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DAX-Analyse: Ermüdungserscheinungen
Admiral Markets - Indizes - 20.11.2017

Der Dax ging am Montagmorgen der vergangenen Handelswoche bei 13.118 Punkten in den vorbörslichen Handel. Er startete damit 7 Punkte unter dem Wochenschluss der Vorwoche und 358 Punkte unter der ersten vorbörslichen Notierung am Montag der Vorwoche. Zwar versuchte der Dax gleich am Montagmorgen den erneuten Ausbruch über die 13.200 Punkte, scheiterte jedoch. Es kam im Nachgang dessen zu einem Rücksetzer unter die 13.000 Punkte. Zwar gelang die erneute Erholung über die 13.000 Punkte bis zum Handelsende, jedoch ging es am Dienstag, gleich nachdem der Dax das Wochenhoch bei 13.165 Punkte markierte hatte wieder abwärts: zunächst in kleineren Impulsen, am Mittwochmorgen dann aber dynamisch. Erst bei 12.943 Punkte gelang es dem Index sich zu stabilisieren. Zwar konnte er sich bis in den späteren Handel wieder über die 12.900 Punkte schieben, erst am Donnerstag gelang dann die Erholung über die 13.000 Punkte, wobei sowohl der Donnerstag als auch der Freitag von einem ruhigeren Handel geprägt war. Ermüdungserscheinungen stellten sich allerdings dann am Freitagnachmittag ein. Die Bullen schafften es nicht, den Index über 13.000 Punkte aus dem Wochenhandel zu schicken.

Der Dax formatierte in der abgelaufenen Handelswoche ein tieferes Wochenhoch, als auch ein tieferes Wochentief. Er hat es nicht geschafft, sich erneut über die 13.200 Punkte zu schieben. Mittlerweile hat die 13.000 Punkte-Marke eine besondere Anziehungskraft. Der Dax hat innerhalb von zwei Handelswochen gut 500 Punkte verloren. Das steht in einem Gegensatz zu der Entwicklung seit Anfang September, die bis Mitte Oktober anhielt und gut 800 Punkte Gewinn brachte. Die Range war in der letzten Handelswoche größere als der Jahresdurchschnitt, lag aber unter dem Wert der Vorwoche.

Wir hatten in unserem Setup auf der Oberseite erwartet, dass der Dax mit dem Überschreiten der 13.132/35 Punkte weiter bis an die 13.163/65 Punkte laufen könnte. Diese Bewegung hat sich eingestellt, das Anlaufziel wurde exakt getroffen, das Setup hat damit perfekt gepasst. Die Rücksetzer gingen mit dem Unterschreiten der 2.868/65 Punkte knapp unter unser maximales Anlaufziel auf der Unterseite bei 12.848/45 Punkten. Damit hat das Setup auch auf der Unterseite sehr gut gepasst.

KW 46/2017 45/2017 44/2017 43/2017 42/2017
Wochenhoch 13.165 13.534 13.506 13.253 13.096
Wochentief 12.843 13.107 13.205 12.013 12.909
Wochenschluss 12.979 13.125 13.473 13.218 12.987
Wochenergebnis -146 -348 255 231 -11
Wochen-Range 322 427 301 340 187

Wie könnte es weitergehen?



DAX-WS: 13.035/79/90/98......13.106/13/37/61/72.....13.214/40
DAX-US: 12.989/66/59/33/07....12.882/54/15

Weitere Widerstände/Unterstützungen können dem Chart entnommen werden.


Quellen: Eigenanalyse; genutzt werden die Charts vom MetaTrader 4

Chartcheck



Das Chartbild beim Dax ist übergeordnet nach wie vor bullisch, hat sich aber etwas eingetrübt. Der Dax ist mittlerweile verbindlich unter die EMA20 Linie gefallen und hat sich hier etabliert. Zwar kam es am Donnerstag zu einer Erholungsbewegung, die aber eher technischer Natur war. Teile der Bewegung vom Donnerstag sind am Freitag wieder abverkauft worden. Auch dass die Bullen es nicht geschafft haben, einen Wochenschluss über der 13.000 Punkte-Marke zu formatieren, trägt nicht zum Optimismus bei. Solange der Dax es nicht schafft, sich per Tagessschluss, mit einer Bestätigung am Folgetag, über die 13.190 Punkte zu schieben, hat er das Potential neue Tiefs auszubilden. Diese Rücksetzer können übergeordnet bis in den Bereich der 12.500/450 Punkte gehen. Sollte der Index bis hier hin zurücksetzen bestehen hier gute Chancen auf Erholung und auch Aufnahme einer neuen substantiellen Aufwärtsbewegung. Formatiert der Dax aber einen Wochenschluss unter der 12.450 Punkte-Marke, besteht das Risiko, dass sich weitere Rücksetzer einstellen. Das Chartbild würde sich dann auch nachhaltig eintrüben.

