Kolumnen & Analysen Märkte

Tagesausblick Renten/Devisen: US-Daten werden Zinserwartungen nicht beflügeln
Helaba Floor Research - Forex - 15.11.2017

Die Mehrheit der Fed-Vertreter hat sich in der letzten Zeit für eine Leitzinserhöhung im Dezember ausgesprochen und auch im nächsten Jahr wird sich der Pfad gradueller Schritte wohl fortsetzen. Die schwache Teuerung sorgt bei Notenbankern aber für Unbehagen. Vor diesem Hintergrund werden die Verbraucherpreise mit Spannung erwartet. Im Oktober dürfte sich der Anstieg abgeschwächt haben, nachdem das Plus im Vormonat auf die erhöhten Benzinpreise infolge der Hurrikans zurückzuführen war. Da die Ölpreise seit Oktober aber deutlich gestiegen sind, wird die Gesamtinflationsrate in den kommenden Monaten vermutlich wieder zulegen. Für die US-Notenbank sind aber die Kernverbraucherpreise entscheidend. Dabei steht zwar der PCE-Kerndeflator im Mittelpunkt, der heute anstehende Kern-Verbraucherpreisindex liefert hierauf aber eine gute Indikation. Wir halten ein moderates Plus und eine unveränderte Jahresrate für wahrscheinlich, sodass die Zinsfantasien wohl nicht beflügelt werden. Dies gilt auch mit Blick auf den Einzelhandelsumsatz, der vom rückläufigen Pkw-Absatz gedrückt sein dürfte. Die Konsensschätzung von 0,0 % VM könnte unterschritten werden und ohne den volatilen Auto- und Tankstellenumsatz scheint ein moderater Anstieg wahrscheinlich. Mit dem Empire-State-Index steht die erste Stimmungsumfrage unter Industrieunternehmen des laufenden Monats auf dem Programm. Nach dem überraschend deutlichen Anstieg im Vormonat dürfte es zu einer Korrektur kommen. Zwar bleiben die konjunkturellen Aussichten freundlich, Erwartungen an eine straffere Geldpolitik der Fed sollten heute aber nicht forciert werden.

Bund-Future macht Boden gut



Der Bund-Future zeigte gestern eine positive Tendenz und wurde in einer Spanne zwischen 161,91 und 162,47 gehandelt. Aus technischer Sicht befindet er sich aber in schwierigem Fahrwasser. So richten sich MACD und Stochastic weiterhin gen Süden. Auch das Kursmomentum und der ADX flachen ab. Haltemarken lokalisieren wir bei 161,98 und 161,63. Widerstände sind unverändert um 162,80 zu finden. Etwas schwächer ausfallende US-Daten zu den Verbraucherpreisen und dem Einzelhandelsumsatz könnten den Bund-Future heute tendenziell stützen. Trading-Range: 161,80 – 162,70.



Euro legt auf breiter Front zu



Der Euro setzte seine Befestigungstendenz fort und konnte mit einer Tagesbestmarke von 1,1805 den Abwärtstrendkanal bei 1,1732 und die 100-Tagelinie bei 1,1731 überwinden. Die erste Hürde ist bei 1,1796 in Form der 200-Tagelinie zu finden, bevor die Widerstandszone 1,1837-52-80 in Reichweite kommt. Auf Tagesbasis hat sich die Gesamtsituation verbessert, denn MACD und Stochastic richten sich oberhalb ihrer Signallinien gen Norden und er DMI hat unlängst ein Kaufsignale generiert. Der Blick auf den Wochenchart mahnt hingegen vor zu viel Optimismus. Hier stehen MACD und Stochastic im Verkauf und sinken weiter. Trading-Range: 1,1660 – 1,1850.

Autor: Helaba Floor Research, www.helaba.de

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Aktuelle Kolumnen & Analysen

Brexit weiterhin im Fokus von EUR/GBP
HSH Nordbank Research - Forex - 14.12.2017
Auch im Jahr 2018 wird der Kursverlauf des Pfundes im Zeichen des Brexit und der damit verbundenen politischen Ungewissheiten stehen. Nachdem die erste Phase der Verhandlungen beim EU-Gipfel am 14./15. Dezember vorerst abgeschlossen wurde, werden im kommenden Jahr die Verhandlungen der zweiten Phase mit der Festlegung der zukünftigen Handelsbeziehung zwischen der EU und dem Vereinigten Königreich beginnen. ... mehr

EUR/USD: Euro dürfte in 2018 an Stärke gewinnen
HSH Nordbank Research - Forex - 14.12.2017
Würde man einen Preis für das Comeback des Jahres 2017 verleihen, der Euro würde es sicherlich auf die Medaillenränge schaffen. Die Gemeinschaftswährung startete im zurückliegenden Jahr eine sensationelle Aufholjagd und konnte im September sogar die Marke von 1,20 US-Dollar überschreiten, diese Marke jedoch nicht halten. ... mehr

DAX bleibt in seiner Handelsspanne – China folgt den USA mit Zinserhöhung
CMC Markets - Marktberichte - 14.12.2017
Zinserhöhung abgehakt und auch der Ausblick der US-Notenbank hat wie befürchtet bis auf die Tatsache, dass auf dem bereits starken Niveau keine weitere deutliche Verbesserung am Arbeitsmarkt mehr erwartet wird, keine wirklichen Neuigkeiten ans Tageslicht befördert. Die Federal Reserve geht für 2018 von drei weiteren Zinsanhebungen aus, der Markt erwartet gerade mal zwei. ... mehr

