen die digitale Währung Bitcoin im Nachgang des gestrigen Zinsentscheides. Des Weiteren sei dieser „keine stabile Wertanlage“ und sieht diese zudem als gefahrlos für die internationalen Finanzmärkte an. Dass die Risiken für die Finanzstabilität reduziert seien, darüber zeigt sich Yellen äußerst sicher. Eine digitale Währung in den eigenen Reihen sei ebenfalls nicht geplant. ... mehr

Tagesausblick Aktien: DAX - Bewegungsdynamik lässt wieder nach
Helaba Floor Research - Indizes - 14.12.2017
Im Vorfeld der Fed-Entscheidung hielten sich die Marktteilnehmer mit Engagements spürbar zurück. In der Folge bewegte sich der DAX kaum, so dass die Handelsrange lange Zeit sehr gering ausfiel. Letztendlich war ein geringes Tagesminus in Höhe von 0,44 % auf 13.125,64 Punkte zu verbuchen. Die DAX-Gewinnerliste wurde von ThyssenKrupp (+1,92 %) gefolgt von ProSiebenSat.1 (+1,30 %) angeführt, während es für RWE (-13,06 %) deutlich abwärts ging. Auslöser dafür war ein schwacher Ausblick der Tochter Innogy für das laufende Geschäftsjahr. ... mehr

Tagesausblick Renten/Devisen: Nach der Fed ist vor SNB, BoE und EZB
Helaba Floor Research - Forex - 14.12.2017
Die Entscheidung der Fed zwar fiel wie erwartet aus und auch der Ausblick auf einen fortgesetzten Zinserhöhungszyklus in den USA ist nicht neu. Allerdings sank die Projektion der Kerninflation etwas, ungeachtet der erhöhten Wachstumsprognosen. Daher wurden die Erwartungen der Marktteilnehmer für das Jahr 2018 leicht gedämpft. Die eskomptierten und avisierten Sätze per Ende 2018 divergieren daher weiter. ... mehr

DAX: Leichte Kursabschläge erwartet
IG Markets Research - Marktberichte - 14.12.2017
14.12.2017 – 07:55 Uhr (Werbemitteilung): Die US-amerikanische Notenbank Fed hat erwartungsgemäß den Leitzins zum dritten Mal in diesem Jahr erhöht. Für 2018 wurden drei weitere Zinsschritte angekündigt. Die Indizes an der Wall Street gingen gestern mit leichten Kursaufschlägen bzw. kaum verändert aus dem Handel. Der deutsche Leitindex dürfte dagegen heute schwächer starten. Zur Stunde sehen wir den DAX bei 13.084 Punkten, rund 0,3% unter dem Vortagesschlusskurs. ... mehr

Finanzmarkttrends Dezember 2017 - Editorial: Ein guter Ausblick
HSH Nordbank Research - Trading Business - 13.12.2017
Das abgelaufene Jahr kann aus volkswirtschaftlicher Sicht ohne Zweifel als erfolgreich verbucht werden. Zu beobachten ist ein breit angelegter globaler Aufschwung. Die drei Lokomotiven der Weltwirtschaft, die USA, die Eurozone und China, stehen unter Dampf. Bei Deutschland sind gar Überhitzungserscheinungen festzustellen. Die Weltwirtschaft dürfte um rund 3,6 % gewachsen sein und im kommenden Jahr mit einer ähnlichen Rate expandieren. ... mehr

Marktstimmung: "Ausgeblendete Risiken"
Börse Frankfurt - Indizes - 13.12.2017
13. Dezember 2017. FRANKFURT (Börse Frankfurt). Was die Notenbanksitzungen in dieser Woche angeht, scheinen sich die Börsianer keine allzu großen Sorgen zu machen. Angefangen von der US-Notenbank, die heute Abend mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit eine Leitzinserhöhung von 25 Basispunkten verkünden wird. Tatsächlich werden sich die Akteure ohnehin eher auf die Inflation- und Zinsprognosen, die so genannten "Dot-Plots" der Mitglieder des Offenmarktausschusses der Fed, konzentrieren. ... mehr

DAX schon im Weihnachtsurlaub – Holt ihn die US-Notenbank zurück?
CMC Markets - Marktberichte - 13.12.2017
Die Erwartungen an die Ergebnisse der Sitzung der US-Notenbank heute Abend sind mindestens genauso hoch wie die Befürchtungen, dass die Federal Reserve die wichtigsten Antworten schuldig bleibt. Anleger erhoffen sich nicht weniger als einen Fahrplan für die Zinserhöhungen im kommenden Jahr. Die Meinungen gehen hier von einem bis gar vier weiteren Schritten weit auseinander. ... mehr

Buchtipp

Faszination Devisen
Die Gewinn- möglichkeiten mit Devisen sind enorm. Nie zuvor war es für den Privatanleger einfacher und lukrativer, mit den Kursschwankungen und Trends von Wechselkursen eigenständig und ohne hohe Gebühren Geld zu verdienen. ...weiter

Broker

Anzeige eToro - Trading-Verluste können Ihre Einlagen übersteigen. Beachten Sie die Risikoaufklärung auf der Seite des Brokers!

Sponsor

Anzeigen

<