Das große Bild im DAX



In den USA hat die Steuerreform die erste große Hürde genommen. Der Schwur steht aber noch bevor. Der Senat muss jetzt zustimmen, wobei es nicht als sicher gilt, dass das Gesetz die Kammer ohne weiteres, und noch in diesem Jahr, passieren wird. Denkbar ist, dass es Änderungen gibt, bzw. dass sich einzelne Senatoren gegen das Gesetz stellen, da dies zunächst die Verschuldung nachhaltig erhöhen wird. Ebenso ist nicht geklärt, ob die Reform die Wirtschaft langfristig stimulieren wird. Die US Wirtschaft befindet sich, nach offiziellen Angaben, nahe der Vollbeschäftigung, die Steuereffekte könnten damit eine geringe Auswirkung haben.

In Deutschland wollen sich die Parteien bis Sonntagabend einigen, ob sie eine Bundesregierung bilden können, Stichwort „Jamaika“. Die Unterschiede sind nach wie vor vorhanden, die Perspektiven auf Einigung bestehen, sind aber fragil. Sollte es zu keiner Regierungsbildung kommen und Neuwahlen anstehen, so würde dies sicherlich einen kurzfristig negativen Einfluss haben. Insbesondere der Dax könnte hier unter Druck kommen. Anleger könnten diese Situation nutzen, um Gewinne zu realisieren. Zwar notiert der Dax nach wie vor nahe seines Allzeithochs, dennoch ist dies keine Garantie, dass es nicht Gewinnmitnahmen kommen könnte.

Da in der nächsten Woche Thanksgiving ist, dürften insbesondere für die 2 Wochenhälfte die Impulse aus den USA fehlen.




Einschätzung für die neue DAX-Handelswoche



Long Setups: Die Bullen könnten zunächst versuchen, den Dax über der 12.980 Punkte-Marke zu etablieren. Sollte dies gelingen, so könnte der Dax dann versuchen, die 13.009/11, die 13.031/33 und dann die 13.058/60 bzw. die 13.065/67 Punkte zu erreichen. Kann er sich über die 13.065/67 Punkte schieben, so wären die 13.082/84 und die 13.095/97 Punkte die nächsten Anlaufziele. Geht es über die 13.095/97 Punkte, so könnte der Dax dann die 13.115/17, die 13.135/37 und dann die 13.162/65 Punkte erreichen. Bei dynamischen Aufwärtsimpulsen wäre auch ein Erreichen der 13.178/80, der 13.198/201 denkbar. Insbesondere im Bereich der 13.180/95 Punkte könnte der Dax Probleme haben weiter zu kommen, bzw. er könnte mehrere Anläufe benötigen, sich über dieses Level zu schieben. Gelingt dies aber, so wären die 13.213/15 und dann die 13.222/25 Punkte die nächsten Anlaufmarken. Schafft es der Dax sich über die 13.222/25 Punkte zu schieben, so könnte er dann die 13.238/40, die 13.256/58 und dann die 13.273/75 Punkte erreichen. Über der 13.273/75 Punkte Marke wären die 13.289/91, die 13.303/305 und die 13.323/25 Punkte die nächsten relevanten Anlaufziele.

Short Setups: Gelingt es dem Dax nicht, sich über der 12.980 Punkte-Marke festzusetzen, so wären die 12.965/63, die 12.942/39, die 12.918/15 und dann die 12.909/07 Punkte die ersten Anlaufziele auf der Unterseite. Unter der 12.909/07 Punkte wären dann die 12.883/80, die 12.868/65 und dann die 12.850/47 Punkte weitere Anlaufziele. Dynamische Abwärtsimpulse könnten auch bis 12.838/35 Punkte gehen. Im Bereich der 12.850/35 Punkte hätte der Dax die Chance sich zu stabilisieren und zu erholen. Gelingen diese Erholungen nicht, so könnten sich weitere Abgaben einstellen, die bis 12.820/18, bis 12.808/05 und dann weiter bis 12.795/92 Punkte gehen könnten. Unter der 12.795/92 Punkte wären dann die 12.778/75, die 12.757/55 und die 12.734/32 Punkte weitere Anlaufziele. Abgaben könnten auch dynamischen Charakter haben. In diesem Falle wäre auch nicht auszuschließen, dass die 12.717/15, die 12.695/92 und die 12.678/75 Punkte angelaufen werden könnten.

Die wichtigen Marken auf Basis unseres Setup:



Box-Bereich: 13.733 bis 6.669 Punkte
Tagesschlusskurs-Marken: 13.224 und 12.44 Punkte
Intraday-Marken: 13.138 und 12.842 Punkte
Die Range wäre: 14.221 bis 1.778 Punkte

Übergeordnete erwartete Tendenz in der KW 47/2017: seitwärts/ aufwärts

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Ich wünsche Ihnen eine erfolgreiche Handelswoche!
Ihr Jens Chrzanowski
Geschäftsführer Admiral Markets Partner Deutschland, MT am Germany GmbH
admiralmarkets.de


DISCLAIMER:
Dieser Artikel liefert eine Einschätzung zum Basiswert DAX-Index, unabhängig davon, mit welchem Instrument ggf. getradet wird. Admiral Markets UK ist Forex & CFD-Broker, sollten Sie den Basiswert als CFD traden, beachten Sie bitte: Forex & CFDs sind Hebelprodukte und nicht für jeden geeignet! Der Hebel multipliziert Ihre Gewinne, aber auch die Verluste. Verluste können Einlagen übersteigen!
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