Kolumnen & Analysen Märkte

Tagesausblick Renten/Devisen: Stimmungsindikatoren dominieren
Helaba Floor Research - Forex - 01.12.2017

Der Datenkalender ist zum Abschluss der Woche gut gefüllt, wenngleich eigentlich nur ein Thema damit verbunden ist: Die Einkaufsmanagerindizes des Verarbeitenden Gewerbes. Diese stehen wie immer zu Beginn eines neuen Monats in verschiedenen Ländern zur Veröffentlichung an. In der Eurozone gab es bereits in der letzten Woche Vorabschätzungen zur Stimmungslage (Deutschland, Frankreich und gesamte Eurozone) und die Indizes erreichten neue zyklische Hochs. Insofern sind die Vorgaben für die Pendants in Spanien und Italien positiv. In Spanien hat zudem das Industrial Confidence zugelegt, während es hierbei in Italien einen Rücksetzer gab. Alles in allem rechnen wir damit, dass das Szenario einer anhaltenden konjunkturellen Dynamik untermauert wird. Potenzial für Spekulationen auf eine restriktivere EZB-Geldpolitik wird es aber wohl nicht geben. Monetäre und preisliche Entwicklungen müssen diesbezüglich im Auge behalten werden. Noch sind diese aber moderat.

Auch in den USA steht der Einkaufsmanagerindex des Verarbeitenden Gewerbes (hier ISM-Index) im Fokus. Das nationale Stimmungsbarometer steht unter gemischten Vorzeichen. So sind einige regionale Industrieumfragen im November rückläufig gewesen, liegen aber noch immer auf sehr hohem Niveau, andere konnten sogar weiter zulegen. Per saldo sollte ein Rückgang des ISM-Indexes nicht auszuschließen sein, Wachstumssorgen kommen mit einem Wert sehr deutlich in der Expansionszone aber nicht auf, sodass auch die erwartete Zinserhöhung der Fed in diesem Monat nicht in Frage gestellt werden sollte. In Großbritannien gibt es ebenfalls die PMI-Veröffentlichung. Ein solider Wert wird erwartet und angesichts der bisherigen Stimmungsentwicklung seit dem „Brexit“-Votum sollte dies nicht abwegig erscheinen. Es sei aber darauf verwiesen, dass anders als in den USA und der Eurozone, wo starke Industriewerte von steigender oder hoher Konsumentenzuversicht begleitet werden, die Verbraucherstimmung der Briten sinkt. So lag der GfK-Index für Großbritannien im abgelaufenen Monat mit -12 Punkten so tief wie unmittelbar nach dem „Brexit“-Schock und kontrastiert mit dem PMI, der sich nach dem Tief im Sommer 2016 massiv erholen konnte.



Bund-Future: Geringe EWU-Teuerung stützt



Der Future hat einen Teil seiner Vortagsverluste wettgemacht, sodass sich die seit Wochen zu beobachtende Konsolidierung fortsetzt. Die unverändert geringe EWU-Kernteuerung von 0,9 % VJ spielt Marktteilnehmer in die Karten, die mit einer sehr zögerlichen Wende der EZB-Geldpolitik rechnen. Widerstände sind bei 163,10 und 163,63 zu finden, Unterstützungen bei 162,24 und 161,91. Trading-Range: 162,24 – 163,30.

EUR-USD: Noch immer im Aufwärtstrend



Der Euro konnte sich gestern erholen. Die Verbraucherpreise in der Eurozone fielen zwar unerwartet schwach aus, sorgten aber nur für einen kurzfristigen Rücksetzer. Vor diesem Hintergrund hat sich auch der technische Ausblick nicht weiter eingetrübt. So hält sich der Euro oberhalb der Unterstützungslinie des kurzfristigen Aufwärtstrends, die bei 1,1842 verläuft, und der MACD steht noch immer im Kauf, wie auch der DMI. Der Stochastic steht jedoch kurz davor, den überkauften Bereich zu verlassen und somit sein jüngst generiertes Verkaufssignal zu bestätigen. Sollte der Aufwärtstrend dennoch unterschritten werden, fänden sich erste Haltemarke an der 100-Tagelinie bei 1,1784 und der 55-Tageline bei 1,1774. Widerstände lokalisieren wir bei 1,1933 und 1,1961. Trading-Range: 1,1842 – 1,1961.

Autor: Helaba Floor Research, www.helaba.de

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Aktuelle Kolumnen & Analysen

Brexit weiterhin im Fokus von EUR/GBP
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Auch im Jahr 2018 wird der Kursverlauf des Pfundes im Zeichen des Brexit und der damit verbundenen politischen Ungewissheiten stehen. Nachdem die erste Phase der Verhandlungen beim EU-Gipfel am 14./15. Dezember vorerst abgeschlossen wurde, werden im kommenden Jahr die Verhandlungen der zweiten Phase mit der Festlegung der zukünftigen Handelsbeziehung zwischen der EU und dem Vereinigten Königreich beginnen. ... mehr

