Kolumnen & Analysen Märkte

Tagesausblick Renten/Devisen: Finanzmärkte im Einfluss politischer Ereignisse
Helaba Floor Research - Forex - 21.11.2017

Deutschland, das wirtschaftlich wichtigste Land in der Eurozone, steuert nach dem Scheitern der Koalitionsverhandlungen auf politisch unruhige Zeiten zu. Da die SPD für eine große Koalition nicht zur Verfügung steht, wird es Neuwahlen oder eine Minderheitsregierung geben. Beides ist mit Unsicherheiten verbunden. Bei einer Minderheitsregierung besteht die Gefahr, nicht schnell auf Veränderungen reagieren zu können, bei Neuwahlen herrscht für eine längere Zeit politisches Vakuum. Zudem ist offen, ob es grundlegend andere Mehrheiten geben würde. Das politische Chaos in Berlin hat bislang keine tiefen Spuren an den Finanzmärkten hinterlassen. Daran wird sich wohl kaum etwas ändern, solange Merkel, die im Ausland als Stabilitätsanker wahrgenommen wird, Regierungschefin bleibt. Zudem ist das konjunkturelle Umfeld sehr stabil. Größeren Einfluss auf die Finanzmärkte scheint die geplante Steuerreform in den USA zu haben. Ende November könnte es zur Abstimmung im US-Senat kommen, wobei fraglich ist, ob die kleine Mehrheit der Republikaner ausreicht.

Bund-Future im trendlosen Handel



Im Zuge der gescheiterten Jamaika-Sondierungsgespräche startete der Bund-Future zunächst gestützt in die neue Handelswoche, gab später aber einen Teil der Gewinne wieder ab. Insgesamt setzt sich somit die Seitwärtsbewegung fort. Auch die charttechnischen Indikatoren, wie der niedrige ADX und das neutrale Kursmomentum, sprechen für eine Fortsetzung des richtungslosen Handels. Die nächsten Widerstände liegen bei 163,16 und 163,63. Unterstützend wirkt der Bereich bei 162,38/50.



Euro im Wechselbad der Gefühle



Politische Börsen haben kurze Beine. Das Ende der Jamaika-Sondierungen in Berlin brachte dem Euro einen schwachen Wochenauftakt und ein Tagestief bei 1,1722. Allerdings war die Belastung nur temporärer Natur und zwischenzeitlich konnte sich der Euro wieder komplett erholen. Steigende US-Renditen brachten dann aber eine erneute Wende und lasteten auf den Eurokurs. Die technische Situation bleibt derweil ambivalent. So dominieren auf Wochenbasis Risikofaktoren seitens MACD und Stochastic, während der DMI ein Verkaufssignal noch schuldig bleibt. Im Tageschart kam es zum „pull back“ an den jüngst überwundenen Abwärtstrend, wobei die Indikatorenlage unterstützend bleibt. Ein nachhaltiger Sprung über die 55-Tagelinie (1,1790) ist nicht gelungen. Darüber fänden sich weitere Hürden bei 1,1861 und in der Zone 1,1880/86. Unterstützungen zeigen sich um 1,1720 und bei 1,1680/90. Datenseitige Impulse erwarten wir heute nicht und so bleibt abzuwarten, inwieweit sich das unklare technische Bild auflöst.

Autor: Helaba Floor Research, www.helaba.de

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Aktuelle Kolumnen & Analysen

Brexit weiterhin im Fokus von EUR/GBP
HSH Nordbank Research - Forex - 14.12.2017
Auch im Jahr 2018 wird der Kursverlauf des Pfundes im Zeichen des Brexit und der damit verbundenen politischen Ungewissheiten stehen. Nachdem die erste Phase der Verhandlungen beim EU-Gipfel am 14./15. Dezember vorerst abgeschlossen wurde, werden im kommenden Jahr die Verhandlungen der zweiten Phase mit der Festlegung der zukünftigen Handelsbeziehung zwischen der EU und dem Vereinigten Königreich beginnen. ... mehr

EUR/USD: Euro dürfte in 2018 an Stärke gewinnen
HSH Nordbank Research - Forex - 14.12.2017
Würde man einen Preis für das Comeback des Jahres 2017 verleihen, der Euro würde es sicherlich auf die Medaillenränge schaffen. Die Gemeinschaftswährung startete im zurückliegenden Jahr eine sensationelle Aufholjagd und konnte im September sogar die Marke von 1,20 US-Dollar überschreiten, diese Marke jedoch nicht halten. ... mehr

DAX bleibt in seiner Handelsspanne – China folgt den USA mit Zinserhöhung
CMC Markets - Marktberichte - 14.12.2017
Zinserhöhung abgehakt und auch der Ausblick der US-Notenbank hat wie befürchtet bis auf die Tatsache, dass auf dem bereits starken Niveau keine weitere deutliche Verbesserung am Arbeitsmarkt mehr erwartet wird, keine wirklichen Neuigkeiten ans Tageslicht befördert. Die Federal Reserve geht für 2018 von drei weiteren Zinsanhebungen aus, der Markt erwartet gerade mal zwei. ... mehr

Bitcoin und DAX 30 Market Update: Yellen über Bitcoin: "eine hochspekulative Anlageform"
DailyFX - Marktberichte - 14.12.2017
Als eine „hochspekulative Anlageform“ bezeichnet das Fed- Oberhaupt Janet Yellen die digitale Währung Bitcoin im Nachgang des gestrigen Zinsentscheides. Des Weiteren sei dieser „keine stabile Wertanlage“ und sieht diese zudem als gefahrlos für die internationalen Finanzmärkte an. Dass die Risiken für die Finanzstabilität reduziert seien, darüber zeigt sich Yellen äußerst sicher. Eine digitale Währung in den eigenen Reihen sei ebenfalls nicht geplant. ... mehr

Tagesausblick Aktien: DAX - Bewegungsdynamik lässt wieder nach
Helaba Floor Research - Indizes - 14.12.2017
Im Vorfeld der Fed-Entscheidung hielten sich die Marktteilnehmer mit Engagements spürbar zurück. In der Folge bewegte sich der DAX kaum, so dass die Handelsrange lange Zeit sehr gering ausfiel. Letztendlich war ein geringes Tagesminus in Höhe von 0,44 % auf 13.125,64 Punkte zu verbuchen. Die DAX-Gewinnerliste wurde von ThyssenKrupp (+1,92 %) gefolgt von ProSiebenSat.1 (+1,30 %) angeführt, während es für RWE (-13,06 %) deutlich abwärts ging. Auslöser dafür war ein schwacher Ausblick der Tochter Innogy für das laufende Geschäftsjahr. ... mehr

Tagesausblick Renten/Devisen: Nach der Fed ist vor SNB, BoE und EZB
Helaba Floor Research - Forex - 14.12.2017
Die Entscheidung der Fed zwar fiel wie erwartet aus und auch der Ausblick auf einen fortgesetzten Zinserhöhungszyklus in den USA ist nicht neu. Allerdings sank die Projektion der Kerninflation etwas, ungeachtet der erhöhten Wachstumsprognosen. Daher wurden die Erwartungen der Marktteilnehmer für das Jahr 2018 leicht gedämpft. Die eskomptierten und avisierten Sätze per Ende 2018 divergieren daher weiter. ... mehr

DAX: Leichte Kursabschläge erwartet
IG Markets Research - Marktberichte - 14.12.2017
14.12.2017 – 07:55 Uhr (Werbemitteilung): Die US-amerikanische Notenbank Fed hat erwartungsgemäß den Leitzins zum dritten Mal in diesem Jahr erhöht. Für 2018 wurden drei weitere Zinsschritte angekündigt. Die Indizes an der Wall Street gingen gestern mit leichten Kursaufschlägen bzw. kaum verändert aus dem Handel. Der deutsche Leitindex dürfte dagegen heute schwächer starten. Zur Stunde sehen wir den DAX bei 13.084 Punkten, rund 0,3% unter dem Vortagesschlusskurs. ... mehr

Finanzmarkttrends Dezember 2017 - Editorial: Ein guter Ausblick
HSH Nordbank Research - Trading Business - 13.12.2017
Das abgelaufene Jahr kann aus volkswirtschaftlicher Sicht ohne Zweifel als erfolgreich verbucht werden. Zu beobachten ist ein breit angelegter globaler Aufschwung. Die drei Lokomotiven der Weltwirtschaft, die USA, die Eurozone und China, stehen unter Dampf. Bei Deutschland sind gar Überhitzungserscheinungen festzustellen. Die Weltwirtschaft dürfte um rund 3,6 % gewachsen sein und im kommenden Jahr mit einer ähnlichen Rate expandieren. ... mehr

Marktstimmung: "Ausgeblendete Risiken"
Börse Frankfurt - Indizes - 13.12.2017
13. Dezember 2017. FRANKFURT (Börse Frankfurt). Was die Notenbanksitzungen in dieser Woche angeht, scheinen sich die Börsianer keine allzu großen Sorgen zu machen. Angefangen von der US-Notenbank, die heute Abend mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit eine Leitzinserhöhung von 25 Basispunkten verkünden wird. Tatsächlich werden sich die Akteure ohnehin eher auf die Inflation- und Zinsprognosen, die so genannten "Dot-Plots" der Mitglieder des Offenmarktausschusses der Fed, konzentrieren. ... mehr

DAX schon im Weihnachtsurlaub – Holt ihn die US-Notenbank zurück?
CMC Markets - Marktberichte - 13.12.2017
Die Erwartungen an die Ergebnisse der Sitzung der US-Notenbank heute Abend sind mindestens genauso hoch wie die Befürchtungen, dass die Federal Reserve die wichtigsten Antworten schuldig bleibt. Anleger erhoffen sich nicht weniger als einen Fahrplan für die Zinserhöhungen im kommenden Jahr. Die Meinungen gehen hier von einem bis gar vier weiteren Schritten weit auseinander. ... mehr

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