Bitcoin und DAX 30 Market Update: Yellen über Bitcoin: "eine hochspekulative Anlageform"
DailyFX - Marktberichte - 14.12.2017
Als eine „hochspekulative Anlageform“ bezeichnet das Fed- Oberhaupt Janet Yellen die digitale Währung Bitcoin im Nachgang des gestrigen Zinsentscheides. Des Weiteren sei dieser „keine stabile Wertanlage“ und sieht diese zudem als gefahrlos für die internationalen Finanzmärkte an. Dass die Risiken für die Finanzstabilität reduziert seien, darüber zeigt sich Yellen äußerst sicher. Eine digitale Währung in den eigenen Reihen sei ebenfalls nicht geplant. ... mehr

Tagesausblick Aktien: DAX - Bewegungsdynamik lässt wieder nach
Helaba Floor Research - Indizes - 14.12.2017
Im Vorfeld der Fed-Entscheidung hielten sich die Marktteilnehmer mit Engagements spürbar zurück. In der Folge bewegte sich der DAX kaum, so dass die Handelsrange lange Zeit sehr gering ausfiel. Letztendlich war ein geringes Tagesminus in Höhe von 0,44 % auf 13.125,64 Punkte zu verbuchen. Die DAX-Gewinnerliste wurde von ThyssenKrupp (+1,92 %) gefolgt von ProSiebenSat.1 (+1,30 %) angeführt, während es für RWE (-13,06 %) deutlich abwärts ging. Auslöser dafür war ein schwacher Ausblick der Tochter Innogy für das laufende Geschäftsjahr. ... mehr

Tagesausblick Renten/Devisen: Nach der Fed ist vor SNB, BoE und EZB
Helaba Floor Research - Forex - 14.12.2017
Die Entscheidung der Fed zwar fiel wie erwartet aus und auch der Ausblick auf einen fortgesetzten Zinserhöhungszyklus in den USA ist nicht neu. Allerdings sank die Projektion der Kerninflation etwas, ungeachtet der erhöhten Wachstumsprognosen. Daher wurden die Erwartungen der Marktteilnehmer für das Jahr 2018 leicht gedämpft. Die eskomptierten und avisierten Sätze per Ende 2018 divergieren daher weiter. ... mehr

DAX: Leichte Kursabschläge erwartet
IG Markets Research - Marktberichte - 14.12.2017
14.12.2017 – 07:55 Uhr (Werbemitteilung): Die US-amerikanische Notenbank Fed hat erwartungsgemäß den Leitzins zum dritten Mal in diesem Jahr erhöht. Für 2018 wurden drei weitere Zinsschritte angekündigt. Die Indizes an der Wall Street gingen gestern mit leichten Kursaufschlägen bzw. kaum verändert aus dem Handel. Der deutsche Leitindex dürfte dagegen heute schwächer starten. Zur Stunde sehen wir den DAX bei 13.084 Punkten, rund 0,3% unter dem Vortagesschlusskurs. ... mehr

Finanzmarkttrends Dezember 2017 - Editorial: Ein guter Ausblick
HSH Nordbank Research - Trading Business - 13.12.2017
Das abgelaufene Jahr kann aus volkswirtschaftlicher Sicht ohne Zweifel als erfolgreich verbucht werden. Zu beobachten ist ein breit angelegter globaler Aufschwung. Die drei Lokomotiven der Weltwirtschaft, die USA, die Eurozone und China, stehen unter Dampf. Bei Deutschland sind gar Überhitzungserscheinungen festzustellen. Die Weltwirtschaft dürfte um rund 3,6 % gewachsen sein und im kommenden Jahr mit einer ähnlichen Rate expandieren. ... mehr

Marktstimmung: "Ausgeblendete Risiken"
Börse Frankfurt - Indizes - 13.12.2017
13. Dezember 2017. FRANKFURT (Börse Frankfurt). Was die Notenbanksitzungen in dieser Woche angeht, scheinen sich die Börsianer keine allzu großen Sorgen zu machen. Angefangen von der US-Notenbank, die heute Abend mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit eine Leitzinserhöhung von 25 Basispunkten verkünden wird. Tatsächlich werden sich die Akteure ohnehin eher auf die Inflation- und Zinsprognosen, die so genannten "Dot-Plots" der Mitglieder des Offenmarktausschusses der Fed, konzentrieren. ... mehr

DAX schon im Weihnachtsurlaub – Holt ihn die US-Notenbank zurück?
CMC Markets - Marktberichte - 13.12.2017
Die Erwartungen an die Ergebnisse der Sitzung der US-Notenbank heute Abend sind mindestens genauso hoch wie die Befürchtungen, dass die Federal Reserve die wichtigsten Antworten schuldig bleibt. Anleger erhoffen sich nicht weniger als einen Fahrplan für die Zinserhöhungen im kommenden Jahr. Die Meinungen gehen hier von einem bis gar vier weiteren Schritten weit auseinander. ... mehr

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