EUR/USD: Euro dürfte in 2018 an Stärke gewinnen
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Würde man einen Preis für das Comeback des Jahres 2017 verleihen, der Euro würde es sicherlich auf die Medaillenränge schaffen. Die Gemeinschaftswährung startete im zurückliegenden Jahr eine sensationelle Aufholjagd und konnte im September sogar die Marke von 1,20 US-Dollar überschreiten, diese Marke jedoch nicht halten. ... mehr

DAX bleibt in seiner Handelsspanne – China folgt den USA mit Zinserhöhung
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Zinserhöhung abgehakt und auch der Ausblick der US-Notenbank hat wie befürchtet bis auf die Tatsache, dass auf dem bereits starken Niveau keine weitere deutliche Verbesserung am Arbeitsmarkt mehr erwartet wird, keine wirklichen Neuigkeiten ans Tageslicht befördert. Die Federal Reserve geht für 2018 von drei weiteren Zinsanhebungen aus, der Markt erwartet gerade mal zwei. ... mehr

Bitcoin und DAX 30 Market Update: Yellen über Bitcoin: "eine hochspekulative Anlageform"
DailyFX - Marktberichte - 14.12.2017
Als eine „hochspekulative Anlageform“ bezeichnet das Fed- Oberhaupt Janet Yellen die digitale Währung Bitcoin im Nachgang des gestrigen Zinsentscheides. Des Weiteren sei dieser „keine stabile Wertanlage“ und sieht diese zudem als gefahrlos für die internationalen Finanzmärkte an. Dass die Risiken für die Finanzstabilität reduziert seien, darüber zeigt sich Yellen äußerst sicher. Eine digitale Währung in den eigenen Reihen sei ebenfalls nicht geplant. ... mehr

Tagesausblick Aktien: DAX - Bewegungsdynamik lässt wieder nach
Helaba Floor Research - Indizes - 14.12.2017
Im Vorfeld der Fed-Entscheidung hielten sich die Marktteilnehmer mit Engagements spürbar zurück. In der Folge bewegte sich der DAX kaum, so dass die Handelsrange lange Zeit sehr gering ausfiel. Letztendlich war ein geringes Tagesminus in Höhe von 0,44 % auf 13.125,64 Punkte zu verbuchen. Die DAX-Gewinnerliste wurde von ThyssenKrupp (+1,92 %) gefolgt von ProSiebenSat.1 (+1,30 %) angeführt, während es für RWE (-13,06 %) deutlich abwärts ging. Auslöser dafür war ein schwacher Ausblick der Tochter Innogy für das laufende Geschäftsjahr. ... mehr

Tagesausblick Renten/Devisen: Nach der Fed ist vor SNB, BoE und EZB
Helaba Floor Research - Forex - 14.12.2017
Die Entscheidung der Fed zwar fiel wie erwartet aus und auch der Ausblick auf einen fortgesetzten Zinserhöhungszyklus in den USA ist nicht neu. Allerdings sank die Projektion der Kerninflation etwas, ungeachtet der erhöhten Wachstumsprognosen. Daher wurden die Erwartungen der Marktteilnehmer für das Jahr 2018 leicht gedämpft. Die eskomptierten und avisierten Sätze per Ende 2018 divergieren daher weiter. ... mehr

DAX: Leichte Kursabschläge erwartet
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14.12.2017 – 07:55 Uhr (Werbemitteilung): Die US-amerikanische Notenbank Fed hat erwartungsgemäß den Leitzins zum dritten Mal in diesem Jahr erhöht. Für 2018 wurden drei weitere Zinsschritte angekündigt. Die Indizes an der Wall Street gingen gestern mit leichten Kursaufschlägen bzw. kaum verändert aus dem Handel. Der deutsche Leitindex dürfte dagegen heute schwächer starten. Zur Stunde sehen wir den DAX bei 13.084 Punkten, rund 0,3% unter dem Vortagesschlusskurs. ... mehr

Finanzmarkttrends Dezember 2017 - Editorial: Ein guter Ausblick
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Das abgelaufene Jahr kann aus volkswirtschaftlicher Sicht ohne Zweifel als erfolgreich verbucht werden. Zu beobachten ist ein breit angelegter globaler Aufschwung. Die drei Lokomotiven der Weltwirtschaft, die USA, die Eurozone und China, stehen unter Dampf. Bei Deutschland sind gar Überhitzungserscheinungen festzustellen. Die Weltwirtschaft dürfte um rund 3,6 % gewachsen sein und im kommenden Jahr mit einer ähnlichen Rate expandieren. ... mehr

Marktstimmung: "Ausgeblendete Risiken"
Börse Frankfurt - Indizes - 13.12.2017
13. Dezember 2017. FRANKFURT (Börse Frankfurt). Was die Notenbanksitzungen in dieser Woche angeht, scheinen sich die Börsianer keine allzu großen Sorgen zu machen. Angefangen von der US-Notenbank, die heute Abend mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit eine Leitzinserhöhung von 25 Basispunkten verkünden wird. Tatsächlich werden sich die Akteure ohnehin eher auf die Inflation- und Zinsprognosen, die so genannten "Dot-Plots" der Mitglieder des Offenmarktausschusses der Fed, konzentrieren. ... mehr

DAX schon im Weihnachtsurlaub – Holt ihn die US-Notenbank zurück